Masterarbeit, 2016
85 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundschule in Rheinland-Pfalz
2.1 Normative Vorgaben
2.2 Allgemeine und strukturelle Merkmale
2.3 Inhaltlich-pädagogische Aspekte / Schwerpunkt Sprachförderung
3 Migranten und Migrantinnen in Rheinland-Pfalz
3.1 Begriffsbestimmung und Migrationsgründe
3.2 Historische und rechtliche Grundlage
3.3 Aktuelle Zahlen und Fakten / Unterstützungssysteme
4 Flüchtlingsarbeit im regionalen Kontext
4.1 Staatliche Organisationen / Institutionen
4.2 Nichtstaatliche Organisationen / Institutionen
4.3 Schule und Sprachförderung
5 Fazit und Ausblick
Diese Masterarbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen der Integration von Flüchtlingskindern in das deutsche Schulsystem, wobei der Fokus spezifisch auf den Rahmenbedingungen und pädagogischen Möglichkeiten in rheinland-pfälzischen Grundschulen, insbesondere im städtischen Raum von Koblenz, liegt.
3.1 Begriffsbestimmung und Migrationsgründe
Das lateinische Verb migrare bedeutet so viel wie auswandern oder wegziehen. Ein Migrant ist daher der semantischen Wortherkunft nach nichts anderes als ein Auswanderer aus seinem ehemaligen Herkunfts- beziehungsweise Heimatland. Diese Erkenntnis alleine genügt jedoch nicht, um ein umfassendes Verständnis des Begriffes zu generieren, da bei der vorgelegten Übersetzung viele Aspekte unbeachtet bleiben. An dieser Stelle ist es daher sinnvoll eine nähere Betrachtung anzustellen, um den Migrationsbegriff in angemessener Form mit Inhalt füllen zu können. Soziologisch gesehen kann er unter vier verschiedenen Aspekten beurteilt werden. Zunächst einmal werden dabei die Migrationsbewegungen in die beiden räumlichen Aspekte Binnenwanderung und internationale Wanderung eingeteilt. Unter Binnenwanderung versteht man eine Wanderungsbewegung von Teilen der Bevölkerung innerhalb der Grenzen einer Region oder eines Staates. Ein klassisches Beispiel hierfür ist die Landflucht, bei der es zu einer raschen Abwanderung der Landbevölkerung in städtische Gebiete kommt. Dieser Prozess ist auch als Urbanisierung bekannt. Im Unterschied dazu werden bei einer internationalen Wanderung die Landesgrenzen verlassen, sodass sich der Wohnsitz des Migranten fortan in einem anderen Land befindet.
Der zweite Aspekt betrifft vorrangig die zeitliche Komponente. Dabei wird zwischen temporärer, also einer zeitlich befristeten Änderung des Wohnstandorts, der häufig mit saisonalen Arbeitsmöglichkeiten verbunden ist und ein gewisses Maß an Mobilität voraussetzt, und dauerhafter, sprich zeitlich unbefristeter, Auswanderung unterschieden. Bis 1950 war die Einteilung in Langzeit Migration (der Aufenthalt dauert länger als 12 Monate), Kurzzeit Migration (der Aufenthalt ist zwischen 3 und 12 Monaten lang) und einem vorübergehenden Aufenthalt (der Verbleib ist auf maximal 3 Monate begrenzt) üblich. Ab 1960 gilt für die internationale statistische Erfassung von Migrationsbewegungen ein Wohnortswechsel, der länger als fünf Jahre besteht, als Migration.
1 Einleitung: Die Einleitung stellt das hochaktuelle Thema der Flüchtlingskinder im deutschen Schulsystem vor, formuliert die zentrale Fragestellung und gibt einen strukturellen Überblick über den Aufbau der Arbeit.
2 Grundschule in Rheinland-Pfalz: Dieses Kapitel analysiert die gesetzlichen Rahmenbedingungen und das Bildungssystem in Rheinland-Pfalz, wobei ein besonderer Fokus auf den strukturellen Merkmalen und der inhaltlich-pädagogischen Bedeutung der Sprachförderung liegt.
3 Migranten und Migrantinnen in Rheinland-Pfalz: Das Kapitel definiert den Migrationsbegriff, erläutert die verschiedenen Migrationsgründe und bietet einen historischen sowie rechtlichen Abriss, ergänzt durch aktuelle statistische Daten zur Ausländerbevölkerung.
4 Flüchtlingsarbeit im regionalen Kontext: Dieser Teil untersucht konkrete staatliche und nichtstaatliche Unterstützungsangebote für Flüchtlinge in der Region und vertieft die didaktisch-methodischen Ansätze für eine gezielte Sprachförderung im Grundschulunterricht.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und reflektiert über die Bedeutung einer zukünftigen Sprachförderung für eine gelingende Integration im Bildungssektor.
Flüchtlinge, Grundschule, Rheinland-Pfalz, Sprachförderung, Migration, Zwangsmigration, Integration, Bildungsstandards, Schulsystem, Migrationsgründe, Koblenz, Zweitspracherwerb, Unterstützungsstrukturen, Pädagogik, Deutsch als Zweitsprache.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Rahmenbedingungen, Perspektiven und Möglichkeiten für die schulische Arbeit mit Flüchtlingskindern in der Primarstufe, mit einem regionalen Schwerpunkt auf dem Bildungssystem in Rheinland-Pfalz und der Stadt Koblenz.
Die Arbeit gliedert sich in die Bereiche: normative und strukturelle Vorgaben des Bildungssystems, soziologische und rechtliche Hintergründe der Migration sowie praktische Ansätze der regionalen Flüchtlingshilfe und schulischen Sprachförderung.
Ziel ist es, die spezifischen Anforderungen und bestehenden Möglichkeiten zu analysieren, um Flüchtlingskinder effektiv in das rheinland-pfälzische Grundschulwesen zu integrieren, wobei die Sprachförderung als essenzieller Schlüssel identifiziert wird.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse rechtlicher Grundlagen, bildungspolitischer Rahmenpläne sowie einer Auswertung aktueller statistischer Daten zur Migrations- und Flüchtlingssituation.
Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende Analyse des Bildungssystems, die theoretische Aufarbeitung des Migrationsbegriffs und der -theorien sowie eine detaillierte Darstellung der staatlichen und nichtstaatlichen Hilfsstrukturen und schulpraktischen Sprachförderkonzepte.
Zentrale Begriffe sind Flüchtlinge, Grundschule, Sprachförderung, Integration, Zwangsmigration, rheinland-pfälzisches Schulsystem und Zweitspracherwerb.
Die Arbeit verdeutlicht, dass beide Ansätze sich ergänzen und nicht konkurrieren sollten, um sowohl die Deutschkompetenz als auch die kognitive und kulturelle Identität der Kinder im Sinne der Interdependenz-Hypothese ganzheitlich zu stärken.
Die Kommunen sind entscheidende Akteure, die in enger Kooperation mit dem Land sowie staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen vor Ort für die Aufnahme, Unterbringung und eine gelingende Integration sorgen, unterstützt durch Instrumente wie den Willkommensatlas.
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