Bachelorarbeit, 2016
52 Seiten, Note: 1.8
1. Einleitung
1.1. Sexualisierte Gewalt als ein Teilbereich von sexueller Gewalt
2. Darstellung der sexuellen Gewalt im Spielfilm
2.1. Darstellung von sexueller Gewalt im Kriegs- oder Pornofilm
2.2 Darstellung von sexueller Gewalt in den Jahren 1970 – 1980
2.3. Darstellung von sexueller Gewalt in den Jahren 1980 – 1990
2.4. Darstellung von sexueller Gewalt in den Jahren 1990 – 2000
2.5. Darstellung von sexueller Gewalt in den Jahren 2000 – 2010
2.6. Zwischenfazit: Vergleich der Darstellung der sexuellen Gewalt im Spielfilm
3. Verblendung – oder The Girl with the Dragon Tattoo
3.1. Die Millenium Trilogie – Stieg Larssons Buchvorlage zum Film
3.2. Der Autor – Stieg Larsson
3.3. Der Regisseur David Fincher
3.4. Schauplatz Schweden
4. Analyse einer Filmsequenz (Min. 0:51:30 – 0:55:02)
4.1. Die Handlungsanalyse
4.2. Die Figurenanalyse
4.2.1. Lisbeth Salander – die Antiheldin
4.2.2. Nils Bjurman – nur ein Täter oder auch ein Opfer?
4.3. Die Analyse der Bauform
5. Einordnende Analyse von Verblendung in das Zwischenfazit
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die Darstellung sexualisierter Gewalt gegen Frauen in Hollywood-Spielfilmen zwischen 1970 und 2011, wobei der Fokus insbesondere auf der Analyse der filmischen Umsetzung, den Opfer-Täter-Beziehungen und der verwendeten Kameraführung liegt.
3.1. Die Millenium Trilogie – Stieg Larssons Buchvorlage zum Film
In diesem Abschnitt erfolgen zunächst eine inhaltliche Zusammenfassung des Buches und anschließend eine Genrezuordnung von Verblendung. Der Grund für dieses Vorgehen ist, dass der Film von David Fincher, der den Schwerpunkt dieser Arbeit darstellt, auf der gleichnamigen Buchvorlage von Stieg Larsson basiert.
In dem Buch geht es um Henrik Vanger, dem Inhaber des Vanger Konzerns. Dieser sucht nach der vor über 35 Jahren verschwundenen Enkelin seines Bruders Harriet. Des Weiteren geht der Mann davon aus, dass ein Familienmitglied sie umgebracht hat. Deshalb beabsichtigt er, den Journalisten Mikael Blomkvist für seine private Recherche einzustellen, um so den Mörder zu finden. Während seiner Recherchearbeiten trifft der Journalist auf die junge Lisbeth. Sie steht unter staatlicher Vormundschaft. Während der Handlung wird sie von ihrem Vormund Nils Bjurman vergewaltigt. Sie rächt sich kurze Zeit später, indem sie ihm die Worte „I am a rapist pig“ tätowiert. Blomkvist und Salander ermitteln gemeinsam und finden heraus, dass Harriets Vater Gottfried, seiner Tochter mehrmals vergewaltigte und seine Frau Isabella schlug. Der Bruder des Mädchens sah zunächst bei den Taten seines Vaters zu und vergewaltigte seine Schwester später selbst. Des Weiteren verführte Martin Vanger immer wieder Frauen, die er anschließend in seinem Keller gefangen hielt. Dort vergewaltigte und tötete er sie, meist indem er sie strangulierte. Als Martin das Gefühl hat, dass Blomkvist ihm auf die Spur kommt, überwältigt er den Ermittler in seinem Haus und hält ihn in seinem Keller gefangen. Lisbeth kann Blomkvist befreien und der Täter versucht zu fliehen. Bei seiner Flucht verunglückt Martin mit seinem Auto und stirbt. Harriet, die vor mehr als 35 Jahren verschwand, lebt. Die Frau wollte sich aus den Fängen ihres Bruders befreien und tauchte im Ausland unter. Sie wird von den beiden Ermittlern aufgespürt und wieder mit ihrer Familie zusammengeführt.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der sexuellen und sexualisierten Gewalt sowie Darlegung der Forschungsfrage und methodischen Vorgehensweise.
2. Darstellung der sexuellen Gewalt im Spielfilm: Untersuchung der Gewaltinszenierung in verschiedenen Filmgenres über mehrere Jahrzehnte hinweg, inklusive eines Vergleichs der Ergebnisse.
3. Verblendung – oder The Girl with the Dragon Tattoo: Analyse des Hintergrunds von Buchvorlage, Autor und Regisseur sowie Betrachtung des schwedischen Schauplatzes und der dortigen Gewaltproblematik.
4. Analyse einer Filmsequenz (Min. 0:51:30 – 0:55:02): Detaillierte inhaltliche und technische Untersuchung der Schlüsselszene zwischen Lisbeth Salander und Nils Bjurman.
5. Einordnende Analyse von Verblendung in das Zwischenfazit: Integration der Untersuchungsergebnisse zu "Verblendung" in den zuvor erarbeiteten Kriterienkatalog.
6. Fazit: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Beantwortung der zentralen Fragestellung unter Berücksichtigung der untersuchten Filmbeispiele.
Sexualisierte Gewalt, Hollywood, Spielfilm, Kameraführung, Opfer-Täter-Beziehung, Verblendung, David Fincher, Stieg Larsson, Lisbeth Salander, Voyeurismus, Thriller, Machtausübung, Filmsequenz, Medienanalyse, Gewaltinszenierung.
Die Bachelorarbeit setzt sich mit der filmischen Darstellung sexualisierter Gewalt gegen Frauen in Hollywood-Produktionen zwischen 1970 und 2011 auseinander.
Neben der Definition von sexueller und sexualisierter Gewalt stehen die filmische Bauform, wie Kameraeinstellungen und Perspektiven, sowie die Opfer-Täter-Beziehungen im Zentrum der Analyse.
Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, wie Filmemacher technische Mittel nutzen, um sexualisierte Gewalt gegen Frauen in Dramen und Thrillern zu inszenieren, ohne dabei lediglich den Hass auf Frauen zu fördern.
Die Autorin nutzt eine literatur- und filmwissenschaftliche Analyse, inklusive der Untersuchung exemplarischer Filmbeispiele pro Jahrzehnt und einer detaillierten Analyse einer Schlüsselszene.
Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Analyse der Gewaltentwicklung im Film, die spezifische Betrachtung von Stieg Larssons "Verblendung" und eine eingehende technische Untersuchung einer konkreten Filmszene aus David Finchers Verfilmung.
Wichtige Begriffe sind unter anderem sexualisierte Gewalt, Kameraführung, Voyeurismus, Opfer-Täter-Konstrukt und filmische Bauform.
Diese Szene bildet einen Schwerpunkt, da sie die Machtdynamik und die Rollenverteilung zwischen Täter und Opfer in einer hochspannenden, visuell komplexen Sequenz verdeutlicht, die zentrale Motive der gesamten Arbeit aufgreift.
Die Kameraeinstellungen werden als entscheidendes Mittel identifiziert, um den Zuschauer entweder in die Rolle eines distanzierten Beobachters oder eines Voyeurs zu versetzen und somit die Wahrnehmung der Gewalt moralisch und ästhetisch zu steuern.
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