Diplomarbeit, 2007
79 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Synergie
2.1 Synergiebegriff
2.2 Synergien in der Betriebswirtschaft
2.2.1 Synergiepotenzial
2.2.2 Synergieeffekt
2.2.3 Negative Synergien
3. Synergieklassifikationen
3.1 Grundlegende Synergieeinteilungen
3.1.1 Materielle Synergien
3.1.2 Immaterielle Synergien
3.1.3 Finanzwirtschaftliche Synergien
3.2 Kosten- und erlösbasierte Synergien
3.2.1 Kostensynergien
3.2.2 Erlössynergien
4. Konzeption eines Synergiecontrollings
5. Synergiecontrolling
5.1 Strategisches Synergiecontrolling
5.1.1 Strategische Planung
5.1.2 Strategische Kontrolle
5.2 Operatives Synergiecontrolling
5.2.1 Operative Planung
5.2.2 Operative Kontrolle
5.2.3 Operative Steuerung
6. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Konzeption eines Synergiecontrollings, um Unternehmensführungen bei der Planung, Steuerung und Überwachung der Identifikation, Beurteilung und Realisierung von Synergiepotenzialen zu unterstützen und somit langfristig den Unternehmenswert zu steigern.
3.1.3 Finanzwirtschaftliche Synergien
In finanzwirtschaftlicher Hinsicht können Synergien einerseits bei der Innenfinanzierung wie auch bei der Außenfinanzierung des Verbundunternehmens entstehen. Daneben kann ein Unternehmen aus einer verbundinduzierten Optimierung seiner Kapitalstruktur Synergien schöpfen.
Zunächst sollen Synergien bei der Innenfinanzierung dargestellt werden. Ein Verbundunternehmen kann durch die Schaffung eines internen Kapitalmarktes in die Lage versetzt werden, seine Innenfinanzierungskapazität zu erhöhen und damit seine Abhängigkeit von teuren, externen Kapitalquellen verringern. Dieser interne Kapitalmarkt gestattet es einer zentralen finanzwirtschaftlichen Führung innerhalb des Unternehmensverbundes, positive Cashflows aus liquiden Unternehmensbereichen in wachstums- und zukunftsträchtige Geschäftsbereiche umzulenken. Mithilfe eines internen Kapitalmarktes können folglich freie Cashflows aus gesättigten und hohe Gewinne erwirtschaftenden Geschäftsfeldern (cash cows) zu Geschäftsfeldern transferiert werden, die sich noch in der Entwicklung befinden und dementsprechend ausgiebiger Investitionen bedürfen (stars). Es kann somit eine Portfolio-Balance innerhalb eines Verbundunternehmens herbeigeführt werden, die auf einem monetären Ausgleich zwischen Geschäftsbereichen mit Mittelbindung und Geschäftsbereichen mit Mittelfreisetzung beruht.
Durch einen internen Kapitalmarkt wird ein Unternehmen in die Lage versetzt, zu tätigende Investitionen ohne Rückgriff auf Fremdkapital selbst zu finanzieren. Aus den sich im Vergleich zu einer Fremdfinanzierung ergebenden niedrigeren Kapitalkosten resultieren finanzwirtschaftliche Synergien. Zusätzlich wird es dem Unternehmen gestattet, bisher brachliegendes Kapital innerhalb des eigenen Unternehmens rentabler anzulegen.
1. Einleitung: Einführung in die Problemstellung der Synergierealisierung bei Unternehmenszusammenschlüssen und Definition des Zielrahmens für ein Synergiecontrolling.
2. Synergie: Erläuterung des etymologischen Synergiebegriffs und dessen Bedeutung in der betriebswirtschaftlichen Theorie und Praxis.
3. Synergieklassifikationen: Systematisierung von Synergien in materielle, immaterielle und finanzwirtschaftliche Typen sowie deren Wirkungsweise auf Kosten und Erlöse.
4. Konzeption eines Synergiecontrollings: Diskussion der theoretischen Ansätze zur Implementierung eines Synergiecontrollings als ergänzendes Subsystem des Controllings.
5. Synergiecontrolling: Detaillierte Darstellung der strategischen und operativen Instrumente zur Planung, Kontrolle und Steuerung von Synergien über alle Unternehmensphasen hinweg.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Würdigung der Bedeutung eines kooperationsorientierten Synergiecontrollings für den langfristigen Unternehmenserfolg.
Synergiecontrolling, Synergiepotenzial, Synergieeffekt, Unternehmenswertsteigerung, Kostensynergien, Erlössynergien, Strategische Planung, Operative Kontrolle, Kostenführerschaft, Differenzierung, Wertkette, Finanzwirtschaftliche Synergien, Portfolio-Management, Shareholder-Value, Synergierealisierung.
Die Arbeit behandelt die systematische Planung, Steuerung und Überwachung von Synergiepotenzialen durch ein spezialisiertes Synergiecontrolling, um den Unternehmenswert zu steigern.
Zentral sind die Klassifizierung von Synergien (kosten- vs. erlösbasiert), die methodische Einbettung des Controllings und die praktische Umsetzung in strategischen sowie operativen Unternehmensprozessen.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen Synergien aktiv heben können, anstatt sich auf zufällige Effekte zu verlassen, um so die Unternehmensführung fundiert zu unterstützen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte zum Synergiemanagement und Controlling, die zu einer konsistenten Systematik des Synergiecontrollings zusammengeführt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Systematisierung von Synergien, die konzeptionelle Einbettung des Controllings sowie die detaillierte Ausarbeitung von Strategien zur Planung und Kontrolle in verschiedenen Unternehmensbereichen.
Die wichtigsten Begriffe sind Synergiecontrolling, Synergiepotenzial, Wertsteigerung und der kybernetische Regelkreis der Steuerung.
Während das strategische Synergiecontrolling die Planung und Bewertung langfristiger Synergiestrategien umfasst, fokussiert das operative Synergiecontrolling auf die Umsetzung der Maßnahmen und die laufende Kontrolle der Synergiewirkungen im laufenden Geschäftsjahr.
Sie ist notwendig, um Synergiewirkungen verursachungsgerecht zwischen verschiedenen Abteilungen aufzuteilen und Doppelzählungen oder Fehlallokationen bei der Erfolgsrechnung zu vermeiden.
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