Bachelorarbeit, 2017
67 Seiten, Note: 1.0
1 Einleitung
2 Grundlagen der Kreditrisikomodellierung
2.1 Charakterisierung von Kreditrisiken
2.1.1 Risikodefinition
2.1.2 Ratings
2.2 Grundbegriffe
2.2.1 Verlustverteilung
3 Modellklassifizierung und Einführung in CreditMetrics
3.1 Modellklassen
3.1.1 Unternehmenswertmodelle
3.1.2 Intensitätsmodelle
3.2 CreditMetrics
3.2.1 Grundidee und Einzeltitelbetrachtung
3.2.2 Betrachtung auf Portfolioebene
4 Modellierung des Kreditrisikos unter CreditMetrics
4.1 Portfolio und Modellparameterschätzung
4.2 Monte-Carlo-Simulation der Verlustverteilung
4.2.1 Ausgangsmodell
4.2.2 Abwandlung der Ausfallwahrscheinlichkeit
4.2.3 Abwandlung der Forderungshöhe
4.2.4 Abwandlung der Verlustquote
4.2.5 Abwandlung der Assetkorrelation
4.2.6 Abwandlung auf heterogene Modellparameter
5 Kritische Würdigung von CreditMetrics
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Kreditrisikomodellierung mittels des Modells CreditMetrics theoretisch fundiert zu erläutern und praxisnah anhand eines künstlich erzeugten Beispielportfolios mittels einer Monte-Carlo-Simulation zu veranschaulichen.
3.2.1 Grundidee und Einzeltitelbetrachtung
CreditMetrics ist ein von J.P. Morgan im Jahr 1997 entwickeltes Kreditrisikomodell, das grundsätzlich unter der Kategorie der Unternehmenswertmodelle einzuordnen ist. Die Modellierung basiert dahingehend ebenso auf der Annahme, dass Kredite über simple Zerobonds Z(t, TM) dargestellt werden (vgl. Anson, 1999). Darüber hinaus stellt CreditMetrics ein Migrationsmodell (Mark-to-Market) dar, womit neben der Ausfallwahrscheinlichkeit des Kreditnehmers auch die Gefahr einer Bonitätsänderung in Bezug auf die in Kapitel 2.1.2 vorgestellten Ratingklassen abgedeckt wird. Das Ziel dieses Kreditrisiko- bzw. Migrationsmodells liegt daher in der Bestimmung des aktuellen Portfoliorisikos und in der Quantifizierung der Unsicherheit des zukünftigen Portfoliowertes, welche das Resultat aus Veränderungen der Bonität darstellt (vgl. Schierenbeck, 2001).
Für die Determination des Risikos werden Forwardpreise F von risikobehafteten Finanzprodukten auf Basis der Zerobonds Z(t, TM) bestimmt. Durch den festgesetzten Preis F ist es möglich, das Zinsänderungsrisiko eines Zerobonds mit Laufzeit TM während der beobachteten, fixierten Periode [t, T] zu eliminieren. Dazu wird ein Forwardkontrakt auf den Zerobond Z(t, TM) zum Bewertungsstichtag bzw. Ausübungszeitpunkt T eingegangen (vgl. Paulsen, 2009).
Der Wert des Zerobonds am Ende der beobachteten Periode ergibt sich demzufolge aus der Aufdiskontierung des heutigen Wertes Z(t, TM) auf das Ende der beobachteten Periode T. Nach der Eliminierung des Zinsrisikos kann auch das Ausfallrisiko eines spezifischen Kreditnehmers im Rahmen des Modells über einen Forwardkontrakt ausgedrückt werden. Jeder Kredit wird dabei als ein vom Kreditgeber in Zeitpunkt t gekaufter Bond aufgefasst, für den der Kreditnehmer, zum Zeitpunkt des Ablaufs TM, einen festgesetzten Preis zurückzahlt. Der Preis hängt dabei von der Rating- bzw. Bonitätseinstufung des Schuldners ab, wobei ein Kreditnehmer mit höherer Ratingklasse auch mehr für seinen Bond erhält.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Bankenregulierung und die Relevanz der Kreditrisikomodellierung ein.
2 Grundlagen der Kreditrisikomodellierung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe und mathematischen Grundlagen für die Modellierung von Kreditrisiken.
3 Modellklassifizierung und Einführung in CreditMetrics: Hier werden unterschiedliche Modellklassen vorgestellt und CreditMetrics als strukturelles Modell im Detail eingeführt.
4 Modellierung des Kreditrisikos unter CreditMetrics: In diesem Kapitel wird die praktische Verlustverteilung anhand eines Beispielportfolios und mittels Monte-Carlo-Simulation erarbeitet.
5 Kritische Würdigung von CreditMetrics: Dieser Abschnitt beleuchtet die Grenzen, Restriktionen und Anforderungen des Modells in der praktischen Anwendung.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige Forschungsansätze.
Kreditrisiko, CreditMetrics, Verlustverteilung, Risikoquantifizierung, Monte-Carlo-Simulation, Ausfallwahrscheinlichkeit, Forderungshöhe, Verlustquote, Assetkorrelation, Unternehmenswertmodell, Rating, Risikodiversifikation, Eigenkapital, Bonitätsänderung, Sensitivitätsanalyse
Die Arbeit beschäftigt sich mit der mathematischen Quantifizierung von Kreditausfallrisiken mittels des flexiblen Modells CreditMetrics und deren Anwendung in einem künstlich erzeugten Portfolio.
Zentrale Themen sind die mathematischen Grundlagen von Unternehmenswert- und Intensitätsmodellen, die Parameter-Schätzung (PD, EAD, LGD), die Modellierung von Korrelationen sowie die Analyse der Verlustverteilung durch Simulationen.
Das primäre Ziel ist es, CreditMetrics theoretisch zu durchdringen und die Modellierung der Verlustverteilung durch eine praktische Anwendung und Sensitivitätsanalysen für die Wissenschaft greifbar und verständlich darzustellen.
Neben der Literaturanalyse und dem Vergleich theoretischer Modelle bildet die quantitative Modellierung mittels Monte-Carlo-Simulation für ein künstliches Portfolio den methodischen Kern der Arbeit.
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Erläuterung der Modellklassen, die theoretische Herleitung von CreditMetrics sowie die anschließende praktische Simulation inklusive der Untersuchung verschiedener Einflussparameter.
Zu den Schlüsselwörtern gehören vor allem Kreditrisiko, CreditMetrics, Verlustverteilung, Risikoquantifizierung und Monte-Carlo-Simulation.
Mit steigender Assetkorrelation nimmt die Konservativität des Modells zu, was eine höhere Eigenkapitalunterlegung erfordert, da eine stärkere Abhängigkeit von makroökonomischen Faktoren unterstellt wird.
Während homogene Parameter zur theoretischen Vereinfachung dienen, ermöglichen heterogene Parameter ein realistischeres Bild der Risikostruktur innerhalb eines Portfolios und verdeutlichen, dass die Risikoprognose stark von der detailgetreuen Einschätzung einzelner Kreditnehmer abhängt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

