Masterarbeit, 2015
153 Seiten, Note: 1,3
A. Einleitung
1. Problemstellung und Zielsetzung
2. Methodik und Aufbau der Arbeit
B. Theoretische Grundlagen des Risikomanagements
1. Risikomanagement als Unternehmensaufgabe
2. Abgrenzung des Risikobegriffs
3. Bedeutung des Risikomanagements als Führungsinstrument
a. Definition, Ziele und Aufgaben des Risikomanagements
b. Darstellung des Risikomanagement-Prozesses
4. Umgang mit Risiken aufgrund gesetzlicher Bestimmungen
5. COSO Rahmenwerk
C. Praxis der Lageberichterstattung
1. Gesetzliche Grundlagen
2. Charakteristika des handelsrechtlichen Lageberichts
a. Funktion des Lageberichts
b. Adressaten des Lageberichts
c. Inhalt des Lageberichts
3. Rechnungslegungsstandards des DRSC
a. Darstellung des DRSC
b. Grundsätze ordnungsgemäßer Lageberichterstattung
c. Darstellung des DRS 20 als Folgestandard des DRS 15
d. Anforderungen an die Risikoberichterstattung
D. Gang der empirischen Untersuchung
1. Überblick und Herausforderungen der Automobilbranche
2. Unternehmensprofile
3. Darstellung des Analyseschemas und Vorgehensweise
E. Analyse der ausgewählten Risikoberichte
1. Analyseergebnis der BMW AG
2. Analyseergebnis der Daimler AG
3. Analyseergebnis der VW AG
F. Vergleichende Analyse der Ergebnisse
1. Gesamtbewertung der Risikoberichterstattung der Unternehmen
2. Konzeptionelle Verbesserungsvorschläge für den DRS 20
G. Fazit und Ausblick zur Risikoberichterstattung
Diese Masterarbeit analysiert die Qualität der Risikoberichterstattung der drei im DAX gelisteten Automobilkonzerne (BMW AG, Daimler AG, VW AG) unter Berücksichtigung des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 20 (DRS 20), um Verbesserungspotenziale in der Berichterstattung und dem Standard selbst zu identifizieren.
1. Problemstellung und Zielsetzung
Im Englischen wird oft das Sprichwort „No risk, no fun“ gebraucht. Dieses Sprichwort lässt sich auch auf die Unternehmenstätigkeit ausweiten: „No risk, no business“. Der Umgang mit Risiken ist durch die Unvorhersehbarkeit der Zukunft ein zentrales Thema für jedes Unternehmen. Ohne die Bereitschaft, Risiken einzugehen und zu managen, gäbe es keine unternehmerische Tätigkeit. Sonst müsste das Kapital risikolos am Kapitalmarkt investiert werden, um alle Risiken auszuschließen. Durch die Krisen der vergangenen Jahre wie z.B. die Subprime-Krise, durch die Regulierung der Unternehmstätigkeit, die Dynamik und Komplexität der Märkte sowie die zunehmende Internationalisierung der Geschäftstätigkeit steigen die Anforderung an das Risikomanagement in Unternehmen. Gerade globale, i.d.R. kapitalmarktorientierte Konzerne sehen sich mit einer Vielzahl von Risiken, wie z.B. Absatz- und Beschaffungsrisiken, konfrontiert.
Die Stakeholder eines Unternehmens, wie Anteilseigner, Fremdkapitalgeber und Mitarbeiter erwarten von großen Gesellschaften eine klare Strategie, um den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern und Risiken beherrschbar zu machen. Informationen über unternehmensgefährdende oder wesentliche Risiken fließen beispielsweise in den Entscheidungsprozess von Kapitalanlegern des berichtenden Unternehmens mit ein. Um die Informationsbedürfnisse der verschiedenen Interessengruppen zu befriedigen und bestehende Informationsasymmetrien zu reduzieren, ist es notwendig, transparente und adressatenorientierte Berichterstattung zu betreiben.
A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Risikomanagements ein, definiert die Problemstellung sowie das Ziel der Arbeit und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
B. Theoretische Grundlagen des Risikomanagements: Dieses Kapitel stellt die theoretischen Basisinformationen zum Risikomanagement dar, einschließlich Definitionen, Prozessen und internationalen Rahmenwerken wie COSO.
C. Praxis der Lageberichterstattung: Hier werden die gesetzlichen Anforderungen, Funktionen und die spezifischen Rechnungslegungsstandards (insbesondere DRS 20) für die Lageberichterstattung detailliert beleuchtet.
D. Gang der empirischen Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt die Automobilbranche, die Unternehmensprofile und das methodische Analyseschema, das zur Bewertung der Risikoberichte eingesetzt wird.
E. Analyse der ausgewählten Risikoberichte: Dies ist der Kern der Arbeit, in dem die Risikoberichte der BMW AG, Daimler AG und VW AG anhand definierter Kriterien einzeln ausgewertet werden.
F. Vergleichende Analyse der Ergebnisse: Hier werden die Ergebnisse der drei Konzerne gegenübergestellt und Verbesserungsvorschläge für den DRS 20 abgeleitet.
G. Fazit und Ausblick zur Risikoberichterstattung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Risikoberichterstattung.
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Die Arbeit analysiert die Qualität der Risikoberichterstattung deutscher Automobilhersteller im Kontext des DRS 20.
Die zentralen Themen sind Risikomanagement, gesetzliche Anforderungen an die Lageberichterstattung, die Anwendung von Rechnungslegungsstandards und die Qualitätssicherung bei Unternehmensberichten.
Das Ziel ist es, die Qualität der Risikoberichte von BMW, Daimler und VW zu bewerten und konkrete Verbesserungsvorschläge für den Standard DRS 20 zu entwickeln.
Es wird ein deduktives Analyseschema auf Basis qualitativer und quantitativer Kriterien angewandt, um die Geschäftsberichte der Jahre 2012 bis 2014 zu bewerten.
Im Hauptteil (Kapitel E) erfolgt die detaillierte Analyse und Bewertung der Risikoberichte der untersuchten Unternehmen anhand eines Ampelsystems.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Risikomanagement, DRS 20, Konzernlagebericht und Automobilbranche definieren.
Die Analyse zeigt Unterschiede in der Transparenz und Tiefe der Berichterstattung, wobei insbesondere die Darstellung der Risikoklassifizierung und die Verwendung quantitativer Daten bei Daimler als Benchmark hervorgehoben wird.
Der DRS 20 fungiert als Standard, der durch Konkretisierung der gesetzlichen Anforderungen zu einer verbesserten Vergleichbarkeit und Qualität der Risikoberichte beitragen soll.
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