Bachelorarbeit, 2012
52 Seiten, Note: 2,0
I Einleitung
1.1 Einführung in die Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
II Grundlagen der Unternehmensbewertung
2.1 Begriffliche Grundlagen
2.1.1 Inhalt und Bedeutung des Unternehmenswerts
2.1.2 Bewertungsanlässe
2.1.3 Funktionen des Wirtschaftsprüfers
2.1.4 Objektivierter versus subjektiver Unternehmenswert
2.2 Aktuelle IDW Verlautbarungen zur Durchführung von Unternehmensbewertungen
2.3 Das zugrunde gelegte Steuersystem
III Das Tax-Capital Asset Pricing Model zur Schätzung des Kapitalkostensatzes
3.1 Modellannahmen
3.2 Funktionsweise des Tax-CAPM
3.3 Stärken und Schwächen des Tax-CAPM
IV Ermittlung der Eigenkapitalkosten auf Basis des Tax-CAPM
4.1 Prinzipien bei der Ermittlung der Eigenkapitalkosten
4.2 Komponenten des Kapitalisierungszinssatzes
4.2.1 Bestimmung des Basiszinssatzes
4.2.2 Bestimmung der Marktrisikoprämie
4.2.3 Bestimmung des Betafaktors
4.2.3.1 Ableitung Tax- CAPM-basierter Betafaktoren aus direkten Unternehmensdaten
4.2.3.2 Einfluss des Betrachtungszeitraums auf den Betafaktor
4.2.4 Berücksichtigung der Ertragssteuerbelastung von Kapitalgesellschaften
4.2.4.1 Auf Anteilseignerebene
4.2.4.2 Auf Unternehmensebene
4.2.5 Wachstumsabschlag
4.3 Kapitalkosten und Verschuldungsgrad –Das Modigliani/Miller Theorem
4.4 Kapitalkosten in Zeiten der Finanz- und Schuldenkrise
V Ergebnisse der Untersuchung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung des Tax-CAPM als Modell zur Schätzung von Kapitalkosten im Rahmen der Unternehmensbewertung unter Berücksichtigung spezifischer steuerlicher Rahmenbedingungen in Deutschland.
1.1 Einführung in die Problemstellung
„Bewerten heißt vergleichen.“ Diese Auffassung vertritt Adolf Moxter in seinen Grundsätzen ordnungsmäßiger Unternehmensbewertung. Gemeint ist, dass im Rahmen von Unternehmensbewertungen der Erwerb eines Unternehmens mit einer Handlungsalternative verglichen wird. Die zunehmende Geltung der Finanzmärkte und der hohen Innovationsgeschwindigkeit von Unternehmen machen sachgerechte Bewertungen von Unternehmen elementar, da sie dazu dienen, potenzielle Preise für ganze Unternehmen oder Unternehmensanteile zu ermitteln. Aufgrund der anhaltenden Schuldenkrise gleich mehrerer EU-Staaten üben die aktuellen Schwankungen an den Finanzmärkten einen besonderen Einfluss auch auf die Kapitalkosten der Unternehmen aus. Unter diesem Gesichtspunkt wird das Hauptaugenmerk neben den Nettozuflüssen an die Anteilseigner auf den anzuwendenden Kapitalisierungszinssatz gelegt. Hierfür hat sich das Mitte der sechziger Jahre von William Sharpe entwickelte Capital Asset Pricing Modell (CAPM) weltweit etabliert, wofür er mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet wurde. Seither wurden zahlreiche empirische Untersuchungen durchgeführt, die die Gültigkeit des CAPM entweder untermauern oder widerlegen. Doch angesichts mangelnder fundierter Alternativen erfreut sich das CAPM in der Praxis einer hohen Anwendungsquote. So setzen laut einer Umfrage rund 55 % deutscher Unternehmen das CAPM zur Bestimmung der Eigenkapitalkosten ein. Allerdings richtet sich auch begründete Kritik gegen das Standard-CAPM, da es von einer Berücksichtigung der persönlichen Besteuerung der Investoren absieht.
I Einleitung: Die Einleitung definiert den Bewertungsbegriff, erläutert die Bedeutung des CAPM und begründet die Relevanz der Untersuchung des Tax-CAPM.
II Grundlagen der Unternehmensbewertung: Dieses Kapitel befasst sich mit den begrifflichen Grundlagen, den verschiedenen Anlässen und Funktionen der Unternehmensbewertung sowie dem deutschen Steuersystem.
III Das Tax-Capital Asset Pricing Model zur Schätzung des Kapitalkostensatzes: Das Kapitel beleuchtet die theoretischen Annahmen, die Funktionsweise sowie die spezifischen Vor- und Nachteile des Tax-CAPM.
IV Ermittlung der Eigenkapitalkosten auf Basis des Tax-CAPM: Hier werden die methodischen Details zur Bestimmung der Kapitalkostenkomponenten, insbesondere unter steuerlichen Aspekten und in Krisenzeiten, analysiert.
V Ergebnisse der Untersuchung: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse über die Eignung des Modells für die Bewertungspraxis zusammen.
Unternehmensbewertung, Tax-CAPM, Kapitalkosten, Kapitalisierungszinssatz, Eigenkapitalkosten, Betafaktor, Marktrisikoprämie, Steuerbelastung, Finanzkrise, IDW S 1, Discounted-Cashflow-Verfahren, Risiko, Portfoliotheorie, Basiszinssatz, Unternehmenswert.
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse und Eignung des Tax-CAPM zur Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes gemäß den Standards des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW S 1).
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Unternehmensbewertung, die Funktionalität des CAPM-Modells und die Auswirkungen der steuerlichen Gesetzgebung in Deutschland auf die Kapitalkostenkalkulation.
Primäres Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit das Tax-CAPM eine realitätsnahe Beschreibung liefert und ob es zu angemessenen Schätzungen der Eigenkapitalkosten führt.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse des Tax-CAPM-Modells sowie auf die Auswertung einschlägiger finanzwirtschaftlicher Fachliteratur und aktueller empirischer Studien zur Unternehmensbewertung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Modellannahmen, die detaillierte Herleitung der Kapitalkostenkomponenten (Basiszins, Beta, Risikoprämie) und die Berücksichtigung von Steuern sowie Sondereffekten durch die Finanzkrise.
Die zentralen Begriffe sind Tax-CAPM, Unternehmensbewertung, Kapitalkosten, Betafaktor, Marktrisikoprämie und steuerliche Einflüsse.
Die Arbeit analysiert detailliert, wie spezifische Steuerbelastungen auf Ebene der Anteilseigner und auf Unternehmensebene, etwa durch Körperschaft- und Gewerbesteuer, in das Bewertungsmodell integriert werden können.
Die Finanzkrise wird thematisiert, da sie zu Verzerrungen an den Kapitalmärkten führte, die die Bestimmung verlässlicher Basiszinssätze und Risikoprämien erschweren und eine Anpassung der methodischen Vorgehensweise erfordern.
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