Masterarbeit, 2017
154 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
2 Unsichtbare Bindungen
2.1 Bindung
2.1.1 Bindungsverhalten
2.2 Eltern-Kind-Beziehung
2.2.1 Die soziale und emotionale Entwicklung
2.3 Familie
2.3.1 Krisen
2.3.2 Destruktive Familiendynamik
2.4 Gewalt
2.4.1 Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung
2.4.2 Formen und Verhalten
2.5 Beziehungen in stationären Einrichtungen
2.5.1 Trennung von den Eltern
2.5.2 Vertrauen
2.5.3 Kommunikation
2.5.4 Loyalität
3 Zwangskontext und Zusammenarbeit
3.1 Eltern- und Kinderrechte
3.2 Kinder- und Jugendhilfe
3.2.1 Ziele und Aufgaben
3.3 Inobhutnahme und Unterbringung
3.3.1 Vollzeitpflege
3.4 Soziale Arbeit in Zwangskontexten
3.4.1 Professionelle HelferInnen, KlientInnen und deren Beziehung
3.4.2 Kontaktaufnahme
3.4.3 Grundhaltung
3.4.4 Einfluss
3.4.5 Problemdefinition
3.4.6 Arbeitsbündnis
3.4.7 Pädagogisches Vorgehen
4 Methodisches Vorgehen
4.1 Forschungsfrage
4.2 Untersuchungsfeld
4.2.1 Berliner Krisengruppe
4.3 Wahl der Interviewpartner
4.4 Wahl der Methode
4.4.1 Das Experteninterview
4.4.2 Aufbereitung der Daten
4.5 Inhaltsanalyse nach Mayring
4.5.1 Ablaufmodell nach Mayring
4.5.2 Inhaltsanalytische Gütekriterien
5 Auswertung
5.1 Anwendung der inhaltsanalytischen Gütekriterien
6 Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie Loyalitätskonflikte bei Kindern im Clearingkontext entstehen, wie sie sich äußern und mit welchen pädagogischen Handlungsweisen MitarbeiterInnen einer stationären Krisengruppe darauf reagieren können, um diese Konflikte zu bearbeiten und das Kind zu stärken.
2.4.2 Formen und Verhalten
Das Aufzeigen der Formen und das dabei sich entwickelnde Verhalten des Kindes dienen dem Zweck, die möglichen Unterbringungsgründe aufzuzeigen. Außerdem kann dadurch auf die Stärke des unsichtbaren Bandes der Loyalität auch in destruktiven Familiensystemen hingewiesen werden.
Kindeswohlgefährdende Aspekte können in unterschiedlichen Kontexten sowie differenzierte Ursachen und Handlungsweisen entstehen. Alle Formen von Gewalt haben Auswirkung auf die körperliche, emotionale und soziale Entwicklung des Kindes. Die Bezugspersonen sollen dem Kind Geborgenheit, Schutz und Zuwendung bieten. Erfährt es aber durch sie eine Form von Gewalt, ist dies besonders traumatisierend und kann sich auf die Vertrauensbildung auswirken. Beispielsweise werden bei einer körperlichen Misshandlung („battered child syndrome“) dem Kind Bissspuren oder Verbrennungen hinzugefügt und/oder es erleidet Knochenbrüche und Blutergüsse. Eine weniger offensichtliche Form der Misshandlung betrifft die Psyche des Kindes. Eltern entziehen ihm/ihr Liebe, Zuneigung sowie Empathie. Kinder selbst haben in ihren jungen Lebensjahren noch kein eigenes Bild von sich selbst, sondern spiegeln eher das wider, was deren Bezugspersonen über sie sagen, denken oder wie sie sie behandeln. Fehlt die Interaktion/Rückmeldung oder findet diese nur sporadisch statt, kann das Kind sich nur schwer ein Bild von seinem Selbst machen (vgl. Steele 2002:124-128).
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet das Phänomen von Loyalitätskonflikten bei Kindern während stationärer Unterbringungen in einer Krisengruppe und führt in die theoretischen Grundlagen der Bindungstheorie ein.
2 Unsichtbare Bindungen: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung der Eltern-Kind-Bindung, verschiedene Bindungsstile und die Auswirkungen von Krisen sowie Gewalt im familiären Umfeld, die zu Loyalitätskonflikten führen.
3 Zwangskontext und Zusammenarbeit: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Doppelmandats-Problematik der Sozialen Arbeit im Zwangskontext thematisiert, inklusive Strategien zur Beziehungsgestaltung und Motivationsförderung.
4 Methodisches Vorgehen: Beschreibt die qualitative Forschungsanlage der Arbeit, die Experteninterviews mit Mitarbeiterinnen einer Berliner Krisengruppe sowie die Anwendung der Inhaltsanalyse nach Mayring.
5 Auswertung: Dieser Teil analysiert die geführten Experteninterviews systematisch anhand verschiedener Kategorien, die das Verhalten von Kindern und Eltern im Loyalitätskonflikt und das pädagogische Handeln beleuchten.
6 Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass systemische Arbeitsweisen und eine transparente, allparteiliche Haltung essenziell sind, um Loyalitätskonflikte zu bearbeiten.
Loyalitätskonflikte, Clearingarbeit, Kindeswohlgefährdung, Bindungstheorie, stationäre Unterbringung, Soziale Arbeit, Krisengruppe, Zwangskontext, Eltern-Kind-Beziehung, Inobhutnahme, qualitative Inhaltsanalyse, pädagogisches Handeln, Resilienz, Bindungsverhalten, Familiendynamik
Die Arbeit untersucht Loyalitätskonflikte von Kindern, die in einer stationären Clearingstelle untergebracht werden müssen, und den pädagogischen Umgang damit.
Die zentralen Felder umfassen Bindungstheorie, familiäre Krisendynamiken, den Zwangskontext der Jugendhilfe sowie pädagogische Interventionsmethoden.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie Loyalitätskonflikte im Clearingkontext entstehen, sich äußern und wie pädagogische MitarbeiterInnen diese lösungsorientiert bearbeiten können.
Es handelt sich um eine explorative, qualitative Studie, in der Experteninterviews mit MitarbeiterInnen einer Krisengruppe geführt und mittels Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Bindung und Familie sowie einen empirischen Teil, der die Auswertung der Interviews und die Ableitung pädagogischer Ansätze enthält.
Wesentliche Begriffe sind Loyalitätskonflikte, Clearingarbeit, Zwangskontext, Bindungstheorie, Kindeswohlgefährdung und systemische Pädagogik.
Weil Kinder auch in destruktiven oder missbräuchlichen Familiensystemen loyal bleiben. Durch eine stationäre Unterbringung wird dieser Loyalitätskonflikt sichtbar und belastet das Kind, da es sich zwischen den Eltern und dem neuen Umfeld hin- und hergerissen fühlt.
Bei Parentifizierung übernimmt das Kind Verantwortung und alltägliche Aufgaben für seine kranken Eltern, was eine altersgerechte Entwicklung hemmt und oft zu massiven Loyalitätskonflikten führt.
Sie versuchen, den Zwangskontext transparent zu machen, eine allparteiliche Haltung einzunehmen, das Verhalten nicht persönlich zu nehmen und durch Beziehungsangebote Kooperation zu ermöglichen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

