Bachelorarbeit, 2017
54 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Problemhintergrund
2.2 Diabetes mellitus Typ II – Erkrankung und Herausforderungen
2.3 Epidemiologie und Public Health Relevanz
3. Methodik
4. Gesundheitskompetenz bei chronischen Erkrankungen
4.1 Definitionen und Konzept Gesundheitskompetenz
4.2 Health Literacy Pathway Model
4.3 Zusammenhang von Gesundheitskompetenz und Gesundheitsoutcomes bei chronischen Erkrankungen
5. Typ-II-Diabetes – Therapie und Gesundheitskompetenz
5.1 Therapiekonzept bei T2DM
5.2 Kompetenzen im Umgang mit T2DM
5.3 Selbstmanagement und Empowerment
6. Förderung von Gesundheitskompetenz
6.1 Ansätze zur Förderung von Gesundheitskompetenz
6.2 Förderung der Gesundheitskompetenz älterer Menschen - IROHLA
6.3 Patientenuniversität an der Medizinischen Hochschule Hannover
7. Diskussion
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Gesundheitskompetenz in der Tertiärprävention bei Erwachsenen ab 50 Jahren mit Diabetes mellitus Typ II. Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand über den Zusammenhang zwischen Gesundheitskompetenz und dem Krankheitsverlauf zu beleuchten sowie bestehende Förderansätze und deren Relevanz für das deutsche Gesundheitssystem kritisch zu diskutieren.
4. Gesundheitskompetenz bei chronischen Erkrankungen
Aus der Public-Health-Perspektive ist es notwendig, Gesundheitskompetenz nicht nur in Bezug auf den Einzelnen, sondern im Blick auf die Befähigung (Empowerment) für gesundheitsrelevante Entscheidungen der Gesamtbevölkerung zu betrachten (Jordan & Hoebel, 2015).
Abb. 1 zeigt, dass der Sozialstatus mit dem Health Literacy-Niveau korreliert. Von der Bevölkerungsgruppe mit einem niedrigen Sozialstatus besitzen nur 21,7 Prozent ein exzellentes oder ausreichendes Health Literacy-Niveau. Bei den Menschen mit hohem Sozialstatus haben bereits 62,2 Prozent ein exzellentes oder ausreichendes Health Literacy-Niveau (Schaeffer et al., 2017). Auch das Risiko für bestimmte chronische Erkrankungen, wie der Diabetes mellitus, ist bei Armut, also einem niedrigen Sozialstatus, erhöht (Lange, 2012).
Patienten mit einer eingeschränkten funktionalen Gesundheitskompetenz haben unter anderem Probleme mit dem Lesen von Informationen auf Medikamentenverpackungen, Bewerten von Blutzuckerwerten, dem Lesen und Verstehen von Informationsbroschüren oder Einverständniserklärungen. Eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz kann sich aber auch auf die kommunikativen Fähigkeiten und das Einschätzen von Risikofaktoren auswirken. Aufgrund der komplexen, technischen und Selbstmanagementanforderungen an den Patienten kann eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz vor allem in der Versorgung von chronisch Kranken eine entscheidende Barriere darstellen. Mangelnde Gesundheitskompetenz ist bei Menschen mit einer chronischen Erkrankung wie dem T2DM verbreitet (Schillinger, 2002). Das Gesundheitskompetenz-Niveau korreliert mit dem Gesundheitszustand: Menschen mit eingeschränkter Gesundheitskompetenz haben einen schlechteren Gesundheitszustand als solche mit einem höheren Gesundheitskompetenz-Niveau (Dewalt, Berkman, Sheridan, Lohr & Pignone, 2004).
1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz von Diabetes mellitus Typ II und der Notwendigkeit von Gesundheitskompetenz als zentralem Faktor für eine gelungene Tertiärprävention.
2. Problemhintergrund: Analyse des demografischen Wandels und der Herausforderungen, die chronische Erkrankungen an das Gesundheitssystem und die Patienten stellen.
3. Methodik: Darlegung der literaturbasierten Recherchestrategie und der wissenschaftlichen Grundlage, auf der die Arbeit aufbaut.
4. Gesundheitskompetenz bei chronischen Erkrankungen: Definition der Gesundheitskompetenz und Beschreibung des Health Literacy Pathway Models im Kontext chronischer Erkrankungen.
5. Typ-II-Diabetes – Therapie und Gesundheitskompetenz: Erläuterung des Therapiekonzepts bei T2DM und die Rolle von Selbstmanagement, Empowerment und Patientenschulung.
6. Förderung von Gesundheitskompetenz: Vorstellung aktueller nationaler und internationaler Förderstrategien sowie praktischer Projekte wie der Patientenuniversität.
7. Diskussion: Kritische Reflexion der Konzepte und der aktuellen Forschungslage zur Gesundheitskompetenz bei chronischen Erkrankungen.
8. Fazit: Zusammenfassendes Urteil über die Bedeutung der Gesundheitskompetenz für die Tertiärprävention und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Gesundheitskompetenz, Health Literacy, Diabetes mellitus Typ II, Tertiärprävention, chronische Erkrankungen, Selbstmanagement, Empowerment, Patientenuniversität, Gesundheitskommunikation, Therapieadhärenz, Patientenschulung, Public Health, Versorgungsqualität, Demografischer Wandel, Prävention.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Gesundheitskompetenz bei der Bewältigung von Diabetes mellitus Typ II, insbesondere bei Erwachsenen ab 50 Jahren im Rahmen der Tertiärprävention.
Die zentralen Themen sind Gesundheitskompetenz, Selbstmanagement bei Diabetes, Patienten-Empowerment, chronische Krankheitsbewältigung und die Wirksamkeit von Bildungsangeboten.
Die Forschungsfrage lautet, welche Bedeutung die Gesundheitskompetenz in der Tertiärprävention bei Erwachsenen mit Typ-II-Diabetes hat und welche Förderansätze hierfür in Deutschland existieren.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen literaturbasierten Recherche unter Einbeziehung internationaler Reviews, gesundheitswissenschaftlicher Berichte und relevanter Fachliteratur.
Der Hauptteil analysiert das Konzept der Gesundheitskompetenz, den Zusammenhang mit Diabetes-Outcomes, die Anforderungen der T2DM-Therapie und verschiedene Interventionsansätze zur Kompetenzförderung.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Gesundheitskompetenz (Health Literacy), Diabetes mellitus Typ II, Selbstmanagement, Empowerment und Tertiärprävention.
Das Modell dient dazu, die stufenweise Entwicklung von Gesundheitskompetenz von der Wissensaneignung bis hin zur fundierten Entscheidungsfindung im Krankheitsverlauf zu veranschaulichen.
Die Patientenuniversität bietet eine universitäre Gesundheitsbildung „für Jedermann“ an, die durch interaktive Lernstationen und den Verzicht auf Pharma-Finanzierung eine neutrale und patientenorientierte Wissensvermittlung fördert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

