Fachbuch, 2017
73 Seiten
1 Einleitung
1.1 Forschungsfrage und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise und Struktur
2 Teilen - Grundlagen und Hintergründe
2.1 Der Ursprung des Teilens
2.2 Teilen aus Sicht der Evolutionstheorie: Die Hirschjagd (Stag Hunt)
2.3 Motive des Teilens
2.3.1 Der Methodologischer Individualismus
2.3.2 Konkretes Hinterfragen der Motive
2.3.3 Die Bedeutung des Eigentums
3 Begriff und Wesen der Sharing Economy
3.1 Gegenwärtige Definitionen
3.2 Relevante Wirtschaftsbereiche der Sharing Economy
3.3 Ausprägungsformen der Sharing Economy
3.4 Grundprinzipien der Sharing Economy
3.5 Treiber der Sharing Economy
3.5.1 Transaktionskosten und Grenzkosten
3.5.2 Der gesellschaftliche Wandel
3.5.3 Netzwerkeffekt
4 Airbnb – Ein Exemplarisches Unternehmen der Sharing Econmy
4.1 Aktueller Markt
4.2 Airbnb
4.2.1 Das Geschäftsmodell
4.2.2 Treiber und Erfolgsfaktoren
5 Knotenpunkte und neue Perspektiven
5.1 Erster Knotenpunkt: Besitz und Zugang
5.2 Zweiter Knotenpunkt: Vom Individualismus zur Gemeinschaft
5.3 Zwischenbilanz
6 Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den Ursprung der Debatte rund um die Sharing Economy aufzudecken, um ein besseres und objektiveres Verständnis des Phänomens zu ermöglichen. Die Forschungsfrage lautet: Worin besteht der Grundkonflikt der aktuellen Debatte rund um die Sharing Economy und was bedeutet dies für den zukünftigen Umgang mit diesem Phänomen?
2.2 Teilen aus Sicht der Evolutionstheorie: Die Hirschjagd (Stag Hunt)
Anhand von Forschungsarbeiten lässt sich die Rolle des Teilens bis hin zu den Anfängen der Menschheit verfolgen. Aus evolutionstheoretischer Perspektive wird das Teilen von Nahrung und die gemeinsame Jagd auf eine Stufe mit dem Verwenden und Herstellen von Werkzeugen gestellt (Mitsuo, 2005, S. 151). Bevor nun die Frage behandelt wird, aus welchen Motiven der Jäger seine Beute teilt, wird zunächst noch ein genauerer Blick auf die gemeinsame Jagd der Menschen jener Zeit geworfen.
Die Situation des gemeinsamen oder kooperativen Jagens stellt ein besonderes Ereignis in der Entwicklung des Menschen dar (Skyrms, 2004). So sieht Rousseau (1955, 76) in dem Vorgang der Hirschjagd (Stag Hunt) den Musterfall eines „sozialen Vertrags“. Mit Ähnlichkeiten zum Gefangenendilemma dreht es sich hier um eine spieltheoretische Konstellation. Jedoch unterscheiden sich diese Konzepte in unterschiedlichen Punkten:
„If two people cooperate in prisoner’s dilemma, each is choosing less rather than more. In prisoner’s dilemma, thereis a conflict between individual rationality and mutual benefit. In the stag hunt, what is rational for one player to choose depends on his beliefs about what the other will choose. Both staghunting and hare hunting are Nashequilibria. That is just to say that it is best to hunt stag if the other player hunts stag, and it is best to hunt hare if the other player hunts hare. A player who chooses to hunt stag takes a risk that the other will choose not to cooperate in the stag hunt. A player who chooses to hunt hare runs no such risk, since his payoff does not depend on the choice of action of the other player, but he forgoes the potential payoff of a successful stag hunt. In the stag hunt game, rational players are pulled in one direction by considerations of mutualbenefit and in the other by considerations of personal risk.“ (Skyrms, 2004, S. 3)
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Konzept der Sharing Economy vor, beleuchtet das Spannungsfeld zwischen optimistischen und pessimistischen Ansichten und definiert das Ziel sowie die Struktur der Arbeit.
2 Teilen - Grundlagen und Hintergründe: Dieses Kapitel liefert ein Basisverständnis für die Handlung des Teilens, indem es historische Ursprünge, evolutionstheoretische Aspekte und soziologische Motive des Teilens untersucht.
3 Begriff und Wesen der Sharing Economy: Hier werden gegenwärtige Definitionen, relevante Wirtschaftsbereiche, Grundprinzipien und Treiber der Sharing Economy detailliert analysiert und in einen Kontext gesetzt.
4 Airbnb – Ein Exemplarisches Unternehmen der Sharing Econmy: Dieses Kapitel nutzt Airbnb als konkretes Fallbeispiel, um die theoretischen Aspekte der Sharing Economy anhand eines realwirtschaftlichen Geschäftsmodells und dessen Erfolgskriterien zu verdeutlichen.
5 Knotenpunkte und neue Perspektiven: In diesem Kapitel werden die vorangegangenen Erkenntnisse zusammengeführt, um durch die Perspektiven „Besitz vs. Zugang“ und „Individualismus vs. Gemeinschaft“ eine neue Betrachtungsweise der Sharing Economy zu eröffnen.
6 Fazit und Ausblick: Der Abschluss fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bietet eine Bewertung des Phänomens an, ergänzt durch Überlegungen zum zukünftigen Umgang mit der Sharing Economy.
Sharing Economy, Collaborative Consumption, Teilen, Eigentum, Airbnb, Couchsurfing, Transaktionskosten, Grenzkosten, Netzwerkeffekte, Gemeinschaft, Plattformökonomie, Methodologischer Individualismus, Soziale Verantwortung, Wirtschaftsmodell, Nachhaltigkeit.
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Sharing Economy und analysiert den Grundkonflikt zwischen verschiedenen ideologischen Sichtweisen und dem wirtschaftlichen Nutzen.
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen des Teilens, die Rolle von Vertrauen und Gemeinschaft sowie die ökonomischen Treiber wie Transaktionskostenreduktion.
Das primäre Ziel ist es, den Ursprung der Debatte rund um die Sharing Economy zu verstehen, um eine objektivere Einordnung des Themas zu ermöglichen.
Die Arbeit verfolgt einen theoretischen Ansatz, der soziologische und ökonomische Perspektiven miteinander verknüpft, und ergänzt diesen durch eine Fallstudie des Unternehmens Airbnb.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Teilens, eine begriffliche und ökonomische Einordnung der Sharing Economy sowie eine Fallstudie zu Airbnb und eine abschließende neue Perspektive auf das Thema.
Sharing Economy, Collaborative Consumption, Teilen, Eigentum, Airbnb, Transaktionskosten, Netzwerkeffekte und Gemeinschaft sind die zentralen Begriffe der Arbeit.
Die Evolutionstheorie dient dazu, die Wurzeln des menschlichen Teilens und der Kooperation zu verstehen, insbesondere durch das Konzept der „Hirschjagd“, um zu erklären, warum Menschen überhaupt kooperieren.
Während Airbnb ein profitorientiertes Unternehmen ist, das den wirtschaftlichen Kreislauf in Sphären des Teilens rückt, war Couchsurfing ursprünglich gemeinschaftsorientiert, wurde jedoch durch seine Umwandlung in ein Unternehmen den gleichen Marktlogiken unterworfen.
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