Masterarbeit, 2017
92 Seiten, Note: 1,0
1 Introduction
2 The Debate on Aid Effectiveness
2.1 The aid-growth literature
2.2 Looking beyond the effect of growth
2.3 Evidence from donor investigations
2.3.1 The aid allocation literature: Deriving donor interests
2.3.2 Determining donor differences
3 Research objectives
4 Preliminary Empirical Analyses
4.1 Data sources and definitions
4.2 Disaggregating aid – descriptive statistics
5 A first approximation: Cross-Country Evidence
5.1 The effect on growth
5.2 The effect on social indicators
5.3 Post-Cold War changes
6 Insights from a Dynamic Panel Data Model
6.1 Reinvestigating the effect on growth
6.2 Reinvestigating the effect on social indicators
6.3 Robustness tests
7 Policy Implications
8 Conclusion
Die Arbeit untersucht, ob die in der Literatur beschriebenen Unterschiede in den Motiven von Geberländern bei der Mittelvergabe zu quantifizierbaren Differenzen in der Wirksamkeit der Entwicklungshilfe führen, um so die Diskrepanz in der bisherigen Forschung zur Aid-Effectiveness zu erklären.
2.3 Evidence from donor investigations
So far, one major conclusion can be drawn from the literature analysis: A larger share of the research on aid effectiveness fails to find a significantly positive impact of aggregated aid flows (cf. Rajan and Subramanian 2008 and 2011, Burnside and Dollar 2000 or Easterly et al. 2004). For this reason, a major current research goal in this field is to gain insight into the reasons for the apparent failure of total aggregated aid. Section 2.1 already describes one empirical procedure for this purpose; by instrumenting for certain characteristics of the developing countries, such as their institutional quality or climatic circumstances, scholars try to find out under which circumstances aid generates positive effects and when it appears to not have any significant impact. Studies of this type have already had a strong influence on policy, such as the shift of aid allocation of major agencies towards countries with a better policy environment (cf. Easterly et al. 2004: 774).
A further possibility of understanding why overall aid apparently does not achieve its goals is to look at the single development assistance flows separately, i.e. disaggregating aid numbers. The underlying assumption behind this approach is that different aid, or aid flows to different countries, can vary in their effectiveness. The disaggregation, again, can be done in different ways. The two major differences of these approaches are the following: One way is to consider the underlying objective behind the different aid flows and, consequently, to distinguish between the different purposes of aid, which are defined by the donor. Many studies apply such a procedure, amongst them Headey (2008: 169) and Clemens et al. (2012: 594), who subtract the share of humanitarian aid from total ODA with the purpose of only considering the types of aid that are targeted at increasing economic growth, or Dreher et al. (2008: 300), who find a positive impact of aid and education indicators while considering only those aid flows that were assigned to the education sector. This thesis, however, does not apply such a procedure. Section 4.2 provides the argumentation behind this choice.
1 Introduction: Einführung in die Thematik der Wirksamkeit von Entwicklungshilfe (Aid Effectiveness) und die Zielsetzung der Arbeit.
2 The Debate on Aid Effectiveness: Detaillierte Literaturübersicht zur bisherigen Forschung über den Zusammenhang zwischen Hilfe und Wirtschaftswachstum sowie sozialen Indikatoren.
3 Research objectives: Definition der Forschungsziele und Hypothesen hinsichtlich der unterschiedlichen Effektivität verschiedener Geberländer.
4 Preliminary Empirical Analyses: Deskriptive Analyse der Datenquellen, Gebergruppen und Verteilungsmuster der Entwicklungshilfe.
5 A first approximation: Cross-Country Evidence: Erste empirische Annäherung mittels Querschnittsanalysen (OLS) zur Untersuchung der Auswirkungen von Hilfe auf Wachstum und soziale Indikatoren.
6 Insights from a Dynamic Panel Data Model: Hauptteil der empirischen Untersuchung mittels eines dynamischen Panel-Datenmodells (GMM-Schätzer) zur genaueren Identifikation der Hilfeeffekte.
7 Policy Implications: Ableitung politischer Empfehlungen aus den empirischen Ergebnissen für Geberländer und Institutionen.
8 Conclusion: Fazit der Arbeit mit Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsnotwendigkeiten.
Entwicklungshilfe, Aid Effectiveness, Wirtschaftswachstum, Soziale Indikatoren, Gebermotive, Aid Allocation, GMM-Schätzer, Bilaterale Hilfe, Multilaterale Hilfe, Kalter Krieg, Institutionelle Qualität, Armutsbekämpfung, Empirische Evidenz, Entwicklungsländer, Nachhaltige Entwicklungsziele.
Die Arbeit untersucht kritisch die Wirksamkeit von Entwicklungshilfe und analysiert, warum die bisherige Forschung oft keinen konsistenten positiven Effekt auf wirtschaftliche oder soziale Indikatoren in Empfängerländern feststellen konnte.
Zentrale Felder sind die Analyse von Gebermotiven (Hilfe-Allokation), die Wirksamkeit aggregierter versus disaggregierter Hilfeleistungen und der Einfluss unterschiedlicher Geberstrategien auf das Wirtschaftswachstum und soziale Entwicklungsziele.
Das Hauptziel ist es, die Hypothese zu prüfen, ob die in der Literatur beschriebenen Unterschiede in den Gebermotiven (z. B. altruistisch vs. eigennutzorientiert) quantifizierbare Unterschiede in der Wirksamkeit der geleisteten Hilfe nach sich ziehen.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus deskriptiven Analysen, Querschnittsanalysen (OLS) und fortgeschrittenen dynamischen Panel-Datenmodellen mittels GMM-Schätzern (Generalised Method of Moments), um kausale Zusammenhänge zu untersuchen.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die empirische Re-Evaluierung der Hilfeeffekte, wobei der Fokus auf dem Vergleich zweier vordefinierter Gebergruppen sowie der Unterscheidung zwischen bilateraler und multilateraler Hilfe liegt, unter Berücksichtigung von Zeitverzögerungen der Effekte.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Aid Effectiveness, Gebermotive, GMM-Panel-Analyse, Wirtschaftswachstum und soziale Indikatoren charakterisieren.
Geber der Gruppe 1 (nordische Länder) orientieren ihre Hilfe stärker an den Bedürfnissen der Empfängerländer und erzielen positive Wachstumseffekte, während Geber der Gruppe 2 (Großmächte wie USA, Japan, Deutschland) die Hilfe stärker an eigenen geopolitischen oder ökonomischen Interessen ausrichten, was sich empirisch negativer auswirkt.
Der Autor führt dies auf empirische Herausforderungen bei der Datenverfügbarkeit zurück, deutet aber auch an, dass bilaterale Hilfe oft zu stark auf ökonomische Infrastruktur und zu wenig auf direkte soziale Bedürfnisse der ärmsten Bevölkerungsschichten ausgerichtet ist.
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