Magisterarbeit, 2004
91 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Einordnung der Themenstellung
1.2 Forschungsstand und Literaturbericht
1.3 Aufbau der Arbeit
DAS VERHÄLTNIS VON POLITIK UND GESELLSCHAFT ZUR JUGEND
2. Die Jugend in der modernen Gesellschaft
2.1 Wissenschaftliche Differenzierung des Jugendbegriffs
2.2 Jugend in der öffentlichen Wahrnehmung
2.3 Jugend und Politik
3. Die Jugendpolitik in Deutschland
3.1 Jugendpolitik: Begriffsbestimmung
3.2 Jugendpolitik und Politik
3.3 Jugendpolitik als Jugendhilfepolitik
3.4 Modell jugendpolitischen Handelns
4. Die Ursachen der defizitären Entwicklungen
4.1 Verlust demographischer Bedeutung
4.2 Wertewandel und Verlust gesellschaftlicher Anerkennung
4.3 Jugend als Problem des politischen Systems
5. Mangel an sozialen Kompetenzen – zwei Beispiele
5.1 Rückläufiges öffentliches Engagement
5.2 Gewaltbereitschaft
5.3 Gemeinsamkeiten
DAS PROJEKT „AGGRESSIONSVERMINDERUNG“ UND DIE ERKENNTNISSE DARAUS
6. Die bisherigen Thematisierungen zur Verminderung von Jugendgewalt
6.1 Ansätze
6.2 Praxisfeld Schule
6.3 Praxisfeld Justizvollzugsanstalt
6.4 Bisherige Konzepte zur Verminderung von Aggression und Gewalt
7. Die Fragestellungen und Ziele der durchgeführten Studie
7.1 Zur Notwendigkeit einer solchen Studie
7.2 Theoretische Grundlagen der Studie
7.3 Definition und Arten aggressiven Verhaltens
8. Das Informationsverarbeitungs-Modell der Studie
8.1 Modell von Crick und Dodge
8.2 Situationsinterpretation und Kausalzuweisung
8.3 Handlungsausführung und Einfluss von Emotionen
9. Das Untersuchungsdesign der vorliegenden Studie
9.1 Variablen und Untersuchungsplan
9.2 Vorgehen, Arbeitsschritte und Zeitplan
9.3 Übersicht über die verwendeten Methoden
10. Ergebnisse der Studie
10.1 Übersicht über die Ergebnisse
10.2 Abschließende Anmerkungen zur Studie
11. Resümee
11.1 Zusammenfassung
11.2 Fazit
Die Arbeit untersucht das jugendliche Konfliktverhalten und die Möglichkeiten der Aggressionsverminderung unter Berücksichtigung kognitiver Moderatoren. Das zentrale Ziel ist es, Verantwortlichen aus der Jugendarbeit fundierte, effiziente und praktikable Interventionsansätze aufzuzeigen, die über rein repressive Maßnahmen hinausgehen und die sozialen Kompetenzen Jugendlicher stärken.
8.1 Modell von Crick und Dodge
Das ursprüngliche Modell von Dodge geht bei dem Informationsverarbeitungsprozess von folgenden Schritten aus:
Enkodierung, das heißt Akt der Wahrnehmung, der Aufmerksamkeit und des Empfindens einer bestimmten sozialen Situation;
Repräsentation im Sinne einer selektiven Wahrnehmung, wobei alles vorhandene Wissen einbezogen, aktiviert, interpretiert und bei der Enkodierung rückgekoppelt wird;
Suche nach verschiedenen Handlungsmöglichkeiten;
Entscheidung über Reaktionsmöglichkeiten, wobei über Konsequenzen nachgedacht wird, Ergebnisse des Handelns bewertet werden und, falls keine der Reaktionsmöglichkeiten in Betracht kommen, nach einer neuen gesucht wird;
Handlungsausführung, wobei bestimmte Handlungen ausgewählt, dann überwacht und gesteuert und nach ihrem Ergebnis bewertet werden.
1. Einleitung: Die Einleitung ordnet die Themenstellung ein, skizziert den Forschungsstand und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2. Die Jugend in der modernen Gesellschaft: Dieses Kapitel differenziert den Jugendbegriff wissenschaftlich und analysiert, wie Jugend in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.
3. Die Jugendpolitik in Deutschland: Es wird die Jugendpolitik als System hinterfragt, wobei insbesondere die Rolle als Jugendhilfepolitik und das Defizit einer ganzheitlichen Jugendpolitik thematisiert werden.
4. Die Ursachen der defizitären Entwicklungen: Hier werden demografische Faktoren, Wertewandel und die Wahrnehmung von Jugend als Problem des politischen Systems als Ursachen analysiert.
5. Mangel an sozialen Kompetenzen – zwei Beispiele: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand von öffentlichem Engagement und Gewaltbereitschaft die Problematik defizitärer sozialer Kompetenzen.
6. Die bisherigen Thematisierungen zur Verminderung von Jugendgewalt: Ein Überblick über existierende Ansätze zur Prävention und Intervention in Schule und Justiz.
7. Die Fragestellungen und Ziele der durchgeführten Studie: Darstellung der Notwendigkeit der Studie, ihrer theoretischen Grundlagen und der Definition von aggressivem Verhalten.
8. Das Informationsverarbeitungs-Modell der Studie: Erläuterung des kognitiven Informationsverarbeitungsmodells von Crick und Dodge, das der Studie als theoretisches Fundament dient.
9. Das Untersuchungsdesign der vorliegenden Studie: Beschreibung des methodischen Vorgehens, der Variablen, des Zeitplans und der eingesetzten Testverfahren.
10. Ergebnisse der Studie: Präsentation der Studienergebnisse zur Wirksamkeit der Intervention, differenziert nach den Bereichen Schule und Gefängnis.
11. Resümee: Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse und ein Fazit zur aktuellen jugendpolitischen Situation in Deutschland.
Jugend, Politik, Gesellschaft, Aggression, Jugendgewalt, Prävention, Intervention, Jugendhilfepolitik, soziale Kompetenzen, Informationsverarbeitung, Kognition, Standpunkte, Delinquenz, Partizipation, Jugendforschung
Die Arbeit befasst sich mit jugendlichem Konfliktverhalten, der theoretischen Einbettung in die Jugendpolitik und der praktischen Erprobung eines Interventionsprogramms zur Aggressionsverminderung.
Zu den Schwerpunkten gehören das Verhältnis von Jugend und Politik, die Analyse jugendlicher Defizite, der Einfluss kognitiver Informationsverarbeitung auf das Verhalten und die Wirksamkeit pädagogischer Interventionskonzepte.
Das Ziel ist es, ein wissenschaftlich fundiertes Interventionsinstrument ("Standpunkte") zu validieren, das Jugendlichen hilft, ihre sozialen Kompetenzen zu steigern und aggressive Verhaltensmuster zu reduzieren.
Es handelt sich um eine empirische Replikationsstudie (basierend auf Guerra & Slaby), die ein Kontrollgruppendesign verwendet, um die Veränderungen durch das Training mittels Prä- und Posttests messbar zu machen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Modell der Informationsverarbeitung) und eine empirische Studie, die dieses Modell an jugendlichen Straftätern und Schülern praktisch anwendet.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Jugendpolitik, Aggressionsverminderung, soziale Informationsverarbeitung, Prävention, politische Partizipation und kognitive Moderatoren aus.
Das Programm ist besonders effizient, da es kognitive Defizite bei der Informationsverarbeitung direkt adressiert und bei den Teilnehmern zu einer nachhaltigen Verbesserung der Problemlösekompetenz führen kann.
Die Unterscheidung hilft dabei, gezieltere Interventionsstrategien zu entwickeln, da reaktive Aggression stärker aus fehlerhaften kognitiven Verarbeitungsprozessen resultiert, die im Training gezielt korrigiert werden können.
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