Bachelorarbeit, 2015
64 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung mit zentraler Fragestellung
2. Definition von sozialpädagogischer Beratung
2.1 Erziehungsberatung als eine Form der fachlichen Beratung
3. Die Arbeit in Erziehungsberatungsstellen
3.1 Anliegen und Erwartungen der Ratsuchenden
3.2 Freiwillige oder vermittelte Kontaktaufnahme
3.3 Gestaltung einer tragfähigen Arbeitsbasis durch Auftragsklärung und Zielvereinbarung
3.4 Kooperationsprobleme im Beratungsprozess
3.4.1 Integration von Handlungsempfehlungen in den Alltag
3.5 Mangelnde Kooperation als Ausdruck psychologischer Reaktanz
4. Definition von psychologischer Reaktanz
4.1 Voraussetzungen für das Entstehen von psychologischer Reaktanz
4.2 Möglichkeiten der Freiheitseinengung
4.2.1 Psychologische Reaktanz infolge Freiheitseinengung sozialen Ursprungs
4.3 Abhängigkeitsvariablen der Stärke von psychologischer Reaktanz
4.4 Reaktanz-Effekte
5. Psychologische Reaktanz als Persönlichkeitsvariable
6. Vermeidung von Reaktanz-Effekten
6.1 Elemente einer guten Gesprächsführung
6.1.1 Anregungen zur gelingenden Gesprächsführung aus Studienergebnissen
6.1.2 Gesprächsstörer
6.1.3 Gesprächsförderer
7. Reaktanz als positive Dimension anerkennen
7.1 Motive und Ziele des Widerstands
7.2 Widerstand als Form der Kooperation
8. Zusammenfassung und persönliches Fazit
Die Arbeit untersucht das Phänomen der psychologischen Reaktanz im Kontext der Erziehungsberatung, um zu verstehen, warum Ratsuchende trotz vereinbarter Ziele im Alltag oft nicht kooperieren, und erarbeitet Strategien für Beraterinnen, um diese Widerstände konstruktiv zu nutzen oder zu vermeiden.
Definition von psychologischer Reaktanz
Die Theorie der psychologischen Reaktanz beinhaltet Annahmen über Situationen des Alltagslebens, in denen die individuelle Freiheit von Personen bedroht oder eliminiert wird.
Laut Brehm sind Menschen, die eine Einschränkung ihrer Wahlfreiheit wahrnehmen meist unangenehm motivational erregt und darauf bedacht ihre Freiheit wiederherzustellen. Die Motivation, die eliminierte oder von Eliminierung bedrohte Handlungsalternative(n) wieder verfügbar zu machen, nennt Brehm psychologische Reaktanz.
„Given that a person has a set of freedom behaviors, he will experience reactance whenever any of those behaviors is eliminated or threatened with elimination.”
Der Begriff „Freiheit“ impliziert dabei, dass eine Person selbst entscheiden kann, ob, wann und wie sie handelt. Der Freiheitsspielraum einer Person besteht demnach aus ihrer subjektiven Überzeugung eigenes Verhalten bestimmen, und sich zwischen mehreren real gegebenen und relevant erscheinenden Alternativen entscheiden zu können.
1. Einleitung mit zentraler Fragestellung: Diese Einführung führt in das Problem der mangelnden Umsetzung von Beratungsempfehlungen ein und stellt die zentrale Frage nach der Rolle der psychologischen Reaktanz.
2. Definition von sozialpädagogischer Beratung: Dieses Kapitel definiert den Beratungsprozess als dynamische, ergebnisoffene Dienstleistung und grenzt die Erziehungsberatung als spezifische Form der fachlichen Beratung ab.
3. Die Arbeit in Erziehungsberatungsstellen: Hier werden Anliegen, Erwartungen und Kooperationsprobleme beleuchtet, wobei der Schwerpunkt auf der Gestaltung einer tragfähigen Arbeitsbasis und dem Verständnis von Reaktanz im Beratungsprozess liegt.
4. Definition von psychologischer Reaktanz: Das Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Reaktanz nach Brehm, insbesondere die Bedingungen für Freiheitseinengungen und deren Konsequenzen.
5. Psychologische Reaktanz als Persönlichkeitsvariable: Hier wird der Zusammenhang zwischen individuellen Persönlichkeitsmerkmalen und der Neigung zur Reaktanz erörtert.
6. Vermeidung von Reaktanz-Effekten: Es werden praxisnahe Methoden der Gesprächsführung vorgestellt, um Reaktanz abzubauen und Widerstände konstruktiv zu handhaben.
7. Reaktanz als positive Dimension anerkennen: Das Kapitel schlägt einen Perspektivwechsel vor, indem Widerstand nicht nur als Hindernis, sondern als mögliche Form der Kooperation und Schutzfunktion verstanden wird.
8. Zusammenfassung und persönliches Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Verantwortung der Beraterin und betont die Bedeutung einer wertschätzenden Haltung gegenüber dem Widerstand der Ratsuchenden.
Erziehungsberatung, psychologische Reaktanz, Widerstand, Freiheitseinengung, Gesprächsführung, Kooperation, Auftragsklärung, Beratungssetting, Compliance, Handlungsempfehlungen, Empowerment, systemischer Ansatz, Motivationsfaktoren, Bumerang-Effekt, Reaktanz-Effekte
Die Arbeit befasst sich mit dem Auftreten von Reaktanz – also Widerstand – bei Ratsuchenden in der Erziehungsberatung, wenn diese sich in ihrer Freiheit oder Selbstbestimmung eingeengt fühlen.
Zentrale Themen sind die professionelle Beratung in Erziehungsberatungsstellen, die Theorie der psychologischen Reaktanz nach Brehm, Gesprächsführungstechniken und die Bedeutung von Kooperation.
Das Ziel ist es, Beraterinnen für das Phänomen Reaktanz zu sensibilisieren, damit sie Widerstandsverhalten bei Klienten besser verstehen und durch geeignete Kommunikationstechniken minimieren können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Aufarbeitung vorhandener psychologischer Fachliteratur und Studien zum Thema Reaktanz und Gesprächsführung.
Der Hauptteil analysiert die Definition von Beratung, die Entstehungsbedingungen von Reaktanz, Persönlichkeitsvariablen, Methoden zur Reaktanzvermeidung und die Umdeutung von Widerstand als positive Ressource.
Wichtige Begriffe sind Erziehungsberatung, Reaktanz, Widerstand, Gesprächsführung, Freiheitseinengung, Kooperation und Compliance.
Ein gutes Joining (das Schaffen einer tragfähigen Arbeitsbasis) ist essenziell, um Vertrauen aufzubauen und ein kooperatives Arbeitsbündnis zu ermöglichen, welches die Entstehung von Reaktanz reduziert.
Ja, in der Arbeit wird argumentiert, dass Widerstand als Schutzfunktion der Ratsuchenden dienen kann, um Autonomie zu wahren, und somit als eine Form der Kooperation zu verstehen ist, mit der die Beraterin arbeiten kann.
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