Bachelorarbeit, 2016
41 Seiten, Note: 1.0
1. Motivation und Zielstellung
1.1 Hintergrund
1.2 Forschungsfrage und Gliederung der Analyse
2. Technologie der Blockchain
2.1 Konzeption
2.2 Kritikpunkte
2.3 Anwendungsspektrum
2.3.1 Finanztransaktionen
2.3.2 Smart Contracts
2.3.3 Dezentrale Organisationen
2.3.4 Erweiterter Forschungs- und Anwendungskreis
2.4 Zwischenfazit Blockchain
3. Technologiebewertung
3.1 Abgrenzung des Technologiebegriffs
3.2 Ansätze der Technologiebewertung
3.3 Vorgehen und Methoden der Technologiebewertung
4. Strukturierung des Bewertungsverfahrens für Blockchain
4.1 Eingrenzung des Bedarfs
4.2 Konkretisierung der Bewertungsmethode
5. Bewertung der Technologie Blockchain
6. Diskussion
7. Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert den aktuellen Forschungsstand der Blockchain-Technologie, um mittels einer indikativen Bewertung ihre Potentiale und Risiken zu identifizieren und Anforderungen an ein geeignetes Technologiebewertungsverfahren abzuleiten.
2.1 Konzeption
Blockchain ist eine Netzwerktechnologie, die als dezentral verteilte Datenbank den direkten (d.h. peer-to-peer) Transfer von Rechten zwischen den Netzwerkteilnehmern ermöglicht (Yermack, 2015; BlockchainTechnologies.com, 2016). Zum einen realisiert Blockchain ein sich selbstkontrollierendes und -ausführendes System, in welchem Vertrauen zwischen den einzelnen Knotenpunkten nicht vorausgesetzt wird. Zum anderen wird mittels kryptographischer Verfahren die Konsistenz der Informationen gewährleistet und Manipulation erschwert (Atzori, 2015; Brandon, 2016; Fanning und Centers, 2016). Sonst oft notwendige Intermediäre werden durch eine gesonderte Gruppe an Netzwerkteilnehmern ersetzt, welche ihre Arbeitsleistung für den Erhalt des Blockchain-Netzwerkes anbieten. Die Technologie gewann erstmals große Präsenz mit der Veröffentlichung der Arbeit und ersten Anwendung „Bitcoin: A peer-to-peer electronic cash system“ (Nakamoto, 2008).
Der Aufbau der Blockchain lässt sich als Kette von Datenblöcken beschreiben, welche die gesamte Historie aller getätigten Transaktionen von Rechten in einem Netzwerk speichert. Ein Block beinhaltet alle Transaktionen zwischen Netzwerkteilnehmern, welche in einem vordefinierten Zeitabschnitt getätigt wurden (Fanning und Centers, 2016; Spancken et al., 2016). Die Transaktionen werden mittels eines Verschlüsselungsverfahrens chronologisch in die Kette integriert, wodurch die Blockchain kontinuierlich wächst. Der Inhalt des Blockes ist eine digitale Information und kann vielfältige Formate, bspw. Text, Grafiken, Videos, annehmen (Koonce, 2016). Die Kette (d.h. Datenbank) ist zu jeder Zeit vom gesamten Netzwerk einsehbar, auf Grund der dezentralen Speicherung bei jedem Teilnehmer (Wang und Liu, 2015; Spancken et al., 2016). Dieser Aufbau gewährleistet vollständige Transparenz der Informationen in der Datenbank, da sie von jedem nachvollzogen werden können, wodurch Manipulationsversuche (z.B. die multiple Ausgabe eines digitalen Währungsbestands - „Double-Spending“) einer Partei aufgedeckt würden (Atzori, 2015; Yli-Huumo et al., 2016; Coy und Kharif, 2016).
1. Motivation und Zielstellung: Einleitung in das Thema Blockchain, Darlegung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Relevanz sowie Formulierung der Forschungsfragen.
2. Technologie der Blockchain: Erläuterung der technischen Funktionsweise, der Kritikpunkte und der Anwendungsbereiche wie Kryptowährungen, Smart Contracts und DAOs.
3. Technologiebewertung: Abgrenzung der relevanten Begriffe und Darstellung theoretischer Ansätze und Methoden zur Bewertung von Technologien im Frühstadium.
4. Strukturierung des Bewertungsverfahrens für Blockchain: Ableitung eines geeigneten Bewertungsrahmens durch die Kombination von Anforderungen und der Auswahl einer SWOT-Analyse.
5. Bewertung der Technologie Blockchain: Durchführung der indikativen Bewertung anhand der identifizierten Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken.
6. Diskussion: Kritische Reflexion der gewählten Methodik, der Ergebnisse und der Limitationen der Arbeit.
7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der technologischen Entwicklung und Einordnung in den Kontext zukünftiger Innovationen.
Blockchain, Technologiebewertung, SWOT-Analyse, Bitcoin, Smart Contracts, DAOs, Dezentralisierung, Kryptographie, Technologiefolgenabschätzung, Technologiefrühaufklärung, Digitalisierung, Transparenz, Innovation, Skalierbarkeit, Intermediäre
Die Arbeit untersucht das Innovationspotenzial der Blockchain-Technologie, die sich aktuell in einem frühen Entwicklungsstadium befindet, und nimmt eine erste strukturierte, indikative Bewertung dieser Technologie vor.
Die Arbeit fokussiert auf die technische Konzeption der Blockchain, ihre Anwendungsmöglichkeiten in Wirtschaft und Gesellschaft sowie die theoretische Fundierung von Methoden der Technologiebewertung.
Das Ziel ist es zu klären, wie die Blockchain-Technologie heute darzustellen ist, welche Anforderungen sich daraus für eine Technologiebewertung ergeben und welches künftige Potenzial aus einer strukturierten Bewertung ableitbar ist.
Der Autor nutzt eine strukturierte qualitative SWOT-Analyse, die mit einer PEST-Analyse für die externe Umwelt sowie einer technologieportfolio-orientierten internen Analyse kombiniert wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte technische Analyse der Blockchain, eine theoretische Einordnung der Technologiebewertung und die Anwendung des gewählten Bewertungsrahmens auf die Blockchain-Technologie.
Zu den zentralen Begriffen gehören Blockchain, Technologiebewertung, SWOT-Analyse, Smart Contracts, Dezentralisierung und Technologiefolgenabschätzung.
Die SWOT-Analyse wird als besonders zweckmäßig erachtet, da sie flexibel anwendbar ist, sich gut zur Strukturierung von qualitativem Wissen eignet und eine ganzheitliche Betrachtung interner und externer Faktoren ermöglicht.
Sie dienen als konkrete Anwendungsbeispiele, an denen das Innovationspotenzial, aber auch die Herausforderungen in Bezug auf Regulierung und Automatisierung innerhalb der Blockchain-Struktur illustriert werden.
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