Bachelorarbeit, 2015
37 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
2. Der Panegyricus als Quelle
3. Grundlegende Theorien in der Forschung
4. Die Beziehung zwischen dem Princeps und den Göttern
4.1 Zur Bedeutung des divus Nerva
4.2 Traians Verbindung zu den Göttern
4.3 Das humanitas – Konzept im plinianischen Panegyricus
5. Die Funktionen der sakralen Bezüge
5.1 Von politischem Opportunismus bis zur Stärkung der Herrschaft
5.2 Zur Rolle der Götter hinsichtlich einer Konsensfunktion der Dankesrede
6. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Funktion sakraler Bezüge im Panegyricus des Plinius, wobei insbesondere die Hypothese von Gunnar Seelentag geprüft wird, wonach die Dankesrede als Instrument zur Konsensfindung zwischen Senat und Kaiser diente.
Die Beziehung zwischen dem Princeps und den Göttern
Plinius lässt in seiner Dankesrede zum Amtsantritt als Suffektkonsul der Beziehung zwischen Traian und den Göttern, aber auch dem Verhältnis voriger Herrscher zu diesen eine zentrale Bedeutung zukommen. Die Rede wird durch die Anrufung des Iuppiter Optimus Maximus, welchem mit den meisten Beinamen und den meisten Zuständigkeitsbereichen die bedeutendste Rolle unter den römischen Göttern zufällt, sowohl begonnen, als auch beendet und auch der Hauptteil der gratiarum actio ist immer wieder von sakralen Bezügen geprägt. Dabei ist zu unterscheiden zwischen solchen Bezügen, die Traians unmittelbaren Vorgänger Nerva mit den Göttern in Verbindung bringen, solchen die sich direkt auf dem amtierenden Princeps beziehen und letztendlich auch den Aussagen des Plinius, die Traian nicht in die Nähe der Götter rücken, sondern klar dessen Menschlichkeit betonen. Auch dieses Konzept der humanitas des Kaisers hat einen großen Stellenwert und muss mit in die Betrachtung der von Plinius skizzierten Beziehung zwischen Kaiser und Göttern eingehen. Durch die Untersuchung dieser Teilbereiche soll später ein Gesamtbild dieser Beziehung entstehen, welches dann hinsichtlich seiner Funktionen im Panegyricus analysiert werden kann. Zuerst soll dazu die Beziehung Nervas zu den Göttern unter besonderer Rücksichtnahme auf die Adoption Traians erörtert werden.
1. Einleitung: Einführung in die historische Ausgangslage der Adoption Traians und die Bedeutung des Panegyricus als zentrale Quelle für die Herrschaftszeit.
2. Der Panegyricus als Quelle: Diskussion der Entstehung, der literarischen Form der gratiarum actio und der unterschiedlichen zeitgenössischen sowie modernen Bewertungen des Werkes.
3. Grundlegende Theorien in der Forschung: Darstellung des Forschungsstands zur Funktion der Schrift, insbesondere die Kontroverse um Fürstenspiegel, Propaganda oder politisches Kommunikationsmittel.
4. Die Beziehung zwischen dem Princeps und den Göttern: Detaillierte Untersuchung der göttlichen Bezüge, der Rolle Nervas als divus und der Verbindung Traians zu Iuppiter.
5. Die Funktionen der sakralen Bezüge: Analyse, wie Gottesbezüge zur Konsensbildung, Herrschaftslegitimation und als rhetorisches Druckmittel eingesetzt wurden.
6. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zur Doppelrolle der Gottesbezüge als Legitimationsinstrument und Mittel der politischen Konsensfindung.
Panegyricus, Plinius der Jüngere, Kaiser Trajan, Nerva, Götter, Iuppiter Optimus Maximus, Konsensfindung, Senat, humanitas, politische Kommunikation, Herrschaftslegitimation, Apotheose, divus Nerva, antike Geschichtsschreibung, Fürstenspiegel.
Die Arbeit untersucht die Funktion der sakralen Bezüge im Panegyricus des Plinius, also wie und warum Traians Verbindung zu den Göttern in der Dankesrede dargestellt wird.
Zu den zentralen Themen gehören die Beziehung zwischen Kaiser und Göttern, das Konzept der "humanitas" des Herrschers, die Rolle der Konsensfindung zwischen Senat und Princeps sowie die Bedeutung des Panegyricus als historische Quelle.
Das primäre Ziel ist es, die Funktion der Gottesbezüge im Kontext unterschiedlicher Forschungstheorien zu analysieren, insbesondere basierend auf der Hypothese, dass die Rede ein Kommunikationsmittel zur Konsensfindung war.
Der Autor führt eine textanalytische Untersuchung des Panegyricus durch, ergänzt durch einen Abgleich mit aktuellen historischen Forschungsbeiträgen zur traianischen Herrschaft.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Gott-Kaiser-Beziehung, die Differenzierung zwischen der Rolle Nervas und Traians sowie die Analyse der sakralen Bezüge als politisches Instrument.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Panegyricus, Trajan, Konsensfindung, humanitas, Iuppiter Optimus Maximus und politische Kommunikation.
Nerva dient als "divus" dazu, Traians Herrschaft durch göttliches Zutun zu legitimieren, wobei Plinius gleichzeitig Traians Distanz zum Vorgänger durch die Betonung der göttlichen Wahl unterstreicht.
Das Konzept der "humanitas" dient dazu, Traian menschlich und nahbar darzustellen und ihn vom als Tyrannen wahrgenommenen Domitian abzugrenzen, während die Gottesbezüge seine besondere Stellung betonen.
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