Bachelorarbeit, 2016
49 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Emotionen – Ein Definitionsversuch
2.1 Emotionen als multidimensionale Konstrukte zur Bewältigung des (Über-)Lebens
2.2 Emotionale Reaktionskomponenten
2.3 Abgrenzung von Emotionen gegenüber ähnlichen affektiven Zuständen
3 Emotionen als universelle Produkte der Evolution
3.1 Evolution – Eine Übersicht über den Fortgang der stammesgeschichtlichen Entwicklung
3.2 Thematische Einführung
3.3 Evolutionäre Annahmen Darwins
3.4 Phylogenetische Entwicklung von Emotionen
3.5 Funktionalität von Emotionen als adaptive Verhaltensweisen
4 Die Relevanz des nicht-sprachlichen Ausdrucks von Emotionen für die Körpersprache im rhetorischen Prozess
4.1 Grundlagen der Kommunikation respektive rhetorischem Prozess
4.2 Körpersprache und nicht-sprachliche Kommunikation
4.3 Nicht-sprachliche Kommunikationskanäle des emotionalen Ausdrucks
4.3.1 Kommunikationskanal 'Mimik'
4.3.2 Kommunikationskanal 'Stimme/Parasprache'
4.3.3 Kommunikationskanal 'Körper'
4.3.4 Emotionale Ausdruckscharakteristika
4.4 Intentionalität, Kommunikationsabsicht und Glaubwürdigkeit des körpersprachlichen Ausdrucks von Emotionen
4.5 Zusammenfassung: Emotionen als relevante körpersprachliche Ausdrucksmuster im rhetorischen Prozess
5 Fazit: Emotionen - Rudimentäre Adaptionen an vergangene Umweltbedingungen oder kommunikativ wirksame Mechanismen des sozialen Miteinanders?
Die Arbeit untersucht Emotionen aus einer evolutionsbiologischen Perspektive und analysiert, wie diese als universelle Mechanismen zur Bewältigung von Umweltherausforderungen entstanden sind. Ein zentrales Ziel ist es, die Relevanz dieser nicht-sprachlichen emotionalen Ausdrucksformen für die menschliche Kommunikation und den rhetorischen Prozess zu ergründen und die Frage zu klären, ob sie bloße evolutionäre Überbleibsel oder essenzielle Mechanismen des sozialen Miteinanders darstellen.
4.3.1 Kommunikationskanal 'Mimik'
Unter dem Begriff 'Mimik' wird das Zusammenspiel der menschlichen Gesichtsmuskulatur mit ihren einzelnen Arealen Stirn, Augen und Augenbrauen, Mund sowie Nase verstanden. Durch die zunehmende Entwicklung des Menschen wurde der Mund als Greiforgan von der Hand abgelöst und somit das gesamte menschliche Gesicht zum primären 'Ausdrucksorgan' freigegeben. Darüber hinaus führte die Fähigkeit des Sprechens wahrscheinlich zu einer differenzierten Ausbildung der Muskulatur des Untergesichts (Unterkiefer und Mund) und somit auch zu der Fähigkeit einer dynamischen, differenzierten und mobilen Ausdrucksmöglichkeit ebendieses Areals. Das Obergesicht hingegen, welches Augen, Augenbrauen und Stirn umfasst, wirkt relativ undifferenziert und weniger dynamisch. Dennoch liefern beide Teile des Gesichts ein bemerkenswertes Kommunikationsinstrument insbesondere bezüglich der differenzierten Bewegungsmöglichkeit einzelner Muskeln und ihrer Fähigkeit miteinander zu interagieren. Durch diese differenzierte Bewegungsmöglichkeit und Darstellung verschiedener Ausdrücke mittels der Aktivierung unterschiedlicher Gesichtsmuskeln beziehungsweise -partien gilt das Gesicht demnach nicht nur als Indikator für Identität, Alter oder Geschlecht, sondern auch und vor allem als dominantester Kommunikationskanal bezüglich des Ausdrucks von Emotionen beziehungsweise der emotionalen Befindlichkeit: „'Die Mienensprache ist die stumme Sprache des Geistes. Die Wortsprachen der Völker sind verschiedenartig und wechselnd, die Sprache der Mienen aber ist allerorten und bei allen Menschen dieselbe [...].'“
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Perspektive auf Emotionen von destruktiven Zuständen hin zu unverzichtbaren Mitspielern im sozialen und individuellen Leben und stellt die Forschungsfrage nach ihrer evolutionsbiologischen Bedeutung für die Körpersprache.
2 Emotionen – Ein Definitionsversuch: Dieses Kapitel definiert Emotionen als multidimensionale Konstrukte und grenzt sie von anderen affektiven Phänomenen wie Stimmungen und Gefühlen ab.
3 Emotionen als universelle Produkte der Evolution: Hier wird die evolutionäre Entstehung von Emotionen als adaptive Verhaltensweisen dargestellt, wobei insbesondere die Theorien von Charles Darwin und die funktionalen Aspekte für das Überleben diskutiert werden.
4 Die Relevanz des nicht-sprachlichen Ausdrucks von Emotionen für die Körpersprache im rhetorischen Prozess: Dieser Hauptteil analysiert, wie Emotionen über Kanäle wie Mimik, Stimme und Körpersprache kommuniziert werden und welche Bedeutung dies für die soziale Interaktion und Rhetorik hat.
5 Fazit: Emotionen - Rudimentäre Adaptionen an vergangene Umweltbedingungen oder kommunikativ wirksame Mechanismen des sozialen Miteinanders?: Das Fazit fasst zusammen, dass Emotionen sowohl als evolutionär entstandene Programme als auch als essenzielle, glaubwürdige Werkzeuge für das soziale Miteinander und die Kommunikation dienen.
Emotionen, Evolution, Körpersprache, Mimik, Parasprache, Rhetorik, nonverbale Kommunikation, adaptive Verhaltensweisen, Ausdruckscharakteristika, soziale Interaktion, Affektprogramme, phylogenetische Entwicklung, Intentionalität, Basisemotionen, Emotionsforschung
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Emotionen für den Menschen aus evolutionsbiologischer Sicht und ihre zentrale Rolle in der nicht-sprachlichen Kommunikation und im rhetorischen Prozess.
Die zentralen Felder sind die evolutionäre Entstehung und Funktion von Emotionen, ihre Abgrenzung zu anderen Gefühlslagen und ihre Anwendung als körpersprachliche Signale in der zwischenmenschlichen Interaktion.
Das Ziel ist es, die Entstehung von Emotionen als evolutionäre Mechanismen zu beschreiben und zu klären, ob diese nicht-sprachlichen Ausdrucksmuster lediglich rudimentäre Überbleibsel oder funktionale Mechanismen für das soziale Miteinander sind.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literatur- und Theorieanalyse evolutionsbiologischer und kommunikationswissenschaftlicher Ansätze basiert.
Der Hauptteil widmet sich der Bedeutung des nicht-sprachlichen Ausdrucks für die Körpersprache, wobei die Kommunikationskanäle Mimik, Stimme und Körperhaltung detailliert untersucht werden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Emotionen, Evolution, Körpersprache, Mimik, Parasprache und nonverbale Kommunikation charakterisiert.
Das Gesicht bietet aufgrund der komplexen Gesichtsmuskulatur die differenzierteste Möglichkeit, emotionale Zustände dynamisch und spezifisch darzustellen, was es zum wichtigsten Instrument für das Erkennen emotionaler Befindlichkeiten macht.
Die Stimme dient als Medium für sowohl sprachliche Inhalte als auch für emotionsspezifische parasprachliche Marker wie Tonhöhe, Lautstärke und Sprechgeschwindigkeit, die oft unwillkürlich den emotionalen Zustand signalisieren.
Als 'nonverbal leakage' bezeichnet man das Phänomen, dass echte Emotionen trotz bewusster Versuche der Maskierung für kurze Momente unwillkürlich sichtbar werden, da sie schwerer willentlich zu kontrollieren sind als verbale Botschaften.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

