Bachelorarbeit, 2017
61 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Definition von Stimmung
2.2 Definition von Risikoverhalten
2.3 Forschungsmethoden
2.4 Einfluss von Stimmung auf Risikoverhalten
2.5 Wirkungsunterschiede positiver und negativer Stimmung
2.6 Ableitung der Hypothesen
3. Methode
3.1 Auswahlkriterien
3.2 Vorgehensweise
3.3 Ausgewählte Studien
4. Ergebnisse
4.1 Positive Stimmung erhöht das Risikoverhalten
4.2 Negative Stimmung erhöht das Risikoverhalten
4.3 Stimmung erhöht nicht das Risikoverhalten
4.4 Zusätzliche Ergebnisse aus den Studien
5. Diskussion
5.1 Einfluss von Stimmung auf Risikoverhalten
5.2 Grenzen und Schwächen
5.3 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels eines systematischen Literaturreviews den Einfluss der Stimmung auf menschliches Risikoverhalten. Das primäre Ziel ist es zu klären, welche Stimmungsausprägung – positiv oder negativ – mit einem erhöhten Risiko einhergeht, um durch diese Erkenntnisse Ansätze für eine zielgerichtete Manipulation und Korrektur stimmungsbedingten Risikoverhaltens zu identifizieren.
2.1 Definition von Stimmung
Stimmung wird als ein Gefühl beschrieben, mit möglicher Ausprägung in eine angenehme oder unangenehme Richtung (Neumann, 2014). Definitionen nutzen häufig den Vergleich zu Emotionen. Der Grund hierfür ist, dass beide Begriffe nicht trennscharf sind und in der Praxis oft synonym verwendet werden. Doch Stimmungen und Emotionen sind Unterkategorien für Affekte und weisen demnach auch Unterschiede auf. Nach Parkinson, Totterdell, Briner und Reynolds (2000) werden Emotionen durch spezielle Ereignisse oder Ursachen ausgelöst, setzen schnell ein, sind auf konkrete Objekte oder Ziele gerichtet, dauern eher kurz an und sind von starker Intensität. Stimmungen dagegen sind Affektzustände ohne konkrete Auslösesituation, sind von längerer Dauer und haben eine geringe Intensität.
Stimmungen setzten zudem nicht sofort ein und sind auf kein Ziel oder Objekt gerichtet. Stimmungen und Emotionen stehen allerdings in enger Verbindung, da Stimmungen auch aus Emotionen resultieren können (Parkinson et al., 2000). Trotz allgemeiner Übereinstimmung bezüglich der Unterschiede von Stimmungen und Emotionen, ist eine Unterscheidung in der Praxis auf Grund der ähnlichen Eigenschaften meist kaum möglich (Beedie, Terry & Lane, 2005). Daher wird die Definition von Stimmung in dieser Arbeit erweitert als ein „lang anhaltender emotionaler Zustand“. Für die unterschiedlichen Stimmungsarten (z. B. glücklich, gut, gelassen, entspannt, traurig, schlecht) werden die übergeordneten Kategorien „positiv, neutral und negativ“ verwendet, da sich diese Kategorisierung in der Praxis etabliert hat und daher häufig Anwendung findet (Ostir, Smith, Smith & Ottenbacher, 2005).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz anhand statistischer Daten und begründet die Notwendigkeit des Literaturreviews zur Klärung des Stimmungseinflusses auf das Risikoverhalten.
2. Theoretische Grundlagen: In diesem Kapitel werden die Kernbegriffe Stimmung und Risikoverhalten definiert, relevante Forschungstheorien wie MMH und AIM vorgestellt und die Hypothesen der Arbeit abgeleitet.
3. Methode: Der Abschnitt beschreibt transparent die Auswahlkriterien, die Datenbankrecherche und die Vorgehensweise bei der Identifikation der 21 analysierten Primärstudien.
4. Ergebnisse: Hier werden die Resultate der Primärstudien nach ihrer Unterstützung für H1, H2 oder ihrem neutralen Ergebnis gegliedert und detailliert dargestellt.
5. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die heterogenen Ergebnisse, diskutiert methodische Grenzen und Schwächen der Studien und zieht ein Fazit mit praktischen Implikationen sowie Ausblicken für die Forschung.
Stimmung, Risikoverhalten, Risikoneigung, Risikowahrnehmung, Stimmungseinfluss, Literaturreview, Affect Infusion Model, Mood Maintenance Hypothesis, Risikosituationen, Psychologie, Entscheidungsverhalten, Stimmungsregulation, empirische Studien, Verhaltensanalyse, Risikotoleranz
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Stimmung von Personen und deren Neigung, Risiken einzugehen, basierend auf einem systematischen Literaturreview.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Stimmung und Risikoverhalten, die psychologischen Erklärungsmodelle (MMH und AIM) sowie die empirische Validierung durch aktuelle Studien.
Das Hauptziel ist es, auf Basis existierender Studien zu klären, welche Ausprägung von Stimmung (positiv oder negativ) zu einer Erhöhung des Risikoverhaltens führt, um mögliche Korrekturmaßnahmen zu ermöglichen.
Es handelt sich um ein systematisches Literaturreview, bei dem 21 ausgewählte Primärstudien aus wissenschaftlichen Datenbanken (via EBSCOhost) analysiert und zusammengeführt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte methodische Vorgehensweise bei der Studienauswahl und eine strukturierte Ergebnisdarstellung, die nach der Bestätigung von Hypothesen sortiert ist.
Wesentliche Begriffe sind Stimmung, Risikoverhalten, Risikoneigung, Affect Infusion Model (AIM) und Mood Maintenance Hypothesis (MMH).
Die Forschung zeigt, dass Stimmungstypen und Risikokontexte sehr heterogen sind. Viele Faktoren wie Alter, Geschlecht und situative Bedingungen moderieren das Ergebnis, was eine einfache Verallgemeinerung unmöglich macht.
Die Erkenntnisse bieten Potenziale für Marketing, Verkehrssicherheit und Therapie, indem Menschen durch das Wissen über stimmungsbedingte Verzerrungen vor riskanten Entscheidungen geschützt oder besser beraten werden können.
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