Diplomarbeit, 2008
80 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
2. Aktueller Stand der Forschung
2.1 Mechanismen des Gefäßwachstums
2.1.1 Vaskulogenese
2.1.2 Angiogenese
2.2 Stammzellen und Vorläuferzellen
2.3 Endotheliale Progenitorzellen (EPCs)
2.3.1 Die Relevanz hämatopoietischer Stammzellen als Quelle für EPCs
2.3.2 Die Relevanz von Monozyten und Makrophagen als Quelle von EPCs
2.3.3 Die Relevanz mesenchymaler Stammzellen (MAPCs) als Quelle von EPCs
2.3.4 Myoendotheliale Vorläuferzellen
2.3.5 Zirkulierende endotheliale Zellen (CECs)
2.3.6 Differenzierung zwischen „frühen“ und „späten“ EPCs
2.3.7 Mobilisierung endothelialer Progenitorzellen
2.3.8 Zielsteuerung endothelialer Progenitorzellen
2.4 Effekte von Training auf endotheliale Progenitorzellen
2.4.1 Höhentraining
3. Material und Methoden
3.1 Höhenstudie
3.1.1 Studiendesign
3.1.2 Höhenkammer
3.1.3 ELISA
3.1.3 Ergebnis der Höhenstudie
3.2 Analytik
3.2.1 Chemikalien und Materialien
3.2.2 Isolation von EPCs
3.2.3 Inkubation der isolierten EPCs mit Serum der Höhenstudie
3.2.4 β-Galactosidase-Färbung
3.2.5 Immunohistochemie
3.3 Statistische Methodik
4. Ergebnisse
4.1 β-Galactosidase-Färbung
4.2 Immunohistochemie
4.2.1 Anti-Ki67 Antikörperfärbung
4.2.2 Anti-Caspase-3 Antikörperfärbung
5. Diskussion
5.1 EPCs und Training
5.2 Zellkultur
5.3 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Auswirkungen ein einmaliger, bis zur subjektiven Ausbelastung durchgeführter VO2max-Stufentest unter normobarer Hypoxieexposition (4000m) auf die Seneszenz-, Proliferations- und Apoptoserate endothelialer Progenitorzellen (EPCs) hat. Dabei wird analysiert, wie sich das Serum der Probanden nach dieser spezifischen Belastung auf die ex vivo kultivierten EPCs auswirkt.
2.3.7 Mobilisierung endothelialer Progenitorzellen
Die Mehrheit der EPCs befindet sich innerhalb der sogenannten „Stammzellnische“ des Knochenmarks [LUTTUN 2002]. Es handelt sich bei dieser bereits im Kapitel 2.2 erwähnten „Nische“ um eine aus Fibroblasten, Osteoblasten und endothelialen Zellen bestehende Mikroumgebung innerhalb des Knochenmarks, die für die Homöostase und Mobilisierung von adulten Knochenmarks-Stamm- und Vorläuferzellen verantwortlich ist und gleichzeitig deren größtes Reservoir im Organismus darstellt [CALVI 2003; ZHANG 2003]. Hier verharren die Stammzellen, gebunden an Bindegewebszellen des Knochenmarks, in der G0-Phase des Zellzyklus [HEISSIG 2002].
Damit die Stammzellen ihre „Nische“ im Knochenmark verlassen können, müssen zunächst diese Bindungen durch einen adäquaten Stimulus gelöst werden, wodurch es den Zellen ermöglicht wird das Knochenmark zu verlassen, durch das sinusoidale Endothel in den Blutkreislauf zu diffundieren und sich dort, auf einen entsprechenden weiteren Stimulus hin, zu EPCs auszudifferenzieren [AICHER 2005].
Endergone Stimuli, wie beispielsweise Gewebsischämie, haben, ebenso wie exergone Zytokintherapie, ihre Fähigkeit zur EPC-Mobilisierung in mehreren Studien demonstriert. So führte ein lokaler Ischämiereiz sowohl bei Kaninchen als auch bei Mäusen zu einem Anstieg der Zahl zirkulierender EPCs [TAKAHASHI 1999]. Ebenso konnte eine Mobilisation von EPCs bei Patienten mit vaskulärem Trauma oder akutem Myokardinfarkt nachgewiesen werden [GILL 2001; MASSA 2005; SHINTANI 2001]. Körperliches Training als potenter Stimulus führt ebenfalls zu einer Mobilisierung von EPCs [ADAMS 2004; LAUFS 2004; REHMANN 2004; SANDRI 2005; VAN CRAENENBROECK 2008; WAHL 2007].
HEISSIG et al. konnten 2002 zeigen, dass die Aktivierung von Matrix Metalloproteinase-9 (MMP-9) der initiale Schritt im komplexen Prozess der Mobilisierung von Stammzellen aus dem Knochenmark ist [HEISSIG 2002]. Hierbei wird die Transformation von mKitL (membrande-bound Kit ligand), einem membrangebundenem Stammzellfaktor, zu gelöstem sKitL (soluble Kit ligand) durch die MMPs enzymatisch katalysiert, wodurch die Adhäsion der Stammzellen zu den Stroma-Zellen innerhalb des Knochenmarks gelöst wird, um somit die Voraussetzung zur Mobilisierung dieser Zellen zu schaffen [HRISTOV 2003; VAN HINSBERGH 2008]. MMPs fördern außerdem die Freiesetzung zelloberflächengebundenen Zytokinen wie VEGF [VU 2000].
1. Einleitung: Beschreibt die physiologische Bedeutung der Gefäßversorgung durch Angiogenese und Vaskulogenese und führt in die wissenschaftliche Fragestellung der Arbeit ein.
2. Aktueller Stand der Forschung: Gibt einen umfassenden Überblick über Mechanismen des Gefäßwachstums, die Biologie von Stammzellen sowie die spezifischen Eigenschaften und Mobilisierungsprozesse endothelialer Progenitorzellen.
3. Material und Methoden: Detailliert das Design der Höhenstudie, die Probandenauswahl, die Gewinnung von Serumproben sowie die technischen Verfahren zur Zellkultur, Färbung und statistischen Auswertung.
4. Ergebnisse: Präsentiert die gewonnenen Daten zur Zellseneszenz, Proliferation und Apoptose der EPCs in Abhängigkeit von den verschiedenen Serumkonditionen der Probanden.
5. Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse im Kontext aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und diskutiert insbesondere den Einfluss von Trainingsbelastung, Hypoxie und der verwendeten Zellkulturmedien.
Endotheliale Progenitorzellen, EPCs, Angiogenese, Vaskulogenese, Stammzellen, Höhentraining, Hypoxie, Zellseneszenz, Zellproliferation, Apoptose, VEGF, Knochenmark, Zellkultur, Immunhistochemie, Signalwege
Die Arbeit untersucht den Einfluss von sportlicher Belastung unter hypoxischen Bedingungen auf die Funktionsweise und Qualität endothelialer Progenitorzellen (EPCs).
Die zentralen Themen sind die Mechanismen des Gefäßwachstums, die Biologie von Stammzellen und der Einfluss von Trainingsreizen auf endotheliale Zellen.
Das Ziel ist zu klären, ob ein intensiver Stufentest unter 4000m Höhenbedingungen die Seneszenz, Proliferation und Apoptose von EPCs beeinflusst.
Es wird eine ex vivo Zellkulturmethode verwendet, bei der EPCs mit Serum von Sportlern inkubiert und mittels β-Galactosidase-Färbung und Immunhistochemie analysiert werden.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem aktuellen Forschungsstand zur Angiogenese, der Mobilisierung von Stammzellen und der methodischen Durchführung der Höhenstudie.
Die wichtigsten Begriffe umfassen EPCs, Angiogenese, Höhentraining, Zellseneszenz, Proliferation, Apoptose und Signalproteine wie VEGF.
Die Arbeit zeigt, dass die Verwendung von fötalem Kälberserum (FCS) im Vergleich zu Humanserum zu signifikant schlechteren Ergebnissen bezüglich Seneszenz und Zellvitalität führt.
Die Studie zeigt, dass eine Inkubation mit Serum nach Belastung einen positiven Effekt auf die Seneszenzrate hat, jedoch keine signifikanten Änderungen der Proliferations- oder Apoptoserate der EPCs induziert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

