Magisterarbeit, 1998
64 Seiten, Note: 2,0
1. Vorwort
2. Einleitung
3. Topographie
4. Forschungsgeschichte von Mannheim-Feudenheim
5. Grabungsablauf
6. Grabungsbefund
6.1. Die Befundaufnahme
6.2. Die Befundtypen
6.2.1. Einfache Gruben
6.2.2. Silogruben
6.2.3. Hausartige Strukturen
6.2.4. Pfostengruben
6.2.5. Ständerwerk
6.2.6. Grubenhäuser
6.2.7. Gräber
6.2.8. Unbestimmbare Befundarten
6.3. Die Lage der Befunde
7. Materialvorlage
7.1. Die Keramik
7.1.1. Schalen
7.1.2. Schüsseln
7.1.3. Töpfe
7.1.4. Becher und Kleingefäße
7.1.5. Backteller
7.1.6. Siebe
7.1.7. Flaschen
7.1.8. Unbestimmte Gefäßformen
7.1.9. Drehscheibenkeramik
7.1.10. Fremdkeramik
7.1.11. Warenanalyse
7.1.12. Die Verteilung der Gefäßformen
7.2. Geräte aus Ton
7.2.1. Gusstiegel
7.2.2. Briquetagefragmente
7.2.3. Webgewichte
7.2.4. Spinnwirtel
7.3. Die Metallfunde
7.3.1. Artefakte aus Bronze
7.3.2. Artefakte aus Eisen
7.4. Die Knochen
7.5. Sonstige Funde
8. Graphische Umsetzung
9. Zusammenfassung
10. Literaturverzeichnis
Diese Magisterarbeit widmet sich der wissenschaftlichen Aufarbeitung der bisher unpublizierten, späthallstatt- bis frühlatènezeitlichen Siedlung von Mannheim-Feudenheim, die im Zeitraum zwischen 1977 und 1985 im Rahmen von Notgrabungen in einem Neubaugebiet freigelegt wurde. Das primäre Ziel der Arbeit besteht darin, die Siedlungsstrukturen zu analysieren und das Keramikinventar sowie die Metall- und Gerätefunde unter Berücksichtigung der komplexen Fundumstände einzuordnen.
7.1.3. Töpfe
Töpfe sind in Feudenheim insgesamt 121-mal belegt. Sie können in zwei Untertypen aufgegliedert werden, welche sich wiederum in maximal drei Varianten aufteilen.
Die als Töpfe angesprochenen Formen lassen sich aufgrund ihres durchschnittlichen Randdurchmessers von weniger als 20 cm und ihrer relativ dicken Randstärke gut von den anderen Gefäßen trennen.
In erster Linie wurden zwei unterschiedliche Topfformen erkannt, einteilige und mehrteilige, die mit den Buchstaben A und B bezeichnet sind. Ihre jeweiligen Varianten gliedern sich wie folgt auf:
Typ A1: Einteilige Töpfe mit einbiegenden Rand
Die Töpfe dieses Typs weisen in der Regel eine konkave Wandung auf und die Mündung zieht zur Gefäßmitte hin.
Typ A2: Einteilige Töpfe mit geradem Rand
Die Töpfe des Typs A2 weisen in der Regel eine gerade Wandung auf, die meistens senkrecht also zylindrisch verläuft, in einigen Fällen jedoch eine andere Richtungstendenz zeigt. Die Randlippe ist sehr unterschiedlich ausgeprägt, sie kann gerade, rund oder abgeschrägt sein.
Typ B1: Mehrteilige Töpfe mit ausladendem Randabschluss
Die Topfformen dieses Typs weisen unterschiedliche Wandungsverläufe auf, meistens sind sie konvex, während sich der Rand des Gefäßes als eine Art Lippe abhebt.
Typ B2: Mehrteilige Töpfe mit geradem Randabschluss
Die Vertreter dieses Typs besitzen ähnliche Merkmale wie die des Typs B1, sie unterscheiden sich von jenen dadurch, dass ihr zumeist konkav verlaufender Rand einen senkrechten Abschluss hat.
Unter diesem Typ sind die meisten „klassischen Topfformen“ vertreten, wie sie uns in größeren Mengen auch in Neuenbürg begegnen, wo sie in die frühe Latènezeit datiert werden können.
Typ B3: Mehrteilige Töpfe mit einbiegendem Randabschluss
Die Töpfe dieses Typs zeigen in der Regel einen vom Rand abweichenden Wandungsverlauf, der die jeweiligen Gefäßkörper in unterschiedliche Abschnitte unterteilt. Meistens besitzen sie eine gerade oder leicht konkave Randform, die immer zur Gefäßmitte hin geneigt ist.
Typ C: Wandscherben
Die Töpfe vom Typ C sind nicht als eigenständige Formentypen zu betrachten, da es sich hierbei lediglich um Wandscherben handelt, die keine weitere Klassifizierung zulassen. Aufgrund ihrer Fingertupfenverzierung und vor allem wegen ihrer groben Warenart sind sie sicher als Töpfe anzusprechen.
1. Vorwort: Die Autorin bedankt sich bei den Institutionen und Personen, die die Auswertung des Siedlungsmaterials ermöglicht haben.
2. Einleitung: Es wird die Bedeutung der Siedlung im Kontext der späten Hallstatt- und Frühlatènezeit in Baden-Württemberg hervorgehoben und die Forschungsgeschichte skizziert.
3. Topographie: Die topographische Lage von Mannheim-Feudenheim im Neckarmündungsgebiet und dessen geologische Entwicklung werden detailliert beschrieben.
4. Forschungsgeschichte von Mannheim-Feudenheim: Ein Überblick über die archäologischen Funde seit 1928, die von der Jungsteinzeit bis zur Latènezeit reichen.
5. Grabungsablauf: Die methodischen Schwierigkeiten der Notgrabungen zwischen 1977 und 1985 werden dargelegt.
6. Grabungsbefund: Eine umfassende Analyse der 105 Befunde, unterteilt in Typen wie Silogruben, Grubenhäuser und Pfostenbauten, sowie deren Dokumentation.
7. Materialvorlage: Die detaillierte Vorstellung und Analyse der Funde, insbesondere der Keramik, Geräte aus Ton, Metallartefakte und Knochen.
8. Graphische Umsetzung: Erläuterung der angewandten Methoden bei der zeichnerischen Dokumentation der Funde und Befunde.
9. Zusammenfassung: Die Autorin zieht Bilanz aus den Befunden und konstatiert eine kontinuierliche Besiedlung von Hallstatt C bis Latène A.
10. Literaturverzeichnis: Ein umfassendes Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.
Späthallstattzeit, Frühlatènezeit, Mannheim-Feudenheim, Siedlungsarchäologie, Grubenhäuser, Silogruben, Siedlungskeramik, Drehscheibenkeramik, Metallverarbeitung, Fibeln, Gürtelhaken, Keramiktypologie, Notgrabung, Neckarmündungsgebiet, Hallstatt D3.
Die Arbeit befasst sich mit der archäologischen Aufarbeitung einer späthallstatt- bis frühlatènezeitlichen Siedlung in Mannheim-Feudenheim, die durch Notgrabungen in den Jahren 1977 bis 1985 dokumentiert wurde.
Im Zentrum stehen die Analyse der verschiedenen Befundtypen (insbesondere Gruben und Häuser), die systematische Untersuchung des Keramikinventars sowie die Einordnung der gefundenen Metallobjekte und Geräte.
Ziel ist es, das Siedlungsinventar zu strukturieren, die chronologische Einordnung der Siedlungsphasen vorzunehmen und das Fundmaterial in den regionalen Kontext der Epoche zu stellen.
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und typologischen Analyse der erfassten Funde und Befunde, unterstützt durch den Vergleich mit publizierten Siedlungsgrabungen aus Südwestdeutschland.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung der Befunde, eine umfangreiche Materialvorlage zur Keramik und den Funden aus Ton und Metall sowie die graphische Dokumentation der Fundobjekte.
Die wichtigsten Begriffe sind Späthallstattzeit, Frühlatènezeit, Siedlungsstrukturen, Keramiktypologie, Silogruben und Metallfunde.
Die Drehscheibenkeramik ist ein wichtiges Indiz für den Übergang zur Latènezeit; in Feudenheim konnte sie in fünf Exemplaren nachgewiesen werden, die Parallelen zu Funden auf der Heuneburg aufweisen.
Die gefundenen Blechgürtelhaken, insbesondere das Exemplar aus Eisen, stellen eine Besonderheit dar, da sie im süddeutschen Raum rar sind und starke Parallelen in den französischen Jura oder Burgund aufweisen.
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