Bachelorarbeit, 2015
43 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsfragen
1.3 Zielsetzung
2 Produktionsoptimierung
2.1 Die vier Ziele der Produktion
2.2 Das Ablaufplanungsdilemma
2.3 Lean Production – die schlanke Fertigung
2.3.1 Die zweite Revolution der Automobilindustrie
2.3.2 Das Toyota-Produktionssystem
3 Die Wertstromanalyse
3.1 Vorgehensweise
3.1.1 Produktfamilienbildung
3.1.2 Kundenbedarfsanalyse
3.1.3 Wertstromaufnahme – flussaufwärts aus Sicht des Kunden
3.1.4 Verbesserungen planen
3.2 Grenzen der Wertstrom-Methode in der Produzessindustrie
3.2.1 Kennzeichen der Prozessindustrie
3.2.2 Anwendungsgebiet der Wertstrom-Methode in der Prozessindustrie
4 Diskussion
5 Zusammenfassung
Diese Bachelorarbeit untersucht die Anwendung und Wirksamkeit der Wertstromanalyse zur Produktionsoptimierung. Das primäre Ziel ist es, das schrittweise Vorgehen bei der Wertstrom-Darstellung nachzuvollziehen sowie die Grenzen der Methode, insbesondere in der Prozessindustrie, kritisch zu erörtern.
3.1.3.1 Zahlen, Daten, Fakten aufnehmen
Zu Beginn ist es notwendig „Rahmendaten“ über den Prozess aufzunehmen welcher optimiert werden soll. Detaillierte Daten zu sammeln nimmt einige Zeit in Anspruch und ist auch nicht zielführend, daher sollte man darauf achten nicht zu tief ins Detail zu gehen. Um die Daten möglichst nah an der betrieblichen Realität zu erheben, werden Meister, Teamleiter und Maschinenführer in die Analyse miteingebunden. Wichtig dabei ist, dass Daten keinesfalls aus ERP-Systemen entnommen werden dürfen, sondern stets eigenständig gezählt beziehungsweise gemessen werden müssen. In der Regel informiert man sich mit Hilfe der folgenden vier Leitfragen:
1. Welche Aufgaben und Tätigkeiten führen Sie aus?
Mithilfe dieser Frage erhält man Auskunft über Prozessbeschreibungen und welche Nebentätigkeiten der Mitarbeiter neben seinen Hauptaufgaben noch zu erledigen hat. Es eignet sich immer einen gesamten Zyklus der betrachteten Prozesse zu analysieren um die Zeit zu messen. Zeiten, die in Datenbanken hinterlegt wurden, entsprechen nicht immer der Realität vor Ort.
2. Woher bekommen Sie wie viel Informationen zu Ihren Aufgaben?
Diese Frage schafft Klarheit über die verfügbaren Steuerinformationen einer Produktion. Dazu zählen Produktionsaufträge, Schichtpläne und Arbeitspläne oder auch visuell mit einer Planungs- und Steuerungssoftware.
3. Welche Menge an Bestand befindet sich zwischen Ihrer und der nächstfolgenden Arbeitsstation?
Diese Frage zielt auf die Anzahl an Materialien in Puffer und Zwischenlager zwischen zwei Arbeitsstationen. Auch hier entsprechen elektronisch erfasste Bestände meist nicht den Gegebenheiten vor Ort. Um Abweichungen festzustellen werden Bestände gezählt.
4. Woher erhalten sie die für Ihren Fertigungsschritt benötigten Teile?
Diese Frage klärt zum einen aus welcher Richtung der Mitarbeiter die Materialien erhält und ob er unnötigen Bewegungen ausgesetzt ist. Zum anderen analysiert man das Verhältnis der vorgelagerten Produktionsstation mit der nachgelagerten.
1 Einleitung: Definiert die Problemstellung der globalen Standortverlagerung und führt die Wertstromanalyse als zentrales Lean-Management-Instrument zur Effizienzsteigerung ein.
2 Produktionsoptimierung: Erläutert die vier Produktionsziele und das daraus resultierende Dilemma der Ablaufplanung sowie die Grundlagen des Toyota-Produktionssystems.
3 Die Wertstromanalyse: Beschreibt detailliert die Methodik der Ist-Aufnahme, von der Produktfamilienbildung bis zur Zeitlinie, und analysiert die Anwendbarkeit in der Prozessindustrie.
4 Diskussion: Fasst die Eignung der Methode zusammen und stellt fest, dass die Analyse des Ist-Zustands universal einsetzbar ist, während das Wertstromdesign Branchengrenzen unterliegt.
5 Zusammenfassung: Rekapituliert die Arbeit und unterstreicht die Bedeutung einer neuen Unternehmenskultur für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess.
Wertstromanalyse, Lean Production, Toyota-Produktionssystem, Produktionsoptimierung, Verschwendung, Wertstromdesign, Materialfluss, Informationsfluss, Kundentakt, Prozessindustrie, KAIZEN, Bestandsreichweite, Durchlaufzeit, Produktfamilie, Schlanke Fertigung.
Die Arbeit behandelt die Wertstromanalyse als Werkzeug zur Identifikation und Beseitigung von Verschwendungen, um die Wettbewerbsfähigkeit von produzierenden Unternehmen zu steigern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Lean-Philosophie, der praktischen Methodik der Wertstromdarstellung sowie der kritischen Auseinandersetzung mit den Einsatzgrenzen der Methode in der Prozessindustrie.
Das Ziel ist es, das methodische Vorgehen bei der Wertstromanalyse transparent zu machen und zu klären, für welche Abläufe diese Methode geeignet ist und wann sie an ihre Grenzen stößt.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine umfassende Fachliteraturrecherche zur Lean-Theorie und den Methoden des Toyota-Produktionssystems.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Produktionsoptimierung sowie eine detaillierte schrittweise Anleitung zur Durchführung einer Wertstromanalyse und deren spezieller Betrachtung in der Prozessindustrie.
Die Arbeit lässt sich am besten über die Begriffe Wertstromanalyse, Lean Production, Toyota-Produktionssystem, Produktionsoptimierung und Prozessindustrie definieren.
Der Autor betont, dass Daten aus ERP-Systemen oft nicht der Realität vor Ort entsprechen und die direkte Beobachtung (Gemba) sowie das Zählen von Beständen notwendig sind, um Verschwendungen zuverlässig zu identifizieren.
Aufgrund von Merkmalen wie hoher Anlagenintensität, diskontinuierlichen Prozessen und physikalisch bedingten langen Rüstzeiten ist die Umsetzung eines klassischen Wertstromdesigns nach dem Pull-Prinzip dort häufig nicht realisierbar.
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