Bachelorarbeit, 2013
46 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Verflechtung der kommunalen Struktur in der Bundesrepublik Deutschland
2.1. Staatsaufbau im Föderalen System
2.2. Die kommunale Ebene
3. Einführung in den allgemeinen Verwaltungsaufbau
4. Das Neue Steuerungsmodell
5. Kernelemente und Ziele
5.1. Trennung von Politik und Verwaltung
5.2. Verfahrensinnovationen und Organisationsstruktur
5.3. Kunden- und Wettbewerbsorientierung
6. Umsetzungsstand
6.1. Überblick
6.2. Politik und Verwaltung
6.3. Organisationsstruktur
6.3. Verfahrensinnovationen
6.4. Kundenorientierung
6.5. Wettbewerb
6.6. Zwischenfazit
7. Das Neue Steuerungsmodell in Praxis
7.1. Erfahrungen
7.1.1. Organisationsentwicklung
7.1.2. Personalentwicklung
7.2. Bewertung
8. Gesamtfazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht den Umsetzungsstand und die gesammelten Erfahrungen mit dem Neuen Steuerungsmodell (NSM) in der kommunalen Verwaltung der Bundesrepublik Deutschland, um zu klären, inwieweit das theoretische Konzept in der Praxis implementiert wurde und welche Effekte dabei erzielt werden konnten.
6.3. Organisationsstruktur
Der in diesem Bereich von der KGSt angestoßene Diskurs sieht vor den Verwaltungsaufbau komplett zu restrukturieren und die Organisationsstruktur flexibler zu gestalten. Zentrales Ziel ist es, den Fachbereichen mehr Handlungsmöglichkeiten an die Hand zu geben und im Sinne des „schlanken Staats“ die Anzahl der Hierarchieebenen zu reduzieren. Die Bemühungen der Kommunen, die dezentrale Fach- und Ressourcenverantwortung zu etablieren, waren im Jahr 2004 bereits zu einem großen Teil umgesetzt (54%) bzw. teilweise noch im Aufbau (12% - 154 Befragte). Damit kann die Organisationsentwicklung zum Spitzenfeld der umgesetzten Maßnahmen gezählt werden. Insbesondere in den mittelgroßen Städten und großen Kreisverwaltungen konnte eine sichtbare Tendenz zum Umbau der alten Struktur beobachtet werden. Zum großen Teil wurde auf die kleinteiligen Ämter- bzw. Abteilungsebenen zugunsten größerer Organisationseinheiten verzichtet. Neben der Einführung der Fachbereichsstrukturen zählte in mehr als der Hälfte aller Fälle auch ein Abbau der Hierarchieebenen zum Reformkonzept, da durch die Einführung der Fachbereichsstrukturen häufig eine Führungsebene wegfiel. Doch nicht immer konnte diese neu geschaffene Struktur dauerhaft implementiert werden, so kam es in einigen Städten und Gemeinden in Folge der Überforderung von Leitungskräften wieder zu Re-Hierarchisierungstendenzen. Die Wirkung des Verwaltungsumbaus wurde in der Gesamtschau von den Befragten allerdings weitgehend positiv bewertet; im Besonderen der Erweiterung des Entscheidungsspielraums in den Organisationseinheiten sowie dem so geschaffenen Anreiz zum wirtschaftlichen Umgang mit Ressourcen wurde eine hohe Wirkung attestiert. Als ein weiteres Ergebnis wurde deutlich, dass in einem Teil der Städte und Gemeinden auf diesem Wege Einsparungen erzielt werden konnten.
1. Einleitung: Einführung in das NSM als Prozess der Verwaltungsmodernisierung und Darlegung der Forschungsfrage bezüglich des Umsetzungsstandes in deutschen Kommunen.
2. Die Verflechtung der kommunalen Struktur in der Bundesrepublik Deutschland: Erläuterung des föderalen Staatsaufbaus und der besonderen Rolle der kommunalen Selbstverwaltung innerhalb des politischen Systems.
3. Einführung in den allgemeinen Verwaltungsaufbau: Darstellung der formalen Organisationsstrukturen, einschließlich der Makro-, Meso- und Mikrostruktur sowie der Bedeutung von Einlinien- und Stabsliniensystemen.
4. Das Neue Steuerungsmodell: Vorstellung des von der KGSt entwickelten Konzepts zur Verwaltungsreform als Antwort auf spezifische Steuerungsmängel im öffentlichen Sektor.
5. Kernelemente und Ziele: Beschreibung der zentralen Säulen des NSM, wie die Trennung von Politik und Verwaltung, Verfahrensinnovationen sowie Kunden- und Wettbewerbsorientierung.
6. Umsetzungsstand: Umfassende Analyse des Implementierungsgrades verschiedener NSM-Instrumente auf Basis vorliegender Studien und Erfahrungsberichte.
7. Das Neue Steuerungsmodell in Praxis: Konkrete Betrachtung der Umsetzungsbeispiele in ausgewählten Städten und Kreisen hinsichtlich Organisations- und Personalentwicklung.
8. Gesamtfazit und Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der Modernisierungserfolge, Diskussion der Nachhaltigkeit des Reformprozesses und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Neues Steuerungsmodell, NSM, Verwaltungsmodernisierung, Kommunalverwaltung, KGSt, Reformprozess, Outputorientierung, Budgetierung, Personalmanagement, Kundenorientierung, Wettbewerb, Interkommunaler Leistungsvergleich, Organisationsstruktur, Doppik, Bürgerservice
Die Arbeit befasst sich mit der Verwaltungsmodernisierung in der deutschen Kommunalverwaltung durch das sogenannte Neue Steuerungsmodell (NSM) und untersucht dessen Umsetzung und Wirkung in der Praxis.
Zentrale Themen sind die Restrukturierung der Verwaltung, die Einführung betriebswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente, die Neuausrichtung des Verhältnisses zwischen Politik und Verwaltung sowie die Steigerung der Kunden- und Wettbewerbsorientierung.
Ziel ist es zu ermitteln, inwieweit das theoretische Modell des NSM in der kommunalen Praxis Einzug gehalten hat und welche konkreten Erfahrungen die Kommunen dabei gesammelt haben.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der Auswertung von Erfahrungsberichten und empirischen Studien zur Verwaltungsmodernisierung, um den Umsetzungsstand des NSM zu bewerten.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen NSM-Elemente, ihren theoretischen Hintergrund sowie den tatsächlichen Implementierungsstand in Städten und Gemeinden anhand von Indikatoren wie Budgetierung, Produktbildung und Organisationsumbau.
Die Untersuchung wird maßgeblich durch Begriffe wie Verwaltungsmodernisierung, Neues Steuerungsmodell, Kommunalverwaltung, Outputorientierung und Personalmanagement geprägt.
In vielen Kommunen fungiert der Bürgermeister als treibende Kraft bei der Initiierung und Umsetzung des NSM, da er im Rahmen der modernen Ratsverfassungen eine zentrale Rolle als Leiter der Verwaltung einnimmt.
Der Autor bewertet den Prozess insgesamt als erfolgreich, da ein Wandel hin zu einem flexiblen Dienstleistungsunternehmen stattgefunden hat, auch wenn die flächendeckende Umsetzung aufgrund der hohen Komplexität und lokaler Besonderheiten noch nicht abgeschlossen ist.
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