Bachelorarbeit, 2017
79 Seiten, Note: 1,7
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. Einleitung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau und Vorgehen
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Grundlegende Begrifflichkeiten
2.1.1 Geschlecht: sex & gender
2.1.2 Social Media
2.1.3 App
2.1.4 Hashtags
2.2 Genderforschung & Genderspezifische Unterschiede
2.2.1 Soziologischer Ansatz
2.2.1.1 Geschlechterstereotype
2.2.1.2 Rollenverteilung und Wertewandel
2.2.2 Biologische Unterschiede
2.2.2.1 Kognitive Unterschiede
2.2.2.2 Erbgut
2.2.2.3 Hormone und Nervenbotenstoffe
2.2.3 Unterschiede beim Kaufverhalten
2.2.4 Unterschiede im Freizeit-/Medienverhalten
2.3 Die Online-Plattform Instagram
2.3.1 Entstehung und Verbreitung
2.3.2 Eigenschaften und Funktionen
2.3.3 Bisherige Daten und Fakten
3. Empirische Untersuchung
3.1 Methodik
3.2 Fragestellung und Hypothesenbildung
3.3 Fragebogenentwicklung
3.4 Pretest
3.4 Operationalisierung
3.5 Datenerhebung
3.6 Gütekriterien
4. Datenauswertung
4.1 Datenaufbereitung
4.2 Beschreibung der Stichprobe
4.3 Überprüfung der Hypothesen
4.3.1 Deskriptive Bearbeitung der Hypothesen
4.3.2 Inferenzstatistische Auswertung
5. Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Kritische Betrachtung
6. Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht, ob geschlechtsspezifische Unterschiede im Nutzungsverhalten der Social-Media-Plattform Instagram bei Frauen und Männern in Deutschland existieren. Ziel ist es, durch eine empirische Erhebung Hypothesen zu Aspekten wie Motivauswahl, Nutzungsdauer, Bildbearbeitung und der Bedeutung von Interaktionen (Likes) zu prüfen, um daraus Erkenntnisse für eine gezieltere Kommunikation im Marketing abzuleiten.
2.2.1.1 Geschlechterstereotype
Unter Geschlechterstereotypen werden sozial geteilte Annahmen verstanden, die in einer Gesellschaft oder Gruppe charakteristische Merkmale von Männern und Frauen festlegen. (vgl. Hannover 2010, S.27.) Kennzeichnend für Geschlechterstereotypen sind die zwei Kompo-nenten deskriptiv und präskriptiv (vgl. Eckes 2004, S.165). Die deskriptive Komponente steht für die Annahmen darüber, wie Männer und Frauen sind bzw. sich verhalten. Somit werden Individuen lediglich anhand ihres Geschlechts ganz prägnante Eigenschaften zugeschrieben. Die präskriptive Komponente beschreibt wie sich Männer und Frauen verhalten sollten bzw. sein sollten (vgl. Eckes 2004, S.165).
Über alle Jahrhunderte hinweg hat sich die deskriptive Komponente stabil gehalten. Diesen Stereotypen nach sind Frauen fürsorglich und emotional expressiv, verständnisvoll und abhängig. Männer sind in ihrem Verhalten dominant, unabhängig, zielstrebig und autonom. Dieses Bild gilt weitgehend sogar kulturübergreifend (ebd. & Hannover 2010, S.27).
Stereotypisierung ist ein Prozess der die Anwendung von Stereotypen in einem bestimmten Kontext meint. Meistens geht die Stereotypisierung jedoch mit dem Erwerb des Wissens über Stereotype einher, da dieses Wissen von Kleinauf erworben und sofort angewendet wird (vgl. Eckes 2004, S.165). So kann man zwar im Erwachsenenalter bewusst Stereotypisierung vermeiden, im Kindesalter hingegen geschieht diese jedoch meist automatisch (ebd.). Denn bereits mit (oder gar vor) der Geburt beginnt seitens der Eltern und Familie die Entwicklung der Geschlechtsrolle. So wird das Zimmer häufig mit entsprechenden Elementen in den stereotypischen Farben rosa oder blau eingerichtet, Babykleidung in den Geschäften wird ebenfalls in ähnlichen Farben angeboten und auch beim Spielzeug werden klare Geschlechts zuweisungen bereits in der Vermarktung integriert: Puppen und Barbies für Mädchen, Autos und Superheldenausrüstungen für Jungens. Kinder identifizieren sich bereits in den ersten Lebensjahren als männlich oder weiblich und nehmen dann in der Regel das präskriptive Ver halten an (vgl. Haeberle 2005, S.63ff./ Kasten 2003, S.72). Bereits im Alter von ein bis drei Jahren entwickeln Kleinkinder geschlechtstypische Interessen bei der Wahl ihrer Spielzeuge, Aktivitäten und Spielpartner (vgl. Eckes 2004, S. 168).
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Social-Media-Nutzung für Unternehmen und stellt die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit vor.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe definiert und die geschlechtsspezifische Forschung unter soziologischen und biologischen Aspekten beleuchtet, ergänzt durch eine Beschreibung der Plattform Instagram.
3. Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt die quantitative Methodik, die Hypothesenbildung, die Fragebogenkonstruktion, den Pretest und die Datenerhebung.
4. Datenauswertung: Hier erfolgt die Aufbereitung der Daten, die deskriptive Beschreibung der Stichprobe sowie die inferenzstatistische Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
5. Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse der Datenauswertung und reflektiert diese kritisch.
6. Fazit und Ausblick: Hier werden die Kernergebnisse zusammengefasst und Ansätze für zukünftige Forschungsarbeiten aufgezeigt.
Genderforschung, Geschlechterstereotype, Social Media, Instagram, Nutzungsverhalten, quantitative Forschung, Online-Befragung, Hypothesenprüfung, t-Test, Bildbearbeitung, Like-Verhalten, Konsumentenverhalten, soziale Netzwerke, Marketing, Digitalisierung.
Die Bachelorarbeit untersucht, ob es geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Nutzung der Social-Media-Plattform Instagram gibt.
Die Arbeit behandelt Genderforschung, biologische und soziologische Geschlechterunterschiede, Mediennutzungsverhalten, Konsumentenpsychologie und die spezifischen Funktionen von Instagram.
Das primäre Ziel ist die Erforschung der Frage, ob sich das Nutzungsverhalten auf Instagram signifikant zwischen Männern und Frauen unterscheidet, um daraus Erkenntnisse für gezieltere Marketing-Kommunikationsstrategien zu gewinnen.
Es wird eine quantitative empirische Untersuchung in Form eines Online-Fragebogens durchgeführt, wobei die Daten anschließend deskriptiv sowie inferenzstatistisch (t-Tests) ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Geschlecht und Medien sowie den Praxisteil mit der detaillierten Beschreibung der empirischen Untersuchung, der Datenauswertung und der Diskussion der Ergebnisse.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Genderforschung, Instagram-Nutzung, Geschlechterstereotype, quantitative Analyse und Konsumentenverhalten.
Die Bildbearbeitung wird als eine der Hypothesen untersucht, um festzustellen, ob Frauen ihre Fotos auf Instagram intensiver bearbeiten als Männer.
Die statistische Analyse deutet darauf hin, dass Likes für Frauen eine höhere Bedeutung haben als für Männer, wobei diese Ergebnisse in der vorliegenden Stichprobe zwar sichtbar sind, aber nicht zweifelsfrei verallgemeinert werden können.
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