Bachelorarbeit, 2016
57 Seiten, Note: 2,0
1 Einführung
2 Grundlagen des Bargeldes
2.1 Entstehung des Bargeldes
2.2 Definition von Buchgeld
2.3 Funktionen des Bargeldes
2.4 Vor- und Nachteile des Bargeldes
3 Aktuelle weltweite Entwicklungen
3.1 Aktuelle Debatten in der Europäischen Union
3.2 Wichtige Informationen im internationalen Kontext
4 Chancen und Ziele einer Bargeldabschaffung
4.1 Offiziell genannte Gründe
4.2 Mögliche inoffizielle Gründe und Hintergründe
5 Voraussetzungen für eine mögliche Bargeldabschaffung
6 Mögliche Risiken und Nebeneffekte der Bargeldabschaffung
6.1 Entstehung von Schattenwährungen
6.2 Freiheitseinschränkung der Bürger
6.3 Sicherheitsrisiken bargeldloser Zahlungssysteme
6.4 Selbstkontrolle und Konsumverhalten der Bürger
7 Alternativen zum Bargeld
7.1 Reines Giralgeld - Digitale Bezahlsysteme am Beispiel Mobile Payment
7.2 Vollgeldinitiative in der Schweiz
7.3 Virtuelle Währungen am Beispiel Bitcoins
8 Zukünftige Rolle des Bargeldes als Zahlungsmittel
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretische Machbarkeit und die ökonomischen sowie gesellschaftlichen Folgen einer vollständigen Abschaffung von Bargeld. Dabei wird analysiert, inwieweit moderne digitale Zahlungssysteme das Bargeld ersetzen können und welche Herausforderungen dies für Zentralbanken, Handel und Konsumenten mit sich bringt.
2.4 Vor- und Nachteile des Bargeldes
Weiterhin bringt Bargeld, neben den genannten Funktionen, noch einige grundsätzliche Vorteile für die Verbraucher mit. Das Bargeld gewährleistet Anonymität bei der Durchführung von Transaktionen. Demzufolge sind für Dritte Art und Umfang der zugrundeliegenden Transaktion nicht nachvollziehbar. Zusätzlich ermöglichen Barzahlungen dem Nutzer eine gute Kontrolle der Ausgaben und können das Kaufverhalten mindern. So ist Bargeld durch die physische Wertübertragung das transparenteste Zahlungsmittel.16 Außerdem hat es einen einheitlichen Wert und ermöglicht eine sofortige und endgültige Vertragserfüllung ohne jede weitere Beteiligung von Dienstleistern.17 Mit ihm sind schnelle Zahlungen möglich und es wird von den Nutzern als sicher und einfach deklariert.18 Ein besonders wichtiger Vorteil ist, dass Bargeld auch ohne technische Infrastruktur bei Naturkatastrophen oder einem Stromausfall als Zahlungsmittel verwendet werden kann.19 Des Weiteren benötigt der Gebrauch von Bargeld keine nennenswerten Zugangsbeschränkungen. Auch in Ländern, in denen Bürgern die Eröffnung eines Girokontos verwehrt bleibt, kann mit Banknoten und Münzen bezahlt werden.20
Neben den zahlreichen positiven Seiten an Bargeld existieren gleichwohl Nachteile. Beispielsweise fanden Wissenschaftler der Universität Oxford heraus, dass sich auf einer durchschnittlichen Banknote etwa 26.000 potentiell gesundheitsschädliche Bakterien befinden.21 Diese könnten diverse Krankheiten verursachen. Des Weiteren entsteht, insbesondere durch die Aufbewahrung von größeren Mengen an Bargeld im Eigenheim, ein Risiko für die Bürger. Es kann zu Bränden, Diebstählen und dem Verlust von Banknoten kommen. Hinzu kommt die Möglichkeit des Diebstahls von Bargeld aus der Geldbörse. Als weiterer Nachteil führt Bargeld zu hohen Transaktionskosten. Beginnend mit der Herstellung durch die nationalen Notenbanken, kommen Kosten für die Bargeldhaltung und die Belieferung durch die Dienstleister hinzu. Diese werden zumindest teilweise durch Unternehmen, in Form von höheren Produktpreisen, umgelegt und somit an die Kunden weitergegeben.22 Das Bargeld, insbesondere die Banknoten, können außerdem durch kriminelle Strukturen gefälscht werden. Durch die Hinzuführung dieser Fälschungen entsteht der Bevölkerung des jeweiligen Landes ein Schaden.
1 Einführung: Die Arbeit führt in die theoretische Diskussion über die Abschaffung des Bargelds ein und stellt zentrale Akteure sowie die Forschungsziele dar.
2 Grundlagen des Bargeldes: Es werden die historische Entstehung, die Definition von Buchgeld sowie die ökonomischen Funktionen und Vor- und Nachteile des Bargelds erörtert.
3 Aktuelle weltweite Entwicklungen: Das Kapitel beleuchtet aktuelle politische Debatten in der EU zur Bargeldeinschränkung sowie den internationalen Trend zu digitalen Bezahlmethoden.
4 Chancen und Ziele einer Bargeldabschaffung: Hier werden die offiziellen Argumente wie Verbrechensbekämpfung und Kostenersparnis sowie inoffizielle makroökonomische Motive wie Negativzinsen diskutiert.
5 Voraussetzungen für eine mögliche Bargeldabschaffung: Es werden die technischen, rechtlichen und infrastrukturellen Anforderungen für eine bargeldlose Gesellschaft analysiert.
6 Mögliche Risiken und Nebeneffekte der Bargeldabschaffung: Das Kapitel analysiert Gefahren wie die Entstehung von Schattenwährungen, den Verlust an Anonymität und Sicherheitsrisiken digitaler Systeme.
7 Alternativen zum Bargeld: Die Arbeit stellt alternative Konzepte wie Giralgeld-Systeme, die Schweizer Vollgeldinitiative und virtuelle Währungen wie Bitcoins vor.
8 Zukünftige Rolle des Bargeldes als Zahlungsmittel: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die langfristige Perspektive von Bargeld in einer digitalisierten Wirtschaft.
Bargeldabschaffung, Digitalisierung, Giralgeld, Buchgeld, Schattenwirtschaft, Negativzinsen, Mobile Payment, Bitcoin, Kryptowährung, Finanzsystem, Zentralbank, Transaktionskosten, Vollgeldinitiative, Anonymität, bargeldloser Zahlungsverkehr.
Die Publikation befasst sich mit der ökonomischen und gesellschaftlichen Relevanz des Bargelds und den Auswirkungen, die eine theoretische vollständige Abschaffung auf das moderne Finanzwesen hätte.
Zentrale Themen sind die Gegenüberstellung von physischem Bargeld und digitalem Buchgeld, die Rolle der Zentralbanken sowie die Auswirkungen von Regulierungen wie Bargeldobergrenzen auf Wirtschaft und Gesellschaft.
Das Ziel der Untersuchung ist es, zu analysieren, ob eine bargeldlose Gesellschaft technisch und ökonomisch umsetzbar ist und welche Risiken sowie Chancen dieser Prozess für Bürger und Staaten birgt.
Der Autor nutzt eine fundierte Literaturanalyse, wertet internationale Studien zur Bargeldnutzung aus und diskutiert ökonomische Konzepte sowie aktuelle regulatorische Entwicklungen in der EU und weltweit.
Im Hauptteil werden sowohl die Chancen der Bargeldabschaffung, wie Effizienzsteigerung und Kriminalitätsbekämpfung, als auch die gravierenden Risiken, insbesondere in Bezug auf Datenschutz und systemische Sicherheit, detailliert analysiert.
Wichtige Schlagworte sind Bargeldabschaffung, digitale Bezahlsysteme, Schattenwirtschaft, Negativzinsen, Bitcoins und Vollgeldinitiative.
Der Autor führt aus, dass Zentralbanken ohne Bargeld als physische Alternative zur Geldhaltung in der Lage wären, Negativzinsen ohne die Gefahr eines sogenannten "Bankenruns" deutlich effektiver durchzusetzen.
Die Vollgeldinitiative wird als ein Lösungsansatz diskutiert, der die Geldschöpfung wieder unter staatliche Kontrolle bringen soll, indem Banken verpflichtet würden, 100 Prozent ihrer Kundeneinlagen mit Zentralbankgeld zu decken.
Der Autor weist darauf hin, dass Bitcoins zwar dezentral und fälschungssicher sind, jedoch durch extreme Kursvolatilität und das Fehlen einer staatlichen Einlagensicherung hohe Risiken für die Nutzer bergen.
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