Diplomarbeit, 2004
155 Seiten, Note: 1,0
1. Aufgabenstellung und Methodik
1.1 Aufbau der Arbeit
1.2 Die Befragungen
1.3 Grundgesamtheit und Repräsentativität
2. Die Zielgruppe
2.1 Demografie
2.2 Der Erfahrungsindex
2.3 Mountainbiking: Motive
2.3.1 Motive nach Altersklassen
2.3.2 Motive nach Erfahrungsklassen
2.3.3 Motive nach Geschlecht
2.4 Ansprüche an die Strecke
2.5 Ansprüche an die Wegweisung
2.6 Reiseintensität und Reisehäufigkeit
2.7 Destinationen und Anreise
2.8 Informationsverhalten
2.9 Ansprüche an die Region
2.10 Ansprüche an die Unterkunft
3. Exkurs: MTB-Ausgaben nach Geschlecht
4. Downhill-Fahrer als besondere Zielgruppe
5. Einzugsgebiete von MTB-Marathons
6. Ökonomische Bedeutung des MTB-Tourismus
6.1 Mountainbiking aus der Sicht privater Anbieter
6.2 Mountainbiking aus finanz- und gesamtwirtschaftlicher Sicht
6.3 Ausblick: Skizze einer gesamtwirtschaftlichen Fallstudie
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die detaillierte Beschreibung der Zielgruppe „Mountainbiker“ auf Basis empirischer Daten aus drei verschiedenen Befragungen, um fundierte Handlungsempfehlungen für den Mountainbike-Tourismus abzuleiten.
1.3 Grundgesamtheit und Repräsentativität
Mit der Definition der Grundgesamtheit wird geklärt, über welche Gruppe statistisch gesicherte Aussagen gemacht werden sollen. Ein vergleichbarer Gedankengang zur Definition der Grundgesamtheit findet sich bereits bei Vollmer und Wöhrstein: Die interessierende Grundgesamtheit sind „die Mountainbiker“.
Nun ist die Bezeichnung nicht hinreichend genau. So ist nicht jeder Besitzer eines Mountainbikes (MTB) bereits ein Mountainbiker. Zum einen ist allein der Besitz nicht ausschlaggebend. So werden viele MTB nicht ihrer Funktion entsprechend genutzt, sondern lediglich für Stadtfahrten und nicht abseits befestigter Straßen eingesetzt. Ein Grund für die „zweckentfremdete“ Nutzung ist die robuste und meist zuverlässige Bauart von MTB, die sie zum idealen und wartungsarmen Alltagsfahrrad macht.
Zum anderen ist wegen der Formenvielfalt der Fahrräder gar nicht mehr klar, welche Fahrräder als Mountainbikes zu werten sind und welche nicht. Eindeutig zur Gruppe der Mountainbikes zählen u.a. Downhill-Räder, besonders leichte Renn-MTB und universell einsetzbare Enduros. Fraglich ist dagegen, ob z.B. Trekkingräder und Fitness-Räder, eine Mischung aus MTB und Rennrad, auch als MTB anzusehen sind.
Weiterhin gibt es neben der Formenvielfalt auch eine starke Differenzierung der Verarbeitungsqualität. Fahrräder niedriger Qualität mögen zwar wie „typische“ MTB aussehen, sofern es sie überhaupt gibt, und sich auch so nennen, halten aber den Beanspruchungen einer Geländefahrt und somit der vorgesehenen Funktion nicht stand. Die zunächst naheliegende Definition der Grundgesamtheit über den Besitz eines Mountainbikes kann also nicht gelingen.
Daher werden Mountainbiker über die Tätigkeit definiert: Menschen, die mit dem Fahrrad abseits befestigter Straßen im Gelände fahren, stellen die Grundgesamtheit der vorliegenden Arbeit dar.
1. Aufgabenstellung und Methodik: Erläutert die Herkunft der Arbeit aus einem Forschungsprojekt, die methodischen Grundlagen der drei durchgeführten Befragungen sowie die Definition der Grundgesamtheit.
2. Die Zielgruppe: Bietet eine tiefgehende Analyse der demografischen Merkmale, Motive, Reiseintensität und der speziellen Anforderungen an Infrastruktur und Unterkunft.
3. Exkurs: MTB-Ausgaben nach Geschlecht: Untersucht die Diskrepanz in den Ausgaben für Mountainbikes zwischen Frauen und Männern und identifiziert Einkommen und Erfahrung als wesentliche Einflussfaktoren.
4. Downhill-Fahrer als besondere Zielgruppe: Charaktersiert Downhill-Fahrer als eine junge, spezialisierte Untergruppe mit besonderen Anforderungen an Strecken und Ausrüstung.
5. Einzugsgebiete von MTB-Marathons: Analysiert die räumliche Anziehungskraft von MTB-Marathons anhand von Teilnehmerdaten und dokumentiert deren Einzugsgebiete mittels Karten.
6. Ökonomische Bedeutung des MTB-Tourismus: Diskutiert die Rentabilität von Investitionen aus betriebswirtschaftlicher sowie finanz- und gesamtwirtschaftlicher Sicht.
Mountainbike-Tourismus, Zielgruppenanalyse, MTB-Marathon, Downhill, Streckenanforderungen, Wegweisung, Reiseverhalten, Rentabilität, Outdoor-Sport, Sporttourismus, Marktanalyse, Kundenbedürfnisse, Infrastruktur, Informationsverhalten, Marketingstrategie.
Die Arbeit untersucht den Mountainbike-Tourismus, indem sie die Nachfrage auf Basis eigener empirischer Umfragen analysiert und Überlegungen zur Rentabilität von entsprechenden touristischen Angeboten anstellt.
Die zentralen Themen sind die Beschreibung der Mountainbiker als Zielgruppe (Demografie, Motive, Ansprüche), der Exkurs zu geschlechtsspezifischen Ausgaben, die Analyse von Downhill-Fahrern und die ökonomische Bewertung von Investitionen in MTB-Infrastruktur.
Das Ziel ist es, touristischen Akteuren und Planern auf Basis empirischer Daten Handlungsempfehlungen für die sporttouristische Vermarktung von Mountainbike-Angeboten zu geben.
Die Arbeit basiert auf drei schriftlichen Befragungen (Willingen, Online-Umfrage, Daun), deren Daten zu einem Gesamtdatensatz zusammengeführt wurden, sowie auf einer Analyse von Teilnehmerherkünften bei MTB-Marathons.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den demografischen Besonderheiten der Zielgruppe, den Motiven für das Mountainbiken, den spezifischen Ansprüchen an Strecken und Unterkünfte sowie der wirtschaftlichen Bedeutung dieser Sparte für Tourismusregionen.
Wichtige Begriffe sind Mountainbike-Tourismus, Zielgruppenanalyse, touristische Infrastruktur, wirtschaftliche Rentabilität und empirische Marktforschung.
Downhill-Fahrer sind im Schnitt jünger, haben weniger Einkommen, fahren aber deutlich teurere Spezialräder und weisen eine höhere Reisefrequenz für ihren Sport auf.
Wie die Umfragen zeigen, sind Empfehlungen von Freunden eine der wichtigsten Informationsquellen bei der Planung von Radurlauben, weshalb ein guter Ruf in der Szene für den Erfolg entscheidend ist.
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