Masterarbeit, 2017
70 Seiten, Note: 2,0
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der vergleichenden Analyse der Requiems von Gabriel Fauré und Maurice Duruflé. Ziel ist es, die Annahme einer stilistisch-musikalischen und inhaltlichen Verbundenheit der beiden Werke zu untersuchen und zu evaluieren, ob sich diese auf eine (Stil-)Kopie Faurés durch Duruflé zurückführen lässt.
Kapitel 1 dient als Einleitung und beleuchtet die Rezeption des Requiems Duruflés im Hinblick auf einen möglichen musikalischen Rückbezug auf Faurés Werk.
Kapitel 2 beschäftigt sich mit dem Requiem von Gabriel Fauré. Es skizziert die Biographie und kirchenmusikalische Ausbildung des Komponisten sowie die Kompositionsgeschichte des Werkes, einschließlich verschiedener Fassungen und seiner Rezeption. Anschließend werden die formale Anlage und der Text des Requiems analysiert, bevor die einzelnen Sätze im Detail betrachtet werden.
Kapitel 3 widmet sich dem Requiem von Maurice Duruflé. Es verfolgt den gleichen Aufbau wie das vorherige Kapitel und untersucht die Biographie und Ausbildung des Komponisten, die Kompositionsgeschichte des Werkes, seine formale Anlage, den Einsatz gregorianischer Melodien sowie die Analyse der einzelnen Sätze.
Kapitel 4 befasst sich mit einem kritischen Vergleich der beiden Requiemkompositionen. Es werden Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen den Werken herausgearbeitet und die Ergebnisse in Bezug auf Textauswahl, musikalische Rhetorik, Stilistik, Kompositionstechnik und Besetzung diskutiert. Darüber hinaus wird ein möglicher Erklärungsansatz für die erkennbaren Gemeinsamkeiten untersucht.
Requiem, Gabriel Fauré, Maurice Duruflé, französische Kirchenmusik, fin-de-siècle, Stilkopie, Vergleichende Analyse, Kompositionstechnik, Textauswahl, musikalische Rhetorik, gregorianische Melodien.
Ja, beiden Werken wird eine enge stilistische und inhaltliche Verwandtschaft nachgesagt, insbesondere in Bezug auf die eher sanfte, tröstliche Grundstimmung im Vergleich zu dramatischen Vertonungen wie der von Verdi.
Wissenschaftlich wird diskutiert, ob Duruflés Requiem eine bewusste Stilkopie ist oder ob die Ähnlichkeiten aus einer gemeinsamen französischen Tradition und der kirchenmusikalischen Ausbildung resultieren.
Im Gegensatz zu Fauré integriert Duruflé explizit gregorianische Melodien in seine Komposition und verbindet sie mit moderner Harmonik.
Beide Komponisten weichen von der traditionellen liturgischen Abfolge ab, indem sie beispielsweise das schreckenerregende "Dies irae" weitgehend aussparen und den Fokus auf das "In Paradisum" legen.
Es gilt als „Prototyp“ eines modernen Requiems, das den Tod als friedlichen Übergang und nicht als Tag des Zorns darstellt, was für die Zeit der Entstehung (fin-de-siècle) sehr innovativ war.
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