Bachelorarbeit, 2015
53 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1. 1 Fragestellung
1. 2 Forschungsstand
2. Chinas Gesamtstrategie
2. 1 Definition der Gesamtstrategie
2. 2 Die chinesischen Kerninteressen
2. 3 Definition des Ein-China-Prinzips
3. Geschichte des sino-taiwanesischen Konflikts
3. 1 Auf dem chinesischen Festland – Bis zur Flucht auf Taiwan 1949
3. 2 Zwei chinesische Staaten – Das taiwanesische China bis 1987
3. 3 Das sino-taiwanesische Verhältnis bis 2000
4. Aktuelle Entwicklung seit 2000
4. 1 Unabhängigkeitsbestrebungen unter der Präsidentschaft Chen Shui-bians bis 2008
4. 2 Entspannung des sino-taiwanesischen Verhältnisses unter Präsident Ma Ying-jeou
5. Identitätsdilemma der taiwanesischen Bevölkerung
6. Heutiger Rechtsstatus der Republik Taiwan
6. 1 Internationale Anerkennung
6. 2 Ersatz der Außenpolitik durch Außenwirtschaft
7. Ausblick – Zwei Länder, zwei Systeme?
Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Status-quo des Ein-China-Prinzips angesichts der faktischen Unabhängigkeit der Republik China (Taiwan) und der historischen sowie politischen Entwicklungen in den sino-taiwanesischen Beziehungen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Frage, ob der Status-quo nach über 65 Jahren der Trennung Taiwans vom chinesischen Festland überhaupt noch existent ist und inwieweit die wirtschaftliche Verflechtung die politische Unabhängigkeit beeinflusst.
1. 1 Fragestellung
Die Volksrepublik China ist ein Staat im Osten des asiatischen Kontinents. Er ist mit 1,36 Milliarden Einwohner der bevölkerungsreichste Staat der Erde. In Europa werden mit China meist exotisches Essen, freundliche Menschen und eine einzigartige Kultur verbunden. Die wenigsten Menschen wissen, dass die Volksrepublik China ein Staat unter der Ein-Parteien-Herrschaft der „Kommunistischen Partei Chinas“ (im Folgenden KPCh) ist und somit eine kommunistische Diktatur. Im Jahr 1949 ereignete sich das Ende eines Bürgerkrieges in China, der zwischen der chinesischen Nationalpartei „Guomindang“ (im Folgenden GMD) und der KPCh tobte. Gegenstand dieses Bürgerkrieges war der Kampf um eine Führungsrolle in der seit 1945 von den Japanern befreiten Republik China, welche 1912 gegründet wurde und deren Territorium sich auf Festlandchina, die Insel Taiwan und einige kleinere Inseln an der Ostküste Chinas erstreckte. Die GMD unterlag in diesem Bürgerkrieg und flüchtete auf die etwa 200 Kilometer östlich von Festlandchina gelegene Insel Taiwan. Die KPCh rief 1949 die Volksrepublik China (im Folgenden VR China) aus und Taiwan blieb als letzte Provinz der Republik China bestehen. Aus diesem Konflikt heraus erhebt die VR China seit Ende des Bürgerkrieges den territorialen Anspruch auf die Insel Taiwan, welchem sich die Führung der Republik China auf Taiwan bis heute verweigert.
1. Einleitung: Einführung in die historische Genese des Konflikts und die aktuelle Problemstellung sowie Zielsetzung der Arbeit.
2. Chinas Gesamtstrategie: Definition zentraler Begriffe wie Gesamtstrategie und Kerninteressen der VR China mit besonderem Fokus auf das Ein-China-Prinzip.
3. Geschichte des sino-taiwanesischen Konflikts: Darstellung der historischen Entwicklung des Konflikts von der Teilung 1949 bis zur politischen Situation im Jahr 2000.
4. Aktuelle Entwicklung seit 2000: Analyse der divergenten politischen Ansätze unter den Präsidenten Chen Shui-bian und Ma Ying-jeou.
5. Identitätsdilemma der taiwanesischen Bevölkerung: Untersuchung der Entwicklung einer eigenständigen taiwanesischen Identität und deren Bedeutung für den Souveränitätsanspruch.
6. Heutiger Rechtsstatus der Republik Taiwan: Erörterung der internationalen Anerkennung sowie der Verschiebung von einer klassischen Außenpolitik hin zur Außenwirtschaftspolitik.
7. Ausblick – Zwei Länder, zwei Systeme?: Resümee über die Zukunft des Status-quo und die Möglichkeiten einer friedlichen Koexistenz oder Wiedervereinigung.
Ein-China-Prinzip, Republik China, Volksrepublik China, Taiwan, GMD, KPCh, Status-quo, Identität, Souveränität, Unabhängigkeit, Außenwirtschaft, sino-taiwanesischer Konflikt, internationale Anerkennung, Demokratisierung.
Die Arbeit analysiert das Verhältnis zwischen der Volksrepublik China und der Republik China (Taiwan) vor dem Hintergrund des Ein-China-Prinzips.
Die Arbeit behandelt die chinesische Gesamtstrategie, die historische Entwicklung des Konflikts, die nationale Identitätsbildung auf Taiwan sowie den völkerrechtlichen und wirtschaftlichen Status Taiwans.
Das Ziel ist die Untersuchung, ob der bestehende Status-quo zwischen Festlandchina und Taiwan nach über 65 Jahren Trennung noch realistisch ist und wie die wirtschaftliche Abhängigkeit die politische Situation beeinflusst.
Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse von Monographien, offiziellen Dokumenten, Verfassungen, Wirtschaftsverträgen und empirischen Umfragedaten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der chinesischen Gesamtstrategie, die historische Konfliktaufarbeitung, die Analyse der Regierungszeiten von Chen Shui-bian und Ma Ying-jeou sowie die Untersuchung des taiwanesischen Identitätswandels.
Ein-China-Prinzip, Taiwan, politische Unabhängigkeit, nationale Identität, Wirtschaftsverflechtung und Status-quo.
Die Arbeit zeigt einen klaren Trend hin zu einer eigenständigen taiwanesischen Identität, wobei sich die Bevölkerung zunehmend als Taiwanesen und weniger als Chinesen identifiziert.
Die wirtschaftliche Verflechtung dient laut Arbeit als Instrument und notwendige Basis für Entspannung, schafft jedoch gleichzeitig eine tiefe ökonomische Abhängigkeit Taiwans vom Festland.
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