Bachelorarbeit, 2017
39 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
1.1. Die Definition „Tutorium“
1.2. Wird das Tutorienlernen bereits im Gesundheitswesen umgesetzt?
2. Ziel der Arbeit
3. Methoden
3.1. Literaturrecherche Online Datenbanken
3.2. Literaturrecherche Badische Landesbibliothek
3.3. Kontaktaufnahme zu Gesundheits- und Krankenpflegeschulen in Karlsruhe
4. Ergebnisse
4.1. Unterscheidung von Tutorien und deren Rollenverständnis
4.2. Vorteile von Tutorien für Tutoren
4.3. Vorteile von Tutorien für neue Studierende
4.4. Vorteile von Tutorien für Lehrkräfte
4.5. BMBF-Projekt FUgE an der Hochschule in Esslingen
5. Diskussion
5.1. Konzept zur Implementierung und Integrierung des Tutorienlernens in der Notfallsanitäterausbildung
6. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht den Effekt von Tutorien im Gesundheitswesen und analysiert, ob deren Implementierung in die Berufsfachschule der Notfallsanitäterausbildung übertragen und erfolgreich umgesetzt werden kann, um Lernprozesse zu optimieren und Übergänge zu begleiten.
1.1. Die Definition „Tutorium“
Ein Tutorium wird nach Viererbe (2010, S.61) wie folgt definiert: „Der Begriff Tutorium (engl. tutorial) kommt aus den USA. In den 70-er Jahren bezeichnete man die Form des betreuten Lernens als Tutorium (vgl. Huber 1972). Die Grundidee eines Tutoriums ist die Begleitung des Lernprozesses durch eine lehrende Person, genannt Tutor. Der Tutor steuert die Lernarbeit und unterstützt die Lernenden dabei. So eine Lernveranstaltung wird Tutorium genannt. Beim Tutorium im klassischen Bildungskontext handelt es sich um eine direkte Kommunikation zwischen den Tutoren und Lernenden zum Zweck der Vermittlung vom Lernstoff und/ oder fachbezogener Fertigkeiten. Darüber hinaus gibt es schriftliche Tutorien (engl. tutorials), es handelt sich dabei um eine schriftliche Anweisung oder Instruktion zu einem bestimmten Thema oder Vorgang. Susanne Göpferich beschreibt schriftliche Tutorien am Beispiel der naturwissenschaftlichen Texte (1995). Sie definiert Tutorials als ‚Mensch/Technikinteraktionsorientierte Texte‘, die in ihrer kommunikativen Funktion der Textsorte ‚Anleitung‘ ähnlich sind. […] Die primäre funktionale Bestimmung schriftlicher Tutorien liegt, laut Göpferich, in der Informationsvermittlung und (Er)Klärung.“
Im hochschulischen Kontext findet man den Begriff des Tutoriums meist als Überbrückung des Einstiegs zum Studium (Nauerth, von der Heyden, Rechenbach, & al., 2012). Tutorien sind demnach Lerngruppen, bei denen Studierende höheren Semesters Studierende niedrigeren Semesters anleiten und diese in ihrem Lernprozess unterstützen (Görts, 2011). Auch Lehrkräfte oder Dozenten können die Aufgabe eines Tutors übernehmen, wobei deren die Funktion meist in der sozialen Tätigkeit in beratender und helfender Form übertragen wird (Knauf, 2013). Im ursprünglichen Sinn wurden Tutorien im Hochschulbereich ergänzend zu den Lehrveranstaltungen obligatorisch oder fakultativ angeboten, um eventuell entstehende Probleme zu minimieren (Blumschein, Eigler, Holtgrewe, & al., 2000).
1. Einleitung: Beschreibt das neue Berufsbild des Notfallsanitäters, die geforderte Handlungskompetenz und stellt die Forschungsfrage nach der Implementierbarkeit von Tutorien in diesem Ausbildungsgang.
2. Ziel der Arbeit: Definiert das Ziel, anhand von Literaturrecherche und evidenzbasierten Quellen den Nutzen von Tutorien aufzuzeigen und ein Konzept für die Notfallsanitäterausbildung zu erstellen.
3. Methoden: Beschreibt die systematische Vorgehensweise der Literaturrecherche in Online-Datenbanken und Bibliotheken sowie die Kontaktaufnahme zu bestehenden Pflegeschulen.
4. Ergebnisse: Präsentiert Erkenntnisse zu verschiedenen Tutorienarten, Rollenverständnissen und den spezifischen Vorteilen für alle Beteiligten sowie das BMBF-Projekt FUgE.
5. Diskussion: Erörtert die Transfermöglichkeiten auf die Notfallsanitäterausbildung und entwirft ein detailliertes Konzept zur Implementierung und Integration.
6. Zusammenfassung: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Eignung und Sinnhaftigkeit des Tutorienlernens als ergänzendes Instrument in der pädagogischen Didaktik.
Tutorienlernen, Notfallsanitäterausbildung, Peer-Tutoring, Handlungskompetenz, Gesundheitswesen, Didaktik, Bildungsübergänge, Lernfeldkonzept, Ausbildungsqualität, Tutoren, Lernende, Implementierung, Berufsalltag, Wissenszuwachs, Lehrmethoden
Die Arbeit untersucht den pädagogischen Nutzen von Tutorien und prüft, ob dieses Konzept zur Förderung der Ausbildungsinhalte in der Notfallsanitäterausbildung erfolgreich implementiert werden kann.
Zentrale Themen sind die Definition und Arten von Tutorien, die Vorteile für Tutoren, Studierende und Lehrkräfte sowie die Übertragbarkeit didaktischer Modelle auf die berufliche Notfallsanitäterausbildung.
Das Hauptziel ist die Erstellung eines tragfähigen Konzepts zur flächendeckenden Implementierung von Tutorien, um die Bildungsübergänge und die Handlungskompetenz der Auszubildenden zu stärken.
Die Autorin führte eine systematische Literaturrecherche in Online-Datenbanken wie Pedocs und Google Scholar sowie in der Badischen Landesbibliothek durch und ergänzte dies durch Expertenkontakte zu Pflegeschulen.
Der Hauptteil analysiert die verschiedenen Rollen von Tutoren, belegt den wissenschaftlichen Lernzuwachs durch Studien (z. B. den Tutor-learning-Effekt) und vergleicht Ausbildungssysteme zur Ableitung eines Implementierungskonzepts.
Wichtige Begriffe sind Tutorienlernen, Notfallsanitäterausbildung, Handlungskompetenz, Peer-Tutoring und Bildungsübergänge.
Herausforderungen sind insbesondere die Heterogenität der Lernenden, die verschiedenen Lernorte (Schule, Klinik, Rettungswache) sowie der Bedarf an logistischer und personeller Unterstützung durch die Schulleitung.
Dies stellt sicher, dass die tutorielle Begleitung über alle drei Lernorte hinweg konsistent bleibt und die Tutoren sowie Lernenden den gleichen betrieblichen Rahmenbedingungen unterliegen.
Es dient als pädagogischer Rahmen für die Strukturierung der Tutorien, um Lernende systematisch an komplexe Aufgaben heranzuführen und ihre Selbstständigkeit zu fördern.
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