Bachelorarbeit, 2017
66 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Methodik
2.1 Literaturrecherche
2.1.1 Suchstrategie
2.1.2 Auswahlkriterien und Stichwörter
2.1.3 Literaturauswahl
2.2 Experteninterview
2.2.1 Erhebungsinstrument
2.2.2 Interviewleitfaden
2.2.3 Expertenauswahl
2.2.4 Durchführung
2.2.5 Datenauswertung
3 Theoretischer Hintergrund
3.1 Relevante Begriffsdefinitionen
3.1.1 Gesundheit
3.1.2 Psychische Belastung und psychische Beanspruchung
3.1.3 Prävention
3.1.3.1 Primärprävention
3.1.3.2 Sekundärprävention
3.1.3.3 Tertiärprävention
3.2 Entwicklungen des Arbeitsschutzes in Deutschland
3.3 Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie
3.4 Betriebliches Gesundheitsmanagement
3.4.1 Theoretische und rechtliche Grundlagen für das BGM
3.4.1.1 Salutogenese von Antonovsky
3.4.1.2 P-S-O-Modell von Kastner
3.4.2 Ziele des Betrieblichen Gesundheitsmanagement
3.4.2.1 Ziele für die Beschäftigten
3.4.2.2 Ziele für den Unternehmer
3.4.3 Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagement
3.4.3.1 Verhaltensprävention
3.4.3.2 Verhältnisprävention
3.4.4 Akteure des Betrieblichen Gesundheitsmanagements
4 Betriebliches Gesundheitsmanagement in der stationären Pflege
4.1 Studie: BGM in der Altenpflege
4.1.1 Methodik
4.1.2 Instrumente
4.1.3 Datenauswertung
4.1.4 Ergebnisse
4.1.5 Diskussion
4.1.6 Kritik
4.2 Arbeitsbelastungen der Pflegekräfte in der stationären Pflege
4.3 Ressourcen der Pflegekräfte in stationären Pflegeeinrichtungen
4.4 Umsetzung des BGM in der stationären Pflege
5 Betriebliches Gesundheitsmanagement im Demenz Zentrum XY
5.1 Hintergründe zum Betrieb
5.2 Auswertung des Experteninterviews
6 Schlussbetrachtung
Anhang 1: Interviewleitfaden
Anhang 2: Darstellung des Ganzheitlichen Betrieblichen Gesundheitsmanagements
Anhang 3: Modell der Salutogenese von Antonovsky
Anhang 4: Soziodemographische Merkmale der Stichprobe
Anhang 5: Stichprobenzusammensetzung, Operationalisierung der Variablen
Anhang 6: Organigramm Pflegeeinrichtung XY
Anhang 7: Rechner Fehlzeiten Quote Pflege
Anhang 8: Experteninterview mit Einrichtungsleiter D. K. vom 08.08.2017
Die Arbeit untersucht die Rolle von Verhaltens- und Verhältnisprävention im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in stationären Pflegeeinrichtungen, um Strategien zur Mitarbeitergesundheit angesichts zunehmender Belastungen und des demografischen Wandels zu bewerten.
3.4.1.1 Salutogenese von Antonovsky
In den 1970er-Jahren entwickelte der Medizinsoziologe Aaron Antonovsky das Modell der Salutogenese („salus“ lateinisch: „Unversehrtheit“ oder „Gesundheit“ und „genese“ lateinisch: „Entstehung“). Hauptmerkmal des Modells ist, dass Gesundheit kein Zustand ist, sondern als Lebensphasen überdauernder Prozess zu verstehen ist. Demnach befindet sich der Mensch zwischen den Punkten „Krankheit“ und „Gesundheit“ und die jeweilige Position ergibt sich aus den Wechselbeziehungen zwischen den belastenden Faktoren (Stressoren) und den schützenden Faktoren (Widerstandsressourcen). Antonovsky wollte herausfinden, warum manche Menschen trotz widriger Umstände gesund sind und fand Einflussgrößen, welche sich auf das Gesundheitsverhalten eines Menschen auswirken:
• der soziokulturelle und historische Hintergrund, aus dem sich Widerstandsreserven entwickeln,
• die psychosozialen, generalisierten Widerstandsfähigkeiten,
• Lebenserfahrung,
• das endo- und exogene Potential von Stressoren.
Grundannahme ist der Kohärenzsinn, welcher sich aus den Komponenten der Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit zusammensetzt. Die Verstehbarkeit bezeichnet die Fähigkeit, eine Situation auf ihre Ursache hin zu analysieren, während die Handhabbarkeit das Wissen um die eigenen Ressourcen bezeichnet. Unter Sinnhaftigkeit versteht Antonovsky die Sinnhaftigkeit/ den Sinn eines Bewältigungsversuches (Lorenz, 2016).
1 Einleitung: Vorstellung des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels in der Pflege und die Einführung in die Relevanz des BGM.
2 Methodik: Erläuterung der Literaturrecherche und der Durchführung eines Experteninterviews als qualitative Forschungsmethode.
3 Theoretischer Hintergrund: Definition zentraler Begriffe wie Gesundheit, Prävention und die wissenschaftliche Herleitung des BGM-Konzepts.
4 Betriebliches Gesundheitsmanagement in der stationären Pflege: Darstellung der Belastungen und Ressourcen von Pflegekräften sowie eine Analyse bestehender Studien zur BGM-Anwendung.
5 Betriebliches Gesundheitsmanagement im Demenz Zentrum XY: Praktische Fallstudie anhand eines Experteninterviews zur Implementierung des BGM in einer speziellen Pflegeeinrichtung.
6 Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse, Fazit zur praktischen Umsetzbarkeit und Identifikation von Handlungsbedarfen.
Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, stationäre Pflege, Verhaltensprävention, Verhältnisprävention, Altenpflege, Demografie, Arbeitsbelastung, Pflegeressourcen, Salutogenese, Experteninterview, Mitarbeitergesundheit, Fehlzeiten, Arbeitsschutz, Gesundheitsförderung.
Die Arbeit analysiert die theoretische und praktische Bedeutung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in stationären Pflegeeinrichtungen, insbesondere im Hinblick auf Präventionsstrategien für das Pflegepersonal.
Die Schwerpunkte liegen auf dem demografischen Wandel im Gesundheitssektor, der Differenzierung zwischen Verhaltens- und Verhältnisprävention sowie der Analyse der Arbeitsbedingungen in der stationären Altenpflege.
Das Ziel ist es, den Nutzen des BGM für stationäre Einrichtungen zu evaluieren und aufzuzeigen, inwieweit theoretische Konzepte in der Praxis – am Beispiel eines Demenz-Zentrums – implementiert werden können.
Die Autorin kombiniert eine systematische Literaturrecherche mit einem qualitativen Experteninterview, das als explorative Methode dient, um Einblicke in die betriebliche Praxis zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen, BGM-Akteure, Präventionsmodelle) und eine Anwendungsanalyse, die den Ist-Zustand und die Belastungen in Pflegeeinrichtungen untersucht.
Wichtige Begriffe sind BGM, Verhaltens- und Verhältnisprävention, Pflegewissenschaft, Arbeitsbelastung sowie Salutogenese nach Antonovsky.
Die Praxis zeigt, dass trotz theoretischer Vorteile oft keine einheitlichen Richtlinien existieren und die Umsetzung stark vom Ermessen einzelner Einrichtungsleiter abhängt.
Die Arbeit stellt fest, dass Schichtarbeit, hohe psychische Belastungen und mangelnde Zeitressourcen die Bereitschaft der Mitarbeiter zur Teilnahme an freiwilligen Gesundheitsangeboten wie Rückenschulungen erheblich erschweren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

