Diplomarbeit, 1998
49 Seiten, Note: 2,3
1. Problemstellung und Gang der Arbeit
2. Ausgangssituation der Stadtwerke Hannover AG
2.1 Betrachtung der bisherigen Situation der SWH AG
2.2 Liberalisierung der Energiemärkte
2.3 Maßnahmen der SWH AG
3. Markenbildung
3.1 Definition des Markenbegriffs
3.2 Funktionen der Marke
3.3 Bedeutung der Marke für einen Energiedienstleister
4. Ansätze von Markenstrategien
4.1 Einzelmarkenstrategie
4.2 Familienmarkenstrategie
4.3 Dachmarkenstrategie
5. Markenansatz von EnerCity
5.1 LCP: die Keimzelle von EnerCity
5.2 EnerCity als Dachmarke
5.3 EnerCity als Energiephilosophie
6. Maßnahmen zur genaueren Markenpositionierung und -kommunikation
6.1 Segmentierung der Kundengruppen
6.1.1 Durchführung einer externen Imageanalyse
6.1.2 Ergebnisse der Analyse
6.1.3 Konsequenzen
6.2 Interne Imageanalyse im Rahmen des CI-Projektes
6.2.1 Vorgehensweise
6.2.2 Ergebnisse der Analyse
6.3 Konsequenz: zielgruppenspezifische Kernbotschaften
7. Umsetzung der Einführung von EnerCity
7.1 Interne Maßnahmen
7.1.1 Umsetzung der Integrierten Unternehmenskommunikation
7.1.2 Direkte Penetration
7.2 Externe Maßnahmen
7.2.1 Medieneinsatz
7.2.2 Info-Center Osterstraße als EnerCity-Anlaufstelle
7.2.3 Weitere externe Maßnahmen
7.2.4 Einsatz zielgruppenspezifischer Kommunikationsinstrumente
7.2.4.1 Intensivierung des Key Account-Managements
7.2.4.2 Einrichtung einer SWH-Internetseite
7.3 Erste Resultate
8. Perspektiven von EnerCity
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung einer Dienstleistungsmarke im deutschen Energiesektor, am konkreten Fallbeispiel der Stadtwerke Hannover AG und deren Marke "EnerCity". Ziel der Arbeit ist es, die strategische Notwendigkeit einer Markenbildung für Energieversorgungsunternehmen angesichts der Marktliberalisierung aufzuzeigen und die Auswirkungen dieser Markenstrategie auf die Wahrnehmung des Unternehmens bei den Kunden zu analysieren.
3.1 Definition des Markenbegriffs
Die Marke im eigentlichen Sinn ist nur eine Kennzeichnung für ein Produkt. Das Markengesetz (MarkenG) definiert Marke in § 3 Abs. 1 wie folgt:
„Als Marke können alle Zeichen [...] geschützt werden, die geeignet sind Waren und Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unternehmen zu unterscheiden.“
Hierbei muß allerdings beachtet werden, daß diese Produktmarkierung allein noch nicht ausreicht, eine „wirkliche“ Marke, einen Markenartikel zu schaffen. Die Markenbildung berührt neben der Produktpolitik auch alle anderen Bereiche des Marketings (Preis-, Vertriebs- und Kommunikationspolitik). Eine systematische Koordinierung ihrer Aktivitäten ist daher für die erfolgreiche Einführung eines Markenartikels unbedingt erforderlich.
1. Problemstellung und Gang der Arbeit: Diese Einleitung erläutert die Herausforderungen des Energiemarktes und die Relevanz der Markenbildung, gefolgt von einem Überblick über den Aufbau der Arbeit.
2. Ausgangssituation der Stadtwerke Hannover AG: Das Kapitel beleuchtet die historische Stellung der Stadtwerke Hannover sowie den Druck durch die Marktliberalisierung und die notwendige Transformation zum Energiedienstleistungsunternehmen.
3. Markenbildung: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Marke definiert, deren Funktionen analysiert und die spezifische Bedeutung für Energieversorger herausgearbeitet.
4. Ansätze von Markenstrategien: Es erfolgt eine Gegenüberstellung der Einzel-, Familien- und Dachmarkenstrategie hinsichtlich ihrer Eignung für Energieversorgungsunternehmen.
5. Markenansatz von EnerCity: Dieses Kapitel erläutert, wie EnerCity auf Basis der Least-Cost-Planning-Studien als Dachmarke und Energiephilosophie entwickelt wurde.
6. Maßnahmen zur genaueren Markenpositionierung und -kommunikation: Hier stehen die Segmentierung von Kundengruppen, Imageanalysen sowie die Ableitung von zielgruppenspezifischen Kernbotschaften im Fokus.
7. Umsetzung der Einführung von EnerCity: Dieser Abschnitt beschreibt die operativen internen und externen Maßnahmen zur Einführung der Marke und präsentiert erste erzielte Resultate.
8. Perspektiven von EnerCity: Das Fazit skizziert die langfristigen Notwendigkeiten zur Etablierung der Marke im Wettbewerb und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Markenstrategie, Energiedienstleister, Liberalisierung, Dachmarke, EnerCity, Stadtwerke Hannover AG, Markenbildung, Least-Cost-Planning, Integrierte Unternehmenskommunikation, Kundenorientierung, Imageanalyse, Marktsegmentierung, Dienstleistungsmarketing, Markenartikel, Energiephilosophie.
Die Arbeit analysiert die strategische Einführung einer Dienstleistungsmarke bei den Stadtwerken Hannover, um das Unternehmen im Zuge der Liberalisierung des Energiemarktes wettbewerbsfähig zu positionieren.
Die Arbeit deckt die Markenbildung, Markenstrategien, die Transformation vom Energieversorger zum Energiedienstleister sowie Kommunikationsmaßnahmen ab.
Ziel ist es zu untersuchen, wie die Einführung der Marke "EnerCity" dazu beitragen kann, das Behördenimage abzubauen und den Kunden eine neue, kundenorientierte Energiephilosophie zu vermitteln.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zu Markenkonzepten sowie auf die Auswertung unternehmensinterner Analysen und Fallstudien der Stadtwerke Hannover.
Der Hauptteil analysiert theoretische Markenkonzepte, die spezifische Situation der Stadtwerke Hannover und die konkrete praktische Umsetzung der Markenstrategie.
Wichtige Begriffe sind Markenstrategie, Dachmarke, Liberalisierung, Energiedienstleistung, Kundenorientierung und Integrierte Unternehmenskommunikation.
Der Auslöser war eine LCP-Studie (Least-Cost Planning) aus dem Jahr 1992, die das Ziel verfolgte, Energiesparpotenziale in Hannover zu identifizieren und zu erschließen.
Die Dachmarkenstrategie wurde gewählt, da sie Flexibilität bei der Kommunikation verschiedener Dienstleistungen bietet, Synergieeffekte ermöglicht und eine schnellere Markenprofilierung gegenüber Einzelmarkenstrategien erlaubt.
Die interne Analyse verdeutlichte Schwachpunkte in der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit und der Kommunikation, was die Notwendigkeit für das CI-Projekt unterstrich.
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