Bachelorarbeit, 2017
129 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3 Vorgehensweise
2 Gesetzgebungsverfahren innerhalb der Europäischen Union
3 Methoden des Staates zur Steuerung des Versicherungsmarktes
4 Durchgeführte Regulierungsmaßnahmen in der Versicherungsbranche
4.1 Markets in Financial Instruments Directive I
4.1.1 Zusammenfassung der Richtlinie
4.1.2 Nationale Umsetzung
4.1.3 Wirkungen auf die Versicherungsbranche
4.2 Insurance Mediation Directive
4.2.1 Zusammenfassung der Richtlinie
4.2.2 Nationale Umsetzung
4.2.3 Wirkungen auf die Versicherungsbranche
4.3 Das Aufwands-/ Ertragsverhältnis verschlechtert sich
5 Geplante Regulierungsmaßnahmen für die Versicherungsbranche
5.1 Markets in Financial Instruments Directive II
5.1.1 Zielsetzungen der Richtlinie
5.1.2 Nationale Umsetzung
5.1.3 Mögliche Auswirkungen
5.1.4 Integration in die bestehenden Geschäftsmodelle
5.1.5 Chancen bei einer frühzeitigen Implementierung
5.2 Packaged retail insurance-based investment products
5.2.1 Zielsetzungen der Verordnung
5.2.2 Nationale Umsetzung
5.2.3 Mögliche Auswirkungen
5.2.4 Integration in die bestehenden Geschäftsmodelle
5.2.5 Chancen bei einer frühzeitigen Implementierung
5.3 Insurance Distribution Directive
5.3.1 Zielsetzungen der Richtlinie
5.3.2 Nationale Umsetzung
5.3.3 Mögliche Auswirkungen
5.3.4 Integration in die bestehenden Geschäftsmodelle
5.3.5 Integration in neue Geschäftsmodelle
5.3.6 Chancen bei einer frühzeitigen Implementierung
5.4 Das Aufwands-/ Ertragsverhältnis verschlechtert sich
6 Überprüfung der Akzeptanz in der Bevölkerung für die Inanspruchnahme einer Honorarberatung - Empirischer Teil
6.1 Quantitative versus qualitative Sozialforschung
6.2 Auswirkungen von Vergütungsstrukturen im Nachfrageverhalten nach Finanzdienstleistungen
6.2.1 Untersuchungsdesign der quantitativen Forschung
6.2.2 Durchführung der Untersuchung
6.2.3 Ergebnis
6.2.4 Analyse der Ergebnisse
6.3 Die Versicherungsbranche bewegt sich in dynamischen Märkten und evaluiert ihre Geschäftsmodelle
6.3.1 Untersuchungsdesign der qualitativen Forschung
6.3.2 Durchführung des Interviews
6.3.3 Ergebnis
7 Ableitung von zukünftigen Potenzialen der Versicherungsbranche an der Kundenschnittstelle
8 Zusammenfassung
9 Handlungsempfehlungen
10 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen aktueller und geplanter regulatorischer Maßnahmen der Europäischen Union auf bestehende Geschäftsmodelle innerhalb der Versicherungsbranche. Das primäre Ziel ist es, das komplexe Ineinandergreifen dieser Initiativen zu analysieren und deren Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation zu bewerten, um schließlich Potenziale für eine zukunftsfähige Ausrichtung an der Kundenschnittstelle abzuleiten. Die zentrale Forschungsfrage lautet hierbei: "Inwiefern schadet die Regulation der Versicherungsbranche?"
4.1.3 Wirkungen auf die Versicherungsbranche
MiFID fokussiert sich lediglich auf die Wertpapierfirmen und wirkt sich daher nur geringfügig auf die Versicherungsbranche aus. Die Wertpapierfirmen richten mit der Implementierung und nationalen Umsetzung einige Organisationseinheiten neu aus. „Durch MiFID sind nicht nur starke Auswirkungen auf die Vertriebsstrukturen, sondern auch auf die Compliance-Funktion zu spüren.“ Mit der praktischen Umsetzung befassen sich die „Abteilungen Compliance, Risk Management, Operations (…) und IT, (...)“ um ihre Prozesse gesetzeskonform anzupassen. Es besteht ein Anpassungsbedarf im Beratungsprozess. Das Beratungsprotokoll für die Finanzinstrumente und die dazugehörigen persönlichen Prüfungen des Anlegers sind zu implementieren. Die Dokumentation, Aufzeichnung und Archivierung sämtlicher durchgeführter Tätigkeiten stellen einen großen Kosten- und Zeitfaktor dar und sind Aufwandstreiber. Eine größere Ertragsposition steht dem gestiegenen Aufwand nicht direkt gegenüber. Die aufgebrachte Zeit für eine sachgemäße Bestandsaufnahme und den Erhalt von Information für eine Anlage verringert folglich die Marge der Wertpapierfirmen und der Vermittler für Finanzinstrumente. Dies führt im Ergebnis zu Rentabilitätseinbußen. Um die Einnahmen bzw. die Ertragslage konstant halten zu können, benötigen sowohl die Anlageberater als auch die Wertpapierfirmen eine deutlich höhere Abschlussquote. Hierdurch entsteht unmittelbar ein Erfolgsdruck, da die Berater ihre Erträge je Abschluss erhöhen oder alternativ eine höhere Anzahl von Abschlüssen erzielen müssen. Die Bedeutsamkeit der MiFID-Richtlinie wird sich im weiteren Verlauf dieser Ausarbeitung noch deutlicher zeigen.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problemstellung, die Forschungsfrage sowie die Vorgehensweise der Thesis im Kontext regulatorischer Maßnahmen der Versicherungswirtschaft vor.
2 Gesetzgebungsverfahren innerhalb der Europäischen Union: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen und Instrumente der Gesetzgebung durch die Organe der Europäischen Union.
3 Methoden des Staates zur Steuerung des Versicherungsmarktes: Hier werden die Gründe und theoretischen Grundlagen für staatliche Eingriffe in den Versicherungsmarkt dargelegt.
4 Durchgeführte Regulierungsmaßnahmen in der Versicherungsbranche: Es erfolgt eine detaillierte Vorstellung bereits implementierter Richtlinien wie MiFID I und IMD sowie deren Auswirkungen.
5 Geplante Regulierungsmaßnahmen für die Versicherungsbranche: Dieses Kapitel analysiert aktuelle Initiativen wie MiFID II, PRIIPs und IDD sowie deren Herausforderungen und Chancen.
6 Überprüfung der Akzeptanz in der Bevölkerung für die Inanspruchnahme einer Honorarberatung - Empirischer Teil: Die empirische Forschung untersucht mittels quantitativer und qualitativer Methoden das Nachfrageverhalten und die Einstellung zur Honorarberatung.
7 Ableitung von zukünftigen Potenzialen der Versicherungsbranche an der Kundenschnittstelle: Basierend auf den Analysen werden Potenziale an der Kundenschnittstelle, insbesondere unter Berücksichtigung der Digitalisierung, aufgezeigt.
8 Zusammenfassung: Die Kernaussagen der Arbeit werden strukturiert zusammengefasst.
9 Handlungsempfehlungen: Es werden praxisnahe Empfehlungen für Akteure der Branche im Umgang mit regulatorischem Druck gegeben.
10 Fazit: Das Fazit reflektiert die Beantwortung der Forschungsfrage und bewertet die Auswirkungen der Regulation kritisch.
Versicherungsbranche, Regulierung, Europäische Union, MiFID, IDD, PRIIPs, Honorarberatung, Provisionsberatung, Kundenschnittstelle, Anlegerschutz, Compliance, Digitalisierung, Versicherungsvermittlung, Geschäftsmodelle, Interessenkonflikte.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen sektorübergreifender regulatorischer Maßnahmen der Europäischen Union auf bestehende Geschäftsmodelle in der Versicherungsbranche und leitet zukünftige Potenziale an der Kundenschnittstelle ab.
Zentrale Themen sind die europäische Gesetzgebung, die Steuerung des Versicherungsmarktes, die Analyse durchgeführter und geplanter Regulierungsinitiativen sowie die empirische Untersuchung der Kundenakzeptanz von Honorarberatung.
Das Ziel ist die Analyse des Ineinandergreifens regulatorischer Initiativen und deren Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation. Die zentrale Forschungsfrage lautet: "Inwiefern schadet die Regulation der Versicherungsbranche?"
Der Autor kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit regulatorischen Rahmenbedingungen mit einer empirischen Forschung, bestehend aus einer quantitativen Online-Umfrage und einer qualitativen Expertenbefragung.
Der Hauptteil befasst sich mit den Details der EU-Richtlinien (MiFID I/II, IMD, IDD, PRIIPs), den Auswirkungen auf Betriebs- und Vertriebsaufwand sowie der Evaluation von Geschäftsmodellen durch eine Experteninterviews.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Versicherungsregulierung, Anlegerschutz, Honorarberatung, Kundenschnittstelle, Compliance, Digitalisierung und Interessenkonflikte geprägt.
Herr Kirchhoff sieht die hohe Anzahl an kurzfristig umzusetzenden Maßnahmen kritisch, da sie die Branche vor große Herausforderungen stellt und teilweise nur eine "Mindestumsetzung" zulässt, anstatt echte Wettbewerbsvorteile zu generieren.
Der Autor argumentiert, dass die Regulation zu einem höheren Verkaufsdruck führt, der wiederum subjektivere Beratung zur Folge hat, was bei den Gesetzgebern zu noch schärferer Regulierung führt – ein destruktiver Kreislauf.
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