Bachelorarbeit, 2014
64 Seiten, Note: 1,0
1. Prolog
2. Der kontinentale Rationalismus
2.1. René Descartes (1596 – 1650) - Der universelle Zweifel
2.2. Gottfried Wilhelm von Leibniz (1646 – 1716) - Das Streben nach Harmonie
3. Der englische Empirismus
3.1. John Locke (1632 – 1704) - Das unbeschriebene Blatt Papier
3.2. David Hume (1711 – 1776) – der Skeptiker unter den Empiristen
4. Immanuel Kant (1720 – 1804) - der transzendentale Kompromiss
4.1. Kants Metaphysik
4.1.1. Die kopernikanische Wende
4.1.3. Das Schöne und das Erhabene
4.1.4. Was ist denn nun der Mensch?
4.2. Der Einfluss auf Schiller (1759-1805)
5. Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770 – 1831) - der optimistische Idealismus
5.1. Hegel und der Weltgeist
5.2. Die Dialektische Entwicklung
6. Arthur Schopenhauer (1788 – 1860) - der pessimistische Idealismus
6.1. Die Welt als Selbsterkenntnis des Willens
6.2. Erlösung durch Kunst?
7. Friedrich Nietzsche – Die Geburt des Ästhetizismus
7.1. Biographie / Werke
7.2. Die Frage nach der Lebenskraft des Menschen
7.2.1. Moral- und Wahrheitskritik
7.2.2. Die Umwertung aller Werte
7.2.3. Der Übermensch und die ewige Wiederkehr
7.3. Der Einfluss auf Thomas Mann (1875-1955) und Hermann Hesse (1877-1962)
8. Epilog
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Philosophie und Literatur, wobei der Fokus auf dem Einfluss von Immanuel Kant und Friedrich Nietzsche auf bedeutende Literaten wie Schiller, Thomas Mann und Hermann Hesse liegt. Ziel ist es, die philosophische Fundierung ihrer Werke zu analysieren und zu erörtern, welche Bedeutung diese für das gesellschaftliche Denken jener Zeit hatten.
Die kopernikanische Wende
Zwar gelten seine Werke gemeinhin als schwer verständlich doch genau genommen folgt er in seinen Argumentationen einer konsequenten Ordnung. Sein Erstlingswerk, die Kritik der reinen Vernunft, widmete sich der ersten Fragestellung und erschien im Jahre 1781. Sie markierte die Geburt des deutschen Idealismus, wie ihn Hegel später maßgeblich beeinflussen sollte. Nicht wenige vermuten in der Kritik der reinen Vernunft den größten Beitrag zur modernen Philosophiegeschichte.
Ausgangspunkt unserer Erkenntnis ist also nach wie vor die Sinneserfahrung aber auch die Vernunft ist wichtig dafür, wie wir die Welt in uns auffassen. Demzufolge gibt es Bedingungen in uns selbst, die unsere Auffassung der Welt mitbestimmen. Um welche Bedingungen es sich dabei handelt, lässt sich in Kants transzendentaler Ästhetik nachlesen: „Vermittelst des äußeren Sinnes stellen wir uns Gegenstände als außer uns, und diese insgesamt im Raume vor. […] Die Zeit ist eine notwendige Vorstellung, die allen Anschauungen zu Grunde liegt.“ Die beiden Formen der Sinnlichkeit (Raum und Zeit) sind gleichzeitig auch ihre Rahmenbedingungen. „Außerhalb von Raum und Zeit gibt es keine Individuen, keine Vielheit a fortiori keine Personalität.“ Somit ist der Erkenntnisprozess nur über den Weg des Subjektes gangbar. Inhalt der transzendentalen Logik ist die Teilung des Verstandes in 12 Kategorien. Unter Kategorien versteht der Philosoph logische Strukturen, die bei jedem Urteil anwesend sind und der Erkenntnis der Dinge dienen. Erstmalig zeigte jemand, dass das, „was der Mensch an Wahrheit, an Erkenntnis hat, nicht einfach eine Widerspiegelung […] sei, sondern ein Konstrukt seiner Vernunft, der Kräfte seiner Subjektivität, seines Bewusstseins, ein Konstrukt in den Grenzen dessen, was ihm seine Vernunft an Erfahrungen ermöglicht.“
Im Kern steht mithin ein Wechsel vom Menschen als passives Objekt, welches die Sinneseindrücke ähnlich wie ein Schwamm in sich aufnimmt, hin zu einem selbsterkennenden Subjekt. Dieser Gedanke war damals so spektakulär, dass Kant ihn mit der kopernikanischen Wende in der Astronomie verglich.
1. Prolog: Das Kapitel führt in die grundlegende Spannung zwischen Kunst und Wissenschaft ein und skizziert den Aufbau der Arbeit.
2. Der kontinentale Rationalismus: Hier werden René Descartes und Gottfried Wilhelm von Leibniz als Vertreter des Rationalismus vorgestellt, die das reine Denken über die Erfahrung stellten.
3. Der englische Empirismus: Dieses Kapitel behandelt die Erkenntnistheorien von John Locke und David Hume, die den Ursprung der Erkenntnis in der Sinneserfahrung sehen.
4. Immanuel Kant (1720 – 1804) - der transzendentale Kompromiss: Kant wird als Mittler zwischen Rationalismus und Empirismus dargestellt, der mit seiner Kritik der reinen Vernunft die Voraussetzungen für menschliche Erkenntnis neu definierte.
5. Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770 – 1831) - der optimistische Idealismus: Das Kapitel erläutert Hegels Geschichtsphilosophie und seine dialektische Methode als Prozess der Selbstverwirklichung des Geistes.
6. Arthur Schopenhauer (1788 – 1860) - der pessimistische Idealismus: Hier wird Schopenhauers Philosophie des Willens als Antwort auf Hegel sowie seine Auffassung der Kunst als Fluchtweg aus dem Leiden analysiert.
7. Friedrich Nietzsche – Die Geburt des Ästhetizismus: Dieses umfangreiche Kapitel widmet sich der Biographie Nietzsches und seiner radikalen Kritik an Moral, Wahrheit und Christentum sowie seinem Konzept des Übermenschen.
8. Epilog: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und reflektiert die bleibende Bedeutung von Kant und Nietzsche für das geisteswissenschaftliche Denken.
Aufklärung, Rationalismus, Empirismus, Transzendentalphilosophie, Metaphysik, Idealismus, Ästhetizismus, Wille zur Macht, Übermensch, ewige Wiederkehr, Moralkritik, Literaturgeschichte, Subjektivität, Existenzphilosophie, Nihilismus.
Die Arbeit untersucht das wechselseitige Verhältnis von Philosophie und Literatur, wobei der Fokus auf der Bedeutung von Kants Erkenntnistheorie und Nietzsches Kulturkritik für deutsche Literaten liegt.
Die Arbeit deckt die Epoche vom kontinentalen Rationalismus und englischen Empirismus über den Idealismus bis hin zum Ästhetizismus von Friedrich Nietzsche ab.
Ziel ist es, den philosophischen Einfluss auf Denker und Literaten wie Schiller, Mann und Hesse aufzuzeigen und zu analysieren, wie diese philosophischen Konzepte in der Literatur verarbeitet wurden.
Es handelt sich um einen ideengeschichtlichen und literaturwissenschaftlichen Vergleich, der paradigmatisch anhand zentraler Schriften der Philosophen und Literaten durchgeführt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine philosophische Analyse von Kant, Hegel, Schopenhauer und Nietzsche sowie die anschließende Untersuchung, wie sich deren Theorien in den Werken von Schiller, Thomas Mann und Hermann Hesse niederschlagen.
Zentrale Begriffe sind der transzendentale Idealismus, die kopernikanische Wende, der Wille zur Macht, der Ästhetizismus und die Umwertung aller Werte.
Während Kant nach den notwendigen Bedingungen der Erkenntnis sucht, kritisiert Nietzsche die Möglichkeit absoluter Wahrheit als solche und interpretiert Erkenntnis lediglich als perspektivische Konstruktion.
Es dient als Metapher dafür, dass wir die Welt nicht „an sich“ sehen können, sondern immer nur durch die Brille unserer eigenen Vernunftstrukturen, was bei Kleist eine existenzielle Krise auslöste.
Mann thematisiert in seinen Werken, insbesondere im „Doktor Faustus“, die Isolation des Künstlers und die psychologische Belastung durch eine übersteigerte künstlerische Genialität, die direkt an Nietzsches Biographie und Philosophie anknüpft.
Bei Hesse symbolisiert der Fluss das Ewig-Gegenwärtige und den unaufhörlichen Wandel, was als Kritik an Kants statischem Raum-Zeit-Begriff und als Verknüpfung mit Hegels Geschichtsverständnis gedeutet wird.
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