Bachelorarbeit, 2017
30 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen zur Konzeption
2.1 Feministische Kunst und der eigene Körper
2.2 Marktfeminismus
2.3 Objektkunst und ready-mades
3. Darstellung der eigenen künstlerischen Umsetzung
3.1 Struktur und Prozess
3.2 Theoriebezug und Referenzen
4. Abschlussreflexion
5. Anhang
5.1 Fotografische Dokumentation der Installation
5.2 Ausführung einzelner Inhalte
Die Arbeit untersucht kritisch die Kommerzialisierung feministischer Ideale im digitalen Zeitalter. Das primäre Ziel ist es, mittels einer künstlerischen Installation aufzuzeigen, wie politischer Aktivismus durch den sogenannten „Marktfeminismus“ und die massenmediale Vermarktung des Ichs verwässert wird, und dabei die Schnittstelle zwischen Konsum, Identitätsinszenierung und realem politischem Anspruch zu beleuchten.
2.2 Marktfeminismus
Wie im vorangehenden Kapitel bereits beleuchtet arbeiten viele feministische KünstlerInnen mit dem eigenen Körper. Sie stellen sich aus, werfen damit politische Fragen auf, stellen bestimmte Umstände dar und prangern Bestehendes an. Der Begriff des Marktfeminismus nach Andi Zeisler ist hingegen nicht in der Kunstwissenschaft zu verorten, sondern beschäftigt sich mit soziologischen Phänomenen. Dennoch ist es von Bedeutung, beide Zugänge zu erörtern und dadurch Schnittstellen zu eruieren, da so die unterschiedlichen Motive der Selbstdarstellung einerseits und der feministischen Ideale andererseits verdeutlicht werden und somit zielführend für die Kernaussage dieser Arbeit sind.
Andi Zeisler beschreibt in ihrem Buch „Wir waren doch mal Feministinnen“ die Kommerzialisierung des Feminismus und bezieht sich dabei vornehmlich auf die Pop-Kultur. Sie beginnt dabei mit einem einschneidenden Ereignis bei den MTV Music Awards 2014, als Beyoncé auftrat und dabei im Hintergrund in Leuchtbuchstaben das Wort FEMINIST prangte. Dies löste nach Zeisler eine Art Domino-Effekt aus und kurz darauf folgten weitere populäre Persönlichkeiten wie Emma Watson oder Taylor Swift, die „unter dieser Fahne“ zu agieren begannen.
„Rihanna und Beyoncé bezeichnen sich als Feministinnen. Das Modehaus Dior wirbt auf T-Shirts für Feminismus. US-Stars nehmen am Women’s March teil, um gegen Trumps sexistische Äußerungen zu protestieren. Ist Feminismus wieder in?.“
1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff Feminismus und führt in die Thematik der Kommerzialisierung und des sogenannten „Marktfeminismus“ ein.
2. Theoretische Grundlagen zur Konzeption: Dieses Kapitel verknüpft feministische Kunstansätze mit soziologischen Theorien zum Marktfeminismus und zur Objektkunst.
3. Darstellung der eigenen künstlerischen Umsetzung: Hier wird der konzeptionelle Aufbau und Prozess der künstlerischen Installation „Feminist Survival Kit“ detailliert erläutert.
4. Abschlussreflexion: Die Autorin reflektiert den Entstehungsprozess der Arbeit sowie die Erkenntnisse über das Spannungsfeld zwischen Aktivismus und Konsum.
5. Anhang: Der Anhang bietet eine visuelle Dokumentation der Installation sowie eine detaillierte Erläuterung der einzelnen ausgestellten Objekte.
Marktfeminismus, Feministische Kunst, Objektkunst, Ready-made, Selbstvermarktung, Soziale Netzwerke, Identitätsinszenierung, Konsumkultur, Politischer Aktivismus, Körperpolitik, Male Gaze, Installation, Gender, Kommerzialisierung, Repräsentation
Die Bachelorarbeit setzt sich mit der kritischen Untersuchung des sogenannten Marktfeminismus auseinander, bei dem feministische Ideale zunehmend kommerzialisiert und für profitorientierte Zwecke in sozialen Medien genutzt werden.
Die zentralen Themen umfassen die Schnittstellen zwischen feministischer Kunstpraxis, der soziologischen Betrachtung von Konsumkultur und der kritischen Analyse von Identitätsinszenierung in bildbasierten Medien.
Ziel ist es, ein kritisches Bild davon zu zeichnen, wie politische Bewegungen durch inflationäre Slogans und den Verkauf von Konsumgütern verwässert werden, und diese Differenz künstlerisch zu reflektieren.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Analyse feministischer Kunstgeschichte und soziologischer Literatur mit der praktischen Umsetzung einer künstlerischen Installation.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Konzepte (Feminismus, Marktfeminismus, Objektkunst) und die detaillierte Beschreibung der künstlerischen Installation, deren Objekte als „Spuren“ und kritische Kommentare fungieren.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Marktfeminismus, Objektkunst, Identitätsinszenierung und Konsumkritik charakterisieren.
Die Arbeit bezieht sich auf Duchamps „Ready-mades“ und zeitgenössische Künstlerinnen wie Sarah Lucas oder Thea Djordjadze, um den Einsatz von Alltagsgegenständen als Ausdruck politischer Haltung zu legitimieren.
Sie dient als Momentaufnahme und „Mind-Map“, die den Prozess der Auseinandersetzung mit feministischen Idealen sichtbar macht und den Betrachter zur Reflexion über den eigenen Konsum und die eigene Wahrnehmung anregt.
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