Doktorarbeit / Dissertation, 2017
360 Seiten, Note: 1,7
1. EINFÜHRUNG
2. STAND DER FORSCHUNG UND FORSCHUNGSZIEL DER ARBEIT
2.1 Analyse und Auswertung von Controlling- und Kennzahlensystemen in der Windenergieprojektentwicklung
2.1.1 Entwicklung des Controlling-Begriffs
2.1.2 Definition, Ziele und Aufgaben des Controlling
2.2 Ableitung des Forschungsansatzes
2.3 Vorgehensweise und Ziele
3. CHARAKTERISTIKA VON ENERGIEANLAGENBAU UND WINDENERGIEPROJEKTENTWICKLUNG
3.1 Spezifika des Energieanlagenbaus und der Windenergieprojektentwicklung
3.1.1 Auftragsfertigung und ortsgebundene Errichtung
3.1.2 Staatliche Einflussnahme durch Förderung von erneuerbaren Energieanlagen in Deutschland
3.1.3 Bestimmungen und Anwendung der VOB zur Errichtung von Energieerzeugungsanlagen
3.1.4 Besonderheiten eines Turnkeyvertrages
3.1.5 Das BImschG als Genehmigungsgrundlage von Energieerzeugunsganlagen in Deutschland
3.1.5.1 Umweltverträglichkeitsprüfung
3.1.5.2 Ablauf des Verfahrens
3.1.5.3 Förmliches Verfahren
3.1.5.4 Konzentrationswirkung des BImSchG
3.1.5.5 Nebenbestimmungen der Genehmigungsvoraussetzungen
3.2 Spezifika der Windprojektentwicklung
3.2.1 Projektabwicklung
3.2.2 Projektakquisition
3.2.2.1 Abschätzung Windpotenzial
3.2.2.2 Prüfung weiterer Standortkriterien
3.2.2.3 Auswahl des Standortes
3.2.2.4 Entwurf des Windparks
3.2.2.5 Flächensicherung
3.2.2.6 Machbarkeit
3.2.3 Projektentwicklung und Technische Planung
3.2.3.1 Windparkplanung
3.2.3.2 Windgutachten und Energielieferung
3.2.3.3 Genehmigungsplanung
3.2.3.4 Ausschreibeverfahren der Windenergieanlagen
3.2.3.5 Planung der Infrastruktur
3.2.3.6 Netzanschluss und Netzübergabestation
3.2.3.7 Projektgenehmigung
3.2.4 Projektabwicklung und Inbetriebnahme
3.2.4.1 Bauliche Infrastruktur
3.2.4.2 Inbetriebnahme des Windparks
3.2.5 Betrieb
3.3 Organisatorische Einbindung
3.4 Weiterentwicklung vom Flächenakquisiteur zum Projektentwickler und Systemanbieter
3.5 Projektlebenszyklus
3.6 Einordnung von Windenergieprojekten in PMS
4. BRANCHEN-CONTROLLING-KONZEPT FÜR EINEN WINDENERGIEPROJEKTENTWICKLER
4.1 Funktionales Controlling mit Kennzahlen
4.2 Kennzahlen eines Windenergieprojektentwicklers
5. BAUSTEINE EINES OPERATIVEN PROJEKT-CONTROLLING ZUR STEUERUNG VON WINDENERGIEPROJEKTEN
5.1 Kapitalrendite als zentrale Steuerungsgröße
5.1.1 Kapitalrenditen
5.1.1.1 Zielgröße Shareholder Value
5.1.1.2 Ermittlung der Kapitalrendite
5.1.1.3 Ermittlung der Kapitalkosten
5.1.1.4 Economic Value Added (EVA) und Wertbeitrag
5.1.1.5 Beeinflussung von Kapitalkosten und Kapitalrendite
5.1.1.6 Überleitung vom wirtschaftichen zum bilanziellen Ergebnis
5.1.2 Einfluss internationaler Abschlüsse auf die Kapitalrendite
5.1.2.1 Grundlagen der internationalen Rechnungslegung
5.1.2.2 Spezifische Bilanzierungsprobleme nach internationalem Recht
5.1.2.2.1 Erträge aus langfristigen Projekterstellung nach internationalem Recht
5.1.2.2.2 Umfang der Herstellungskosten im Umlaufvermögen von Windenergieprojekten nach HGB, IFRS und US-GAAP
5.1.2.2.3 Bilanzierung unfertiger Windenergieprojekte im PMS Turnkey nach HGB, IFRS und US-GAAP
5.1.2.2.3.1 Windprojekt mit Gewinnprognose und Zahlung bis zu Herstellungskosten
5.1.2.2.3.2 Windprojekt mit Gewinnprognose und Zahlung über die Herstellungskosten hinaus
5.1.2.2.3.3 Windenergieprojekte mit Verlustprognose
5.1.3 Einfluss der Anwendung internationaler Rechnungslegungsvorschriften auf die Kapitalrenditeberechnungen
5.2 Kosten- und Erfolgs-Controlling in der Windenergieprojektentwicklung
5.2.1 Kosten- und Erfolgs-Controlling als Grundlage eines Projekt-Controlling bei Windenergieprojektentwicklern
5.2.2 Auswahl eines Kontenplanes
5.2.3 Kostenrechnung bei Windenergieprojektentwicklern
5.2.3.1 Gliederung der Kostenarten
5.2.3.2 Gliederung des Windprojektentwicklers in Kostenstellen
5.2.3.3 Kostenträger
5.2.3.4 Leistungsarten
5.2.3.5 Projektkostenrechnung
5.2.3.6 Kosten- und Leistungsabgrenzung bei Windenergieprojekten
5.2.3.6.1 Leistungsabgrenzungen
5.2.3.6.2 Nachunternehmerabgrenzung
5.2.3.6.3 Eigenleistungsabgrenzung
5.2.3.6.4 Rückstellungen
5.2.3.6.5 Bestandsabgrenzungen
5.2.4 Eignung von Kostenrechnungssystemen für den Einsatz bei einem Windenergieprojektentwickler und für ein effektives Projekt-Controlling
5.2.4.1 Vollkostenrechnung
5.2.4.2 Direct Costing
5.2.4.3 Grenzplankostenrechnung
5.2.4.4 Relative Einzelkosten- und Deckungsbeitragsrechnung
5.2.4.4.1 Aufbau von Kostenzurechnungshierarchien
5.2.4.4.2 Einordnung der Kostenarten
5.2.4.4.3 Die Grundrechnung
5.2.4.4.4 Grundlegendes zur kurzfristigen Erfolgsrechnung und Budgetkalkulation
5.2.4.4.5 Anwendungsprobleme
5.2.4.5 Prozesskostenrechnung
5.2.4.5.1 Betriebliche Merkmale für den Einsatz der Prozesskostenrechnung
5.2.4.5.2 Selektion relevanter Bereiche und Aktivitäten
5.2.4.5.3 Bestimmung von Kostentreibern
5.2.4.5.4 Prozesskostenstellenrechnung
5.2.4.5.5 Hauptprozessbildung
5.2.4.5.6 Kalkulation von Windenergieprojekten mit Prozesskosten
5.2.4.5.7 Beurteilung des Nutzens der Prozesskostenrechnung
5.2.5 Kennzahlen des Kosten- und Erfolgs-Controlling als Basis eines kennzahlengestützten Windenergie-Projekt-Controlling
5.2.6 Multi-Projektplanung bei Windenergieprojekten
5.2.7 Die Kostenkontrolle im Windenergieanlagenbau
5.2.8 Geschäftskostenmanagement als Basis für den Projekterfolg
5.2.8.1 Geschäftskosten und Projektgröße
5.2.8.2 Subventionierung und Besteuerung von Windenergieprojekten durch Geschäftskostensätze
5.2.8.3 Optimale Projektgröße bei Akquisitionsprojekten und Geschäftskosten
5.2.8.4 Maßnahmen zur Reduzierung von Geschäftskosten
5.3 Projekt-Controlling bei Windenergieprojekten
5.3.1 Kalkulation von Windenergieprojekten
5.3.2 Wirtschaftlichkeit und Bewertung eines Windenergieprojektes
5.3.2.1 Investitionskosten
5.3.2.2 Betriebskosten
5.3.2.3 Finanzierung
5.3.2.4 Erlöse
5.3.2.5 Wirtschaftliche Projektbewertung
5.3.2.6 Ermittlung der Windenergieprojekt-Marktwerte nach PMS
5.3.2.7 Beurteilung der Wirtschaftlichkeit und der Projektrendite des Windenergieprojektentwicklers
5.3.3 Kosten- und Ergebnisbeeinflussung in den Projektphasen
5.3.4 Target Costing bei Windenergieprojekten
5.3.4.1 Philosophie des Target Costing
5.3.4.2 Zielkostenermittlung
5.3.4.3 Zielkostenerreichung
5.3.4.3.1 Wertanalyse und Wertgestaltung
5.3.4.3.2 Der Wertschöpfungsprozess
5.3.4.3.3 Prozessmanagement
5.3.4.4 Ausweitung des Target Costing auf Dienstleistungen des Windenergieprojektentwicklers
5.3.5 Kennzahlen des Windenergieprojekt-Controlling
5.3.6 Der Soll-Ist-Vergleich auf Ebene des Windenergieprojektes
5.3.6.1 Kosten-Soll-Ist-Vergleich
5.3.6.2 Termin- und Fortschritts-Soll-Ist-Vergleich
5.3.6.3 Vertrags- Soll-Ist-Vergleich
5.3.6.4 Projektvolumen-Soll-Ist-Vergleich
5.3.6.5 Abweichungsanalyse
5.3.7 Wirtschaftliche Prognose von Projektleistung und -ergebnis
5.3.8 Windenergieprojekt-Finanz-Controlling
5.3.9 Bürgschafts-Controlling bei Windenergie-Projekten
5.3.10 Vertrags-Controlling von Windenergie-Projekten
5.3.11 Chancen-Risiko-Controlling von Windenergie-Projekten
5.3.11.1 Risiken und Wagnisse eines Windenergieprojektentwicklers
5.3.11.2 Aufbau eines Risikomanagementsystems für Windenergieprojekte
5.3.11.2.1 Chancen- und Risiko-Controlling von Windenergie-Projekten
5.3.11.2.2 Auswirkung einer Risikosteuerung
5.3.11.3 Bewertung von Chancen und Risiken von Windenergieprojekten
5.3.12 Beschaffungs-Controlling bei Windenergieprojekten
5.3.12.1 Kosten und Erfolg bei Nachunternehmereinsatz
5.3.12.2 Eigen- oder Fremdleistung
5.3.12.3 Kennzahlen des Beschaffungs-Controlling
5.3.13 Anwendung der Balanced Scorecard auf Windenergieprojekte
5.3.13.1 Aufbau der Balanced Scorecard
5.3.13.2 Perspektiven der Balanced Scorecard
5.3.13.2.1 Finanzwirtschaftliche Perspektive
5.3.13.2.2 Kundenperspektive
5.3.13.2.2.1 Produkt-, Markt- und Kundensegmentierung
5.3.13.2.2.2 Grundkennzahlen
5.3.13.2.2.3 Wertangebote an die Kunden
5.3.13.2.3 Interne Prozessperspektive
5.3.13.2.4 Lern- und Entwicklungsperspektive
5.3.13.2.5 Verknüpfung der BSC mit der Unternehmensstrategie
5.3.13.2.5.1 Ursache-Wirkungs-Beziehungen
5.3.13.2.5.2 Ergebnisse und Leistungstreiber
5.3.13.2.5.3 Verknüpfung der BSC mit den Finanzzielen
6. FAZIT
7. LITERATURVERZEICHNIS
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein branchenspezifisches, kennzahlengestütztes Controlling-Konzept für die Windenergieprojektentwicklung zu entwickeln, um die Projektplanung, -steuerung und -prognose in einem wettbewerbsintensiven und von staatlichen Rahmenbedingungen abhängigen Umfeld zu optimieren.
3.1.1 Auftragsfertigung und ortsgebundene Errichtung
Die Erstellung von Energieanlagenprojekten, worunter auch „Erneuerbare Energieanlagen“ und als – wesentliche - Teilmenge Windenergieanlagen verstanden werden, verlangt zumeist individuelle Lösungen, d.h. Auftrags- und Einzelfertigung. Der Umfang der Tätigkeit des Errichters des Energieanlagenprojektes ist in weiten Teilen von der Systemstufe des betreffenden Projektes abhängig.
Durch die notwendige Einzelfertigung ist eine Wiederholbarkeit von Arbeitsvorgängen bzw. eine Standardisierung nur in vergleichsweise geringem Umfang gegeben. Auf den Einsatz industrieller und standardisierter Produktionsverfahren muss bis auf die Fertigung bestimmter Einzelelemente, z.B. der Winderegieanlage (Turbine) selbst, die von einem Hersteller zumeist mit dem erforderlichen Turm kontrahiert wird, weitgehend verzichtet werden.
1. EINFÜHRUNG: Analyse der Bedeutung der Energiewende und der Rolle der Windkraft sowie Definition der Zielsetzung der Arbeit zur Unterstützung der Projektsteuerung.
2. STAND DER FORSCHUNG UND FORSCHUNGSZIEL DER ARBEIT: Bestandsaufnahme der Literatur zu Controlling in der Windenergiebranche und Ableitung der Notwendigkeit eines spezifischen Branchen-Controllings.
3. CHARAKTERISTIKA VON ENERGIEANLAGENBAU UND WINDENERGIEPROJEKTENTWICKLUNG: Detaillierte Darstellung der regulatorischen, technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie des typischen Projektlebenszyklus in der Windenergieentwicklung.
4. BRANCHEN-CONTROLLING-KONZEPT FÜR EINEN WINDENERGIEPROJEKTENTWICKLER: Vorstellung eines mehrdimensionalen Controlling-Konzepts, das auf die spezifischen Anforderungen der Projektphasen zugeschnitten ist.
5. BAUSTEINE EINES OPERATIVEN PROJEKT-CONTROLLING ZUR STEUERUNG VON WINDENERGIEPROJEKTEN: Umfassende Analyse der Steuerungsinstrumente, inklusive Kapitalrendite, Kostenrechnung, Target Costing, Risiko-Controlling und der Anwendung der Balanced Scorecard.
6. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der entwickelten Controlling-Systematik und ihrer Bedeutung für die Existenzsicherung von Windenergieprojektentwicklern.
Windenergieprojektentwicklung, Projekt-Controlling, Kennzahlensysteme, Energiewende, Erneuerbare-Energien-Gesetz, Projektlebenszyklus, Kapitalrendite, Target Costing, Balanced Scorecard, Risiko-Controlling, Kosten- und Leistungsrechnung, Turnkey-Verträge, Projektbewertung, Investitionskosten, Projektsteurung
Die Arbeit entwickelt ein spezifisches Controlling-Konzept für Unternehmen, die Windenergieprojekte entwickeln, um deren Planung, Steuerung und Prognose in einem komplexen Umfeld zu professionalisieren.
Zu den zentralen Themen gehören das Projektcontrolling, die Kosten- und Leistungsrechnung, die internationale Bilanzierung von Projekten, das Risikomanagement sowie strategische Steuerungsansätze wie Target Costing und Balanced Scorecard.
Das Ziel ist die Bereitstellung eines kaufmännischen Instrumentariums zur Unterstützung einer wertorientierten Steuerung und zur Maximierung der Kapitalrendite für Windenergieprojektentwickler.
Die Arbeit folgt primär einer Literaturanalyse (Literature Review) und überträgt betriebswirtschaftliche Controlling-Ansätze aus verwandten Branchen, wie der Bauindustrie, auf die spezifischen Anforderungen der Windenergieprojektentwicklung.
Der Hauptteil analysiert die Charakteristika des Windenergieanlagenbaus, entwickelt ein mehrdimensionales Controlling-Konzept und spezifiziert einzelne Bausteine wie Kosten- und Erfolgscontrolling, Investitionsrechnung sowie Chancen-Risiko-Management.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Projekt-Controlling, Kennzahlensysteme, Windenergie, Projektlebenszyklus, Kapitalrendite, Turnkey-Projekte und Zielkostenmanagement.
Aufgrund der hohen Abhängigkeit von politischen Rahmenbedingungen, Genehmigungsverfahren und der technischen Komplexität sind Risiken in allen Projektphasen latent und können bei mangelnder Steuerung existenzbedrohend sein.
Turnkey bezeichnet die schlüsselfertige Errichtung eines Windparks durch den Projektentwickler als Generalunternehmer, bei der der Investor ein betriebsfertiges Projekt übernimmt.
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