Bachelorarbeit, 2017
62 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
2 Grundlagen und Begriffe
2.1 Geistige Behinderung
2.2 Wohnen
2.3 Selbstbestimmung und selbstbestimmtes Leben
2.4 Deinstitutionalisierung und Enthospitalisierung
2.5 Der Weg zur Inklusion
3 Wohnformen für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf
3.1 Deutschland
3.2 Schweden
3.3 Großbritannien
4 Vergleich der Wohnmöglichkeiten von Deutschland, Schweden und Großbritannien
4.1 Perspektiven in Deutschland
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht Wohnformen für Menschen mit geistiger Behinderung in Deutschland, Schweden und Großbritannien unter der zentralen Forschungsfrage, wie ein inklusives und selbstbestimmtes Leben in diesen Ländern gelingen kann und welche Ansätze für das deutsche System adaptierbar sind.
2.2.1 Community Care
Das Community Care Konzept wurde in den 90er Jahren in Großbritannien und Schweden entwickelt. Es bedeutete einen Paradigmenwechsel der bisherigen Behindertenhilfe hin zu Partizipation / Teilhabe und Empowerment und beinhaltet somit die folgenden Begrifflichkeiten dieses Kapitels. Die Menschen mit Behinderungen sollten nicht weiter als „die Klienten oder die zu Betreuenden“ gesehen werden, sondern als gleichberechtigte Bürger*innen (vgl. Aselmeier 2003, S. 16f.).
Community Care ist eine Art Steuerungsmodell, welches sich auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen mit Behinderungen einstellen soll. Dies geschieht innerhalb der lokalen sozialen Dienstleistungen. Es soll jedoch nicht als eine Neuschaffung von Wohnformen gesehen werden, sondern vielmehr als eine Art Lösungsansatz, welcher ein selbstständiges Leben in der Gemeinde fördern kann. Dahingehend sollen bereits vorhandene Ressourcen so genutzt werden, dass diese individuell auf die Bürger*innen mit Behinderungen angepasst werden können. Das Hauptziel besteht darin, dass große Anstalten mit mehr als 500 Plätzen zum Umdenken gebracht werden und eine Deinstitutionalisierung erfolgen kann (vgl. Aselmeier 2003, S. 21f.).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Behindertenhilfe ein und formuliert die Forschungsfrage zur Vergleichbarkeit von Wohnformen.
2 Grundlagen und Begriffe: In diesem Kapitel werden zentrale Termini wie Geistige Behinderung, Wohnen, Partizipation, Empowerment und Inklusion theoretisch fundiert.
3 Wohnformen für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über die spezifischen Wohnformen in Deutschland, Schweden und Großbritannien.
4 Vergleich der Wohnmöglichkeiten von Deutschland, Schweden und Großbritannien: Hier erfolgt eine systematische Gegenüberstellung der Länderdaten und politischen Entwicklungen der jeweiligen Hilfesysteme.
5 Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und leitet Handlungsempfehlungen für das deutsche System der Behindertenhilfe ab.
Inklusion, Selbstbestimmung, Behindertenhilfe, Community Care, Wohnformen, Deinstitutionalisierung, Persönliches Budget, Partizipation, Empowerment, Deutschland, Schweden, Großbritannien, Teilhabe, Sozialpolitik, Eingliederungshilfe.
Die Arbeit analysiert die Wohnsituation von Menschen mit geistiger Behinderung und beleuchtet, wie internationale Konzepte zur Inklusion und Selbstbestimmung zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen können.
Die Themen umfassen die rechtliche und historische Entwicklung der Behindertenhilfe, verschiedene Wohnmodelle sowie die Rolle von politischen Steuerungsmodellen wie dem Persönlichen Budget.
Das Ziel ist es, den Status quo der Wohnformen in Deutschland, Schweden und Großbritannien zu vergleichen, um daraus professionelle Ansätze für die Soziale Arbeit in Deutschland abzuleiten.
Es wurde eine theoretische Literaturanalyse und ein Ländervergleich durchgeführt, um die jeweiligen sozialpolitischen Rahmenbedingungen und deren praktische Umsetzung zu evaluieren.
Der Fokus liegt auf der detaillierten Beschreibung der nationalen Behindertenpolitik sowie der konkreten Einteilung der Wohnangebote in stationäre und ambulante Formen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Inklusion, Selbstbestimmung, Deinstitutionalisierung, Community Care und Teilhabe.
Laut der Autorin hat Schweden sein gesamtes System stärker auf das Modell der persönlichen Assistenz ausgerichtet, wodurch Menschen mit Behinderung flexibler und unabhängiger in eigenen Wohnungen leben können.
Obwohl sich der Trend zu ambulanten Wohnformen bewegt, bilden Komplexeinrichtungen in Deutschland weiterhin einen signifikanten Teil der stationären Versorgung, stehen jedoch unter wachsendem Druck, sich durch Dezentralisierung zu reformieren.
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