Masterarbeit, 2017
84 Seiten, Note: 2,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Einleitung und Problemaufriss
2 Forschungsfrage
3 Methodisches Vorgehen
4 Vorstellung unterschiedlicher Kommunikationsmodelle zur Klärung des Begriffs „Kommunikation“
5 Klärung des Begriffs „Sozialkapital“
6 Rolle und Funktion der bedeutendsten Social Media im Internet
6.1 Wissensgesellschaft, Internet und Social Media: Begriffsklärungen
6.2 Darstellung der Funktionsangebote des sozialen Mediums Facebook
6.3 Darstellung der Funktionsangebote der Social Media Plattform YouTube
6.4 Angebote und Funktionen des Sozialmediums Twitter
6.5 Zwischenfazit
7 Die mögliche Generierung von Sozialkapital durch die Nutzung von Social Media
7.1 Facebook, YouTube und Twitter: Ihre Funktionen als Möglichkeit individueller Selbstverwirklichung durch soziale Kommunikation unter Aspekten des Begriffs Sozialkapital
7.2 Zwischenfazit
8 Der Verlust an informationeller Selbstbestimmung in den Kanälen der Social Media: Sozialkapital unter negativen Aspekten
8.1 Facebook: Auflösung der Privatsphäre und der Verlust informationeller Selbstbestimmung unter Aspekten von Sozialkapital
8.2 Überwachungsmöglichkeiten und soziale Kontrolle von Nutzern in den Social Media unter Aspekten der informationellen Selbstbestimmung und des Sozialkapitals
8.3 Beeinträchtigung der Privatsphäre auf den Social Media durch Gewaltdarstellungen und politischen Extremismus: Reduktion möglichen Sozialkapitals
8.4 Zwischenfazit
9 Vergleich der medialen Kommunikationsmöglichkeiten in den Social Media mit dem Zeitalter der klassischen Medien
10 Beantwortung der Forschungsfrage
11 Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der Generierung von Sozialkapital durch die Nutzung von Social Media und dem damit einhergehenden Verlust an informationeller Selbstbestimmung und Privatsphäre. Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob die Vorteile der globalen Vernetzung und des Sozialkapitals die Risiken und Nachteile durch Datenmissbrauch und mangelnden Datenschutz aufwiegen.
1 Einleitung und Problemaufriss
Mit dem Aufkommen des Internets (www.) und besonders mit der Etablierung des Social Web (Web 2.0) entstand eine globale Wir-Gemeinschaft, die mit ihren Plattformen einen räumlich und zeitlich unbegrenzten Austausch von Mitteilungen, Informationen, Dienstleistungen und Produkten ermöglichte. Die Integration des Einzelnen in eine universelle Gemeinschaft fand ihre erstmalige Thematisierung schon in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts in den Visionen M. McLuhans, der den Begriff des „Global Village“ prägte. Die Aktivitäten, die sich im Internet mit den Angeboten solcher Social Media wie Facebook, YouTube, Google+, Twitter, Podcasting usw. durchführen lassen, reichen jedoch über den thematischen Zusammenhang eines Global Village weit hinaus: Das Social Web und seine Komponenten initiieren eine globale Kommunikationsgemeinschaft, die sich als eine neuartige Community versteht. P. Glaser charakterisiert die psychologische Dimension des inneren Zusammenhalts dieser Community als „Verwandlung der vielen Ichs in ein neues großes Wir“.
Allein das soziale Netzwerk Facebook verfügte 2015 über etwa 1,44 Milliarden Mitglieder weltweit. Facebook bietet eine umfangreiche Bandbreite interpersonaler Kontaktaufnahmen auf globaler Basis, personaler Selbstdarstellung und Profilierung, der Etablierung sozialer Gruppen mit gleichgerichtete Interessen (Communities), Informationen, Stellenbörsen, Videos usw.. Ähnliches gilt mit Bezug auf das Hochladen personaler Videos und marketingorientierter Selbstdarstellung auch von YouTube. Mit den umfangreichen Profilierungsmöglichkeiten, die die Social Media im Internet bereitstellen, entsteht für den Einzelnen erstmals die Möglichkeit, eigene Leistungen, Kompetenzen und Interessen der Öffentlichkeit ohne die Einschränkungen der klassischen Medien zu präsentieren. Auch die ökonomischen Handlungsspielräume erweitern sich für den Einzelnen hinsichtlich seiner beruflichen Selbstverwirklichung durch die Social Media erheblich: Der individuellen Selbstvermarktung werden hier umfangreiche Potentiale geboten.
1 Einleitung und Problemaufriss: Einführung in die globale Wir-Gemeinschaft des Social Web und Darstellung der Möglichkeiten individueller Selbstdarstellung sowie ökonomischer Selbstvermarktung.
2 Forschungsfrage: Zentrale Fragestellung, ob der Nutzen des Sozialkapitals durch Social Media die Risiken des Privatsphärenverlustes aufwiegt.
3 Methodisches Vorgehen: Beschreibung des zweigliedrigen Aufbaus der Thesis, unterteilt in positive Effekte des Sozialkapitals und kritische Abwägung der Risiken.
4 Vorstellung unterschiedlicher Kommunikationsmodelle zur Klärung des Begriffs „Kommunikation“: Theoretische Auseinandersetzung mit Kommunikationsbegriffen, von klassischen Axiomen bis zu systemtheoretischen Ansätzen.
5 Klärung des Begriffs „Sozialkapital“: Definition und Differenzierung von Sozialkapital nach Autoren wie Putnam und Bourdieu als Basis für das Verständnis sozialer Vernetzung.
6 Rolle und Funktion der bedeutendsten Social Media im Internet: Analyse der Funktionsangebote von Facebook, YouTube und Twitter innerhalb der Informationsgesellschaft.
7 Die mögliche Generierung von Sozialkapital durch die Nutzung von Social Media: Untersuchung der positiven Aspekte wie Gemeinschaftsbildung, Konsumemanzipation (LOHAS) und Protestformen (Shitstorms).
8 Der Verlust an informationeller Selbstbestimmung in den Kanälen der Social Media: Sozialkapital unter negativen Aspekten: Kritische Analyse von Datenschutzproblemen, Überwachung, Big Data und rechtlichen Herausforderungen bei der Löschung von Hassbotschaften.
9 Vergleich der medialen Kommunikationsmöglichkeiten in den Social Media mit dem Zeitalter der klassischen Medien: Gegenüberstellung der modernen Vernetzungsmacht mit historischen Fällen mangelnder öffentlicher Aufklärung bei Katastrophen.
10 Beantwortung der Forschungsfrage: Synthese der Ergebnisse: Soziale Bereicherung durch Sozialkapital versus informationeller Selbstverlust.
11 Zusammenfassung und Fazit: Abschließende Betrachtung, die die Ambivalenz zwischen individueller Selbstentfaltung und dem Verlust an informationeller Souveränität zusammenfasst.
Sozialkapital, Social Media, Facebook, YouTube, Twitter, Privatsphäre, informationelle Selbstbestimmung, Big Data, digitale Kommunikation, LOHAS, Shitstorm, Datenschutz, Online-Gemeinschaften, Community-Building, Cyber-Utopianismus
Die Arbeit analysiert kritisch das Spannungsverhältnis zwischen dem Nutzen, den Nutzer durch soziale Vernetzung in den Social Media ziehen, und den gravierenden Risiken für die Privatsphäre und die informationelle Selbstbestimmung.
Zu den zentralen Themen gehören die theoretische Definition von Sozialkapital, die Funktionsweisen der Plattformen Facebook, YouTube und Twitter, die emanzipatorische Kraft von Online-Protesten und die Problematiken von Big Data und Überwachung.
Die Forschungsfrage lautet, ob die Generierung von Sozialkapital durch die Nutzung sozialer Netzwerke eine Bereicherung darstellt, die die Risiken der Auflösung der Privatsphäre und des informationellen Selbstbestimmungsrechts aufwiegt.
Die Arbeit verfolgt einen analytischen Ansatz, der positive Aspekte der Sozialkapital-Akkumulation systematisch den dokumentierten Verlusten an informationeller Selbstbestimmung gegenüberstellt und durch Literaturanalysen und Fallbeispiele untermauert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Funktionsanalyse der wichtigsten Plattformen, eine Untersuchung der emanzipatorischen Wirkung auf Konsum und Politik sowie eine fundierte Auseinandersetzung mit der negativen Kehrseite: Datenmissbrauch, Überwachung und fehlende Transparenz.
Die wesentlichen Begriffe sind Sozialkapital, informationelle Selbstbestimmung, Privatsphäre, Social Media, Big Data, LOHAS und Shitstorm.
Die LOHAS dienen als Fallbeispiel dafür, wie soziale Netzwerke genutzt werden können, um eine emanzipatorische, nachhaltige Konsumkultur zu bilden und durch Informationsverbreitung Sozialkapital auf Gruppenebene zu generieren.
Der Autor zeigt auf, dass Social Media durch ihre virale Schnelligkeit eine kritische Weltoffenheit erzeugen können, die bei früheren Katastrophen (wie Contergan oder Seveso) aufgrund der Informationsblockaden der klassischen Medien nicht in dieser Form möglich war.
Ein Shitstorm wird als ein Phänomen der digitalen Solidarisierung beschrieben, das mächtige Konzerne zur Korrektur ihrer Praktiken zwingen kann, aber gleichzeitig oft durch emotionale und teils aggressive Dynamiken geprägt ist.
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