Bachelorarbeit, 2016
48 Seiten, Note: 2,1
1. Einleitung
1.1 Allgemeine Daten zu den Muslimen in Deutschland
1.2 Fragestellung und Aufbau der Arbeit
2. Vorurteile gegenüber muslimischen Migranten in Deutschland
2.1 Allgemeine Begriffsdefinition der Stigmatisierung
2.2 Allgemeine Begriffsdefinition der Islamophobie
2.3 Allgemeine Begriffsdefinition der Islamfeindlichkeit
3. Die Rolle der Medien
3.1 Islam in den deutschen Medien
3.2 Sabine Schiffer: Die Darstellung des Islam in der Presse
3.3 Kai Hafez und Carola Richter: Das Islambild in der Presse
3.4 Sachverständigenrat der deutschen Stiftungen – Muslime in der Mehrheitsgesellschaft: Medienbild und Alltagserfahrungen in Deutschland
4. Einstellungen zum Islam und zu Muslimen in Deutschland
4.1 Das Islambild in der deutschen Gesellschaft
4.2 Jürgen Leibold/Steffen Kühnel: Islamophobie – Sensible Aufmerksamkeit für spannungsreiche Anzeichen
4.3 Religionsmonitor der Bertelsmann Stiftung: Die Wahrnehmung des Islams in Deutschland
4.4 Vergleich der beiden Untersuchungen von Leibold/Kühnel und Bertelsmann Stiftung
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das in der deutschen Gesellschaft vorherrschende Islambild und analysiert die Ursachen für bestehende Vorurteile und Islamophobie. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich Medienberichterstattung und verschiedene gesellschaftliche Einstellungen gegenseitig beeinflussen und zur Stigmatisierung muslimischer Menschen beitragen.
3. Die Rolle der Medien
Die Medien sind eine besonders einflussreiche Hauptinformationsquelle. Aus diesem Grund sind sie ein wichtiger Faktor bei der Bildung bestimmter Vorurteile gegenüber Menschen mit muslimischem Migrationshintergrund. Betrachtet man die zahlreichen Untersuchungen über Migrantendarstellung in den Medien, so sieht man, dass Migranten häufig als Problemgruppen dargestellt werden. Der Begriff „Kriminalität“ wird häufig in Verbindung mit Migranten gebracht. So werden Migranten übermäßig negativ dargestellt als deutsche Bürger. Von daher spricht die Kommunikationsforschung auch von einem „Negativismus“ bei der medialen Darstellung von Migranten. Negativismus bedeutet in diesem Zusammenhang eine strikte Ablehnung von Migranten und hat drei wichtige Aspekte. Erstens werden Migranten verstärkt als finanzielle Belastung für den deutschen Staat gesehen. Zweitens werden Migranten als Problemgruppen wahrgenommen. Zuletzt werden sie als Bedrohung für die öffentliche Sicherheit wahrgenommen und „sehr häufig als Kriminelle und Gewalttäter präsentiert – als Schläger, Einbrecher, Geiselnehmer, Erpresser, Mörder, Sexualstraftäter, seit dem 11. September 2001 häufig als Terroristen.“ In den unten aufgeführten Kapiteln wird die Darstellung des Islams in den deutschen Medien analysiert und untersucht welches Islambild die Medien vermitteln.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die aktuelle gesellschaftliche Relevanz des Themas Islam in Deutschland ein und skizziert die Fragestellung sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Vorurteile gegenüber muslimischen Migranten in Deutschland: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Stigmatisierung, Islamophobie und Islamfeindlichkeit, um den theoretischen Rahmen für die Analyse zu setzen.
3. Die Rolle der Medien: Das Kapitel untersucht, wie Medien durch einseitige Berichterstattung und die Verknüpfung von Islam mit negativen Themen wie Terrorismus zur Stereotypenbildung beitragen.
4. Einstellungen zum Islam und zu Muslimen in Deutschland: Es werden verschiedene empirische Studien und Untersuchungsergebnisse zur Wahrnehmung von Muslimen in der deutschen Bevölkerung analysiert und verglichen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die Ursachen und die Verbreitung des negativen Islambildes zusammen und beantwortet die eingangs gestellte Forschungsfrage.
Islamophobie, Deutschland, Muslime, Medien, Vorurteile, Stigmatisierung, Islamfeindlichkeit, Integration, Terrorismus, Bertelsmann Stiftung, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Islambild, Diskriminierung, Medienberichterstattung, Migrationshintergrund
Die Arbeit befasst sich mit der Islamophobie in Deutschland und analysiert das Islambild, das in der deutschen Gesellschaft und den Medien vorherrscht.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Vorurteilen, die Rolle der Medien bei der Stigmatisierung von Muslimen sowie die Analyse empirischer Einstellungen gegenüber dem Islam.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, welches Islambild in Deutschland existiert und welche Ursachen hinter den verbreiteten Vorurteilen und der Islamophobie stecken.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse, wobei bestehende Studien (u.a. von Sabine Schiffer, Kai Hafez, Bertelsmann Stiftung) ausgewertet und in einen theoretischen Kontext gestellt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition von Vorurteilen, die Untersuchung der medialen Darstellung des Islams und die Analyse von Umfragedaten zur gesellschaftlichen Wahrnehmung.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Islamophobie, Medienwirkung, Integration, Vorurteilsforschung und gesellschaftliche Stigmatisierung charakterisieren.
Die Autorin argumentiert, dass Medien als „Spiegel und Konstrukteur der Realität“ fungieren und durch die ständige Verknüpfung des Islams mit Gewalt und Terror maßgeblich zur Angstbildung in der Bevölkerung beitragen.
Der Vergleich zeigt, dass Islamophobie in Deutschland über die Jahre zugenommen hat und ein stark ausgeprägtes, negatives Islambild feststellbar ist, das sowohl bei geringer als auch bei höherer Bildung verbreitet ist.
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