Bachelorarbeit, 2017
30 Seiten
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen und pädagogischen Veränderung von Schneewittchen in der niederländischen Übersetzung von J.J.A. Goeverneur im Vergleich zur Originalfassung der Brüder Grimm. Der Fokus liegt auf der Analyse der ideologischen Veränderungen, die Goeverneur in Bezug auf Ethik, Religion und Geschlechterrollen vorgenommen hat. Die Arbeit will herausfinden, welche Bedeutung diese Veränderungen für die Interpretation des Märchens haben.
Die Einleitung liefert einen Überblick über die Bedeutung von Märchen und ihre pädagogische Rolle. Sie stellt die Hauptfrage der Arbeit und die Methode des Vergleichs der beiden Fassungen vor. Kapitel 1 beleuchtet die Herkunft des Märchens „Schneewittchen“ und untersucht verschiedene Versionen und Einflüsse auf die Grimmsche Fassung. Kapitel 2 analysiert die Erzählstruktur von „Schneewittchen“ unter Anwendung der Methodologie von Wladimir Propp. Kapitel 3 setzt sich mit dem Vergleich der Originalfassung der Brüder Grimm und der Übersetzung von Goeverneur auseinander. Es analysiert stilistische und sprachliche Unterschiede, die Charakterdarstellungen und die Darstellung des Todes der bösen Königin.
Märchen, „Schneewittchen“, Brüder Grimm, J.J.A. Goeverneur, Übersetzung, Didaktik, Pädagogik, Ethik, Religion, Geschlechterrollen, Wladimir Propp, Folklore, Kultur, Literaturwissenschaft, Vergleich, Analyse.
Die Märchensammlung der Brüder Grimm galt anfangs in den Niederlanden als unsinnig, pädagogisch unwichtig und aufgrund der blutigen Details als ungeeignet für Kinder.
Goeverneur verharmloste grausame Details, stellte das Kind als Zuhörer stärker in den Mittelpunkt und betonte die religiöse Erziehung im Sinne der calvinistischen Tradition.
Die Arbeit nutzt die Methodologie von Wladimir Propp, um die funktionalen Phasen und die Struktur des Märchens wissenschaftlich zu untersuchen.
Aufgrund der calvinistischen Glaubenstradition in den Niederlanden integrierte Goeverneur deutliche ethische und religiöse Motive, die im Original der Grimms weniger präsent waren.
Die Arbeit vergleicht insbesondere den Tod der bösen Königin in beiden Fassungen, wobei Goeverneur didaktische Anpassungen vornahm, um die Grausamkeit abzumildern.
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