Bachelorarbeit, 2017
69 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Methodisches Vorgehen
2. Der Handel in Deutschland
2.1 Wirtschaftliche Entwicklung des Einzelhandels
2.2 Betriebsformen und Marktstrukturen im Lebensmitteleinzelhandel
2.3 Trends im Handel
3. Discounter
3.1 Eigenschaften von Discountern
3.2 Firmenportrait Aldi
3.3 Firmenportrait Lidl
4. Marketingmaßnahmen von Aldi und Lidl
4.1 Aldi
4.1.1 Instore-Marketing
4.1.2 Pop-up-Store
4.1.3 TV-Spot „Einfach ist mehr“
4.1.4 Kino-Spot „Die Götter“
4.1.5 Aldi online
4.2 Lidl
4.2.1 Instore-Marketing
4.2.2 Pop-up-Store
4.2.3 „Du hast die Wahl“
4.2.4 Online-Shop
4.3 Chancen und Risiken von Aldi und Lidl
4.4 Einführung von Markenprodukten in das Sortiment von Discountern
4.4.1 Begriff der Handelsmarke am Beispiel von Aldi und Lidl
4.4.2 Begriff der Herstellermarke – Bedeutung für Aldi und Lidl
5. Empirische Untersuchung
5.1 Ziel der empirischen Untersuchung
5.2 Darstellung des Erhebungsdesigns
5.3 Aufbau des Fragebogens
5.4 PreTest
5.5 Teilnehmer
5.6 Auswertung
6. Diskussion
6.1 Methode
6.2 Ergebnisse
7. Fazit der Untersuchung
8. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Strategiewechsel von Aldi und Lidl im Marketing, insbesondere deren veränderte Produkt-, Distributions- und Kommunikationspolitiken. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der aktuellen Situation im Lebensmitteleinzelhandel, den durchgeführten Marketingmaßnahmen der Discounter sowie der Frage, ob diese Maßnahmen das volle Potenzial der Unternehmen ausschöpfen.
3.1 Eigenschaften von Discountern
Im Mittelpunkt der Kaufentscheidungen der Deutschen steht der Preis. „Discounter bieten ein enges, auf raschen Umschlag ausgerichtetes Sortiment zu niedrigen Preisen an. Da Discounter für diese Strategie große, artikelspezifische Einkaufsvolumina und hohe Kundenfrequenzen benötigen, wird das Discountgeschäft fast ausschließlich von großen Einzelhandelsunternehmen nach dem Filialprinzip betrieben“ (Müller-Hagedorn et al. 2012, S. 94). Im Sortiment der Lebensmitteldiscounter finden sich hauptsächlich Eigenmarken. Dies ist auch auf das bis 31.12.1973 geltende Gesetz der Preisbindung zurückzuführen, wonach „vom Hersteller festgesetzte Endpreise einzuhalten, sie insbesondere nicht zu unterbieten sind, auch nicht durch Zugaben, Rabatte, Skonti oder Gewährung anderer Vergünstigungen“ (Der Spiegel 1954, S. 14f). Durch diese gesetzliche Beschränkung war der freie Wettbewerb nicht möglich. Aldi nutzte dies zur Einführung seiner No-Name-Produkte und war damit günstiger als die restlichen Wettbewerber. Nicht nur im Lebensmitteleinzelhandel findet sich das Discountprinzip wieder, sondern es schlägt sich auch im fliegerischen Bereich bei Fluggesellschaften wie Ryanair oder EasyJet nieder.
Durch den hohen Anteil an Eigenmarken, der einfachen Präsentation der Waren und der Selbstbedienung ohne das Angebot einer Beratung in Verbindung mit einem eingeschränkten Sortiment, das einfaches Einkaufen für den Kunden ermöglicht, gelang es den Discountern, sich gegenüber den Kunden als Preisführer zu behaupten. Gegenüber der Konkurrenz machte sich dieses Konzept in einer Kostenführerschaft (vor allem durch Kostenvorteile in der Beschaffung, Ladenausstattung und Logistik) bemerkbar. Um die „Aldisierung“ der Gesellschaft einzuschränken, führten die übrigen Lebensmitteleinzelhändler Marken im unteren Preissegment ein, wie z.B. „ja!“ oder „Gut & Günstig“ ein. Sie positionieren aber dennoch auch ihre Eigenmarken, wie z.B. „Rewe-Beste Wahl“, neben den klassischen Markenartikeln. Durch diese große Sortimentsauswahl schaffen es die übrigen Lebensmitteleinzelhändler, sowohl Kunden zum Discount-Preis anzusprechen als auch das Phänomen „Trading-up“ umzusetzen, sodass die Discounter gezwungen waren, ihre Niedrigpreisstrategie zu überdenken, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Strategiewechsels bei Aldi und Lidl ein und definiert das Ziel sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2. Der Handel in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die wirtschaftliche Entwicklung des Einzelhandels sowie Trends und Marktstrukturen im Lebensmitteleinzelhandel.
3. Discounter: Hier werden die grundlegenden Eigenschaften von Discountern analysiert und die Firmenporträts von Aldi und Lidl dargestellt.
4. Marketingmaßnahmen von Aldi und Lidl: Dieses umfangreiche Kapitel analysiert detailliert die Marketing-Mix-Strategien (Produkt, Distribution, Kommunikation) von Aldi und Lidl sowie Chancen, Risiken und die Sortimentserweiterung um Markenprodukte.
5. Empirische Untersuchung: Dieser Abschnitt beschreibt das Ziel, das Design, den Aufbau und die Teilnehmer der durchgeführten Onlinebefragung sowie die methodische Auswertung.
6. Diskussion: In der Diskussion werden die methodischen Aspekte der Umfrage sowie die erzielten Ergebnisse kritisch hinterfragt und in den Kontext gesetzt.
7. Fazit der Untersuchung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Auswirkungen der Strategieänderungen auf die Kundenwahrnehmung.
8. Zusammenfassung und Ausblick: Abschließend bietet dieses Kapitel eine Zusammenfassung der Arbeit und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Discountsektor.
Aldi, Lidl, Marketing, Strategiewechsel, Lebensmitteleinzelhandel, Discounter, Handelsmarken, Herstellermarken, Kundenbindung, Preisstrategie, Marketing-Mix, Sortimentserweiterung, Online-Shop, Konsumentenverhalten, Handelsmarketing
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Strategiewechsel von Aldi und Lidl hinsichtlich ihrer Marketingstrategien und wie sie auf veränderte Marktbedingungen sowie das Konsumentenverhalten reagieren.
Die zentralen Themen umfassen die betriebswirtschaftliche Analyse des Discounthandels, moderne Marketinginstrumente wie Instore-Marketing und Digitalisierung sowie die Auswirkungen der Einführung von Markenprodukten in das Sortiment.
Das Ziel ist es, die Gründe für die Veränderungen in der Marketing- und Sortimentspolitik der Discounter zu identifizieren und zu untersuchen, ob diese Maßnahmen erfolgreich sind und ob noch ungenutzte Potenziale bestehen.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen quantitativen Untersuchung in Form einer Onlineumfrage unter Konsumenten.
Der Hauptteil analysiert die konkreten Marketingmaßnahmen von Aldi und Lidl, darunter Verkaufsraumgestaltung, Werbekampagnen (TV, Kino), Online-Aktivitäten sowie die strategische Sortimentsanpassung durch die Aufnahme von Markenprodukten.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Discounter-Marketing, Handelsmarken, Herstellermarken, Strategiewechsel, Konsumentenverhalten und Handelsmarketing geprägt.
Pop-up-Stores dienen Aldi und Lidl als Marketingmaßnahme, um Markenbekanntheit zu erhöhen, Produkte (wie Wein oder Mode) exklusiv zu präsentieren und neue, markenbewusstere Zielgruppen anzusprechen.
Die Mehrheit der Befragten hält den Online-Shop von Lidl für wenig relevant und lehnt die Einführung eines Lieferservices durch Aldi oder Lidl mehrheitlich ab, da sie diesen nicht für notwendig erachten.
Die Discounter haben Markenprodukte gelistet, um sowohl preisbewusste Kunden als auch die "Trading-up-Gesellschaft" anzusprechen, wobei die Konsumenten laut Studie keine eindeutige Bevorzugung zwischen Handels- und Herstellermarken aufweisen.
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