Bachelorarbeit, 2013
56 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Aktueller Forschungsüberblick
1.2 Das Korpus
2 Werbesprache als Untersuchungsgegenstand
2.1 Zum Begriff der Werbesprache
2.2 Funktionen und Ziele der Werbesprache
2.3 Fremdsprachliche Elemente in Werbetexten der Konsumgüterindustrie
2.3.1 Englische Elemente
2.3.2 Französische Elemente
3 Rezeption und Verständlichkeit von Werbetexten
3.1 Begriffsabgrenzung: Rezeption und Verständlichkeit
3.2 Kriterien der Verständlichkeit und des Verstehen von Werbetexten
3.3 Die rezipientenorientierte Perspektive
3.3.1 Ausgangspunkt: Der Uses-and-Gratifications-Ansatz
3.3.2 Der konstruktivistische Ansatz
3.3.3 Semantische und semiotische Bedeutungskonstruktion
4 Studie zur Verständlichkeit und Rezeption von Fremdsprachen in Werbetexten: ein Vergleich zwischen Deutschland und Spanien
4.1 Ziele und Hypothesen
4.2 Methoden
4.3 Englische Elemente in Werbetexten
4.3.1 Die deutsche und spanische Anzeige von Maybelline
4.3.2 Die Ergebnisse der deutschen Studie
4.3.3 Die Ergebnisse der spanischen Studie im Vergleich
4.4 Französische Elemente in Werbetexten: Anzeige Boss
4.4.1 Die deutsche und spanische Anzeige von Boss Nuit
4.4.2 Die Ergebnisse der deutschen Studie
4.4.3 Die Ergebnisse der spanischen Studie im Vergleich
4.5 Fazit: englische und französische Elemente in Werbetexten
5 Schlussbetrachtungen
6 Bibliografie
Die vorliegende Arbeit untersucht die Verständlichkeit und Rezeption englischer und französischer Lexeme in Werbeanzeigen der Konsumgüterindustrie im direkten Vergleich zwischen Deutschland und Spanien. Ziel ist es, auf Basis konstruktivistischer Rezeptionsmodelle zu klären, ob und wie identisch aufgebaute, fremdsprachig geprägte Werbetexte in verschiedenen kulturellen Kontexten wahrgenommen, interpretiert und bewertet werden.
Die Sonderstellung des Englischen
In vielen Werken zur englischen Sprache in der Werbung wird stets deren Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu anderen Sprachen betont (z.B. Kelly-Holmes 2000; Kelly-Holmes 2005; Piller 2003; Kick 2004). Der Grund ist die internationale Stellung der Weltsprache Englisch als lingua franca (z.B. Kelly-Holmes 2005: 75), welche heutzutage nach Schätzung von etwa 95% der Weltbevölkerung als L1 oder L2 gesprochen wird (Nationmaster)5. Kelly-Holmes nennt das Englische aus diesen Gründen ein Symbol ‚anationaler Identität‘, welches Globalität, Progression und Modernismus uniert, das in seiner Erscheinungsform jedoch an keine spezifische Kultur gebunden ist (Kelly-Holmes 2000: 72ff.). Dazu beigetragen hat vor allem die wirtschaftliche Globalisierung durch Firmen und deren outgesourcten Standorte. Als Folge des international agierenden Vertriebes werden das Marketing und die darauffolgende Werbeproduktion dementsprechend auch zunehmend globalisiert. (Kelly-Holmes 2005: 75)
Produkte, die hauptsächlich mit englischen Lexemen beworben werden, stammen in erster Linie aus der Technik (Kelly-Holmes 2005: 70). Darunter zusammengefasst sind, um nur eine kleine Auswahl zu nennen, Automobile, Computer, Stereoanlagen, Fernseher, Medien, Mobiltelefone und Wiedergabegeräte jeglicher Art. Weitere Produktbereiche wären Bekleidung, Gebrauchsgegenstände, verstärkt aber auch Reiseangebote und Kosmetika. (Kick 2004: 32f. ; Piller 2003: 172) Generell ist festzuhalten, dass Produkte aus fast allen Bereichen mit englischen Lexemen beworben werden. Piller 2003 spricht in diesem Kontext von einem ‚brand pidgin‘, welches aus Modifikationen und Mixen des Englischen mit anderen Sprachen entsteht. Dieses Pidgin bewegt die Werbewirtschaft zur Einheitlichkeit der Sprache, um weltweite Verständlichkeit zu erzielen. (Piller 2003: 176)
1 Einleitung: Einführung in die ubiquitäre Präsenz fremdsprachiger Elemente in der Werbung und Formulierung der zentralen Forschungsfrage zur Rezeption globaler Werbestrategien.
2 Werbesprache als Untersuchungsgegenstand: Theoretische Abgrenzung der Werbesprache als instrumentalisierte Sondersprache sowie Einführung linguistischer Begriffe wie Anglizismen und Lehnwörter.
3 Rezeption und Verständlichkeit von Werbetexten: Erörterung der theoretischen Grundlagen des Textverstehens, insbesondere unter Berücksichtigung des konstruktivistischen Ansatzes und der Bedeutung von Vorwissen.
4 Studie zur Verständlichkeit und Rezeption von Fremdsprachen in Werbetexten: ein Vergleich zwischen Deutschland und Spanien: Darstellung der empirischen Untersuchung, die mittels einer standardisierten Befragung die Wirkung englischer und französischer Werbeelemente vergleicht.
5 Schlussbetrachtungen: Synthese der Ergebnisse zur individuellen und kulturabhängigen Rezeption fremdsprachiger Werbeanzeigen sowie Fazit zur Bedeutung kultureller Muster.
6 Bibliografie: Auflistung der im Rahmen der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Literatur.
Werbesprache, Verständlichkeit, Rezeptionsforschung, Konstruktivismus, Anglizismen, Gallizismen, interkultureller Vergleich, Konsumgüterindustrie, Fremdsprachen, Textverstehen, Werbewirkung, country-of-origin-effect, Konsumentenverhalten, Werbeanzeigen, Printwerbung.
Die Arbeit untersucht, wie deutsch- und spanischsprachige Rezipienten fremdsprachige Elemente (Englisch und Französisch) in Werbeanzeigen der Konsumgüterindustrie wahrnehmen und verstehen.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der linguistischen Analyse der Werbesprache, der interdisziplinären Rezeptionsforschung und der Frage nach der kulturellen Bedeutung von Fremdsprachen in der globalen Marketingkommunikation.
Das Ziel ist die Klärung, ob und wie identische, fremdsprachig geprägte Werbeanzeigen in Deutschland und Spanien unterschiedlich verstanden werden und welche Rolle das individuelle Vorwissen dabei spielt.
Die Autorin führt eine standardisierte, einmalige Online-Befragung bei insgesamt 80 Probandinnen durch, ergänzt durch eine qualitative Auswertung von Konnotationen und Assoziationen.
Der Hauptteil analysiert spezifische Printanzeigen für die Produkte Maybelline und Boss Nuit, wobei die Ergebnisse der deutschen und spanischen Zielgruppen detailliert miteinander verglichen werden.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Werbesprache, Verständlichkeit, Rezeptionsforschung, Konstruktivismus, interkultureller Vergleich und der "country-of-origin-effect".
Laut der Arbeit ist dies primär auf das im Vergleich zu Deutschland deutlich niedrigere allgemeine Englischniveau der spanischen Bevölkerung zurückzuführen.
Die Schauspielerin fungiert als Referenzperson, die Exklusivität, Eleganz und einen gehobenen Lebensstandard symbolisiert, wodurch das Parfüm assoziativ mit diesen positiven Attributen aufgeladen wird.
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