Masterarbeit, 2017
77 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Dentalmarkt
2.1 Kennzahlen des zahnärztlichen Versorgungsmarktes
2.2 Entwicklungen in der Zahnmedizin
2.3 Formen zahnärztlicher Berufsausübung
2.4 Das Zahnärzte-MVZ
2.5 Der zahnmedizinische Markt
3. Betriebswirtschaftliche Theorie
3.1 Begriffliche Abgrenzung
3.1.1 Reifer Markt
3.1.2 Gesättigter Markt
3.1.3 Stagnierender Markt
3.1.4 Schrumpfender Markt
3.2 Wettbewerbsstrategien in gesättigten Märkten
3.2.1 Marktbehauptungsstrategien
3.2.2 Ausweichstrategien
3.2.3 Marktaustrittsstrategien
3.3 Verdrängungswettbewerb
3.4 Business Model Canvas
4. Analyse
4.1 Vorstellung Fragebogen
4.2 Anwendungsergebnis des Business Model Canvas
4.3 Zahnärztliche Großpraxen
4.3.1 Organisationsmodell
4.3.2 Wettbewerbsstrategien
4.4 Bewertung zahnärztlicher Wachstumsstrategien
5. Fazit
Die Arbeit untersucht, welche betriebswirtschaftlichen Wettbewerbsstrategien in gesättigten Märkten erfolgreich angewendet werden können, um Wachstum zu erzielen, wobei der Fokus spezifisch auf zahnärztlichen Großpraxen liegt.
3.1.2 Gesättigter Markt
Das übergeordnete Interesse eines Unternehmens in Bezug auf seine Marktposition richtet sich auf die Branchenentwicklung. Die Branche, die durch die Zuordnung bestimmter Bedürfnisse gekennzeichnet ist, sollte aus diesem Grund den Ausgangspunkt der Auseinandersetzung mit dem Sättigungsbegriff darstellen. Die Sättigungserscheinung steht in engem Zusammenhang mit Bedürfnissen.
Nach Romer ist der Zustand der Marktsättigung in erster Linie durch das Merkmal eines ausgeschöpften Marktpotenzials für einen abgegrenzten Produktmarkt charakterisiert. Von einer Marktsättigung kann demnach in diesem Kontext erst die Rede sein, sobald das Nachfragepotential überwiegend ausgeschöpft ist und gleichzeitig ein stagnierendes oder schrumpfendes Absatzvolumen verzeichnet wird.
Belz definiert die Sättigung eines Marktes insofern, als dass dessen Marktvolumen und Marktpotenzial kongruent sind. Diese wird anhand der zukünftigen quantitativen Entwicklung der Nachfrage bestimmt.
Als Sättigungsgrad wird das Verhältnis von realisiertem Marktvolumen und Marktpotenzial bezeichnet. Während das Marktpotenzial die Gesamtheit aller möglichen Absatzmengen eines Produktes für eine Produktgruppe in einem gegebenen Zeitraum umfasst, stellt das Marktvolumen nur die von sämtlichen Anbietern tatsächlich abgesetzte Menge auf einem abgegrenzten Markt dar. Im Gegensatz zum Marktpotenzial ist das Marktvolumen eine reale Größe.
1. Einleitung: Definiert die Forschungsfrage nach betriebswirtschaftlichen Wachstumsstrategien im zahnärztlichen Markt und stellt das Vorgehen sowie die Untersuchungsmethodik vor.
2. Dentalmarkt: Vermittelt einen Überblick über Kennzahlen, rechtliche Rahmenbedingungen und Strukturen der zahnärztlichen Berufsausübung in Deutschland.
3. Betriebswirtschaftliche Theorie: Liefert die theoretischen Grundlagen zur Abgrenzung verschiedener Marktstadien und erläutert strategische Ansätze für Unternehmen in gesättigten Märkten.
4. Analyse: Präsentiert die Ergebnisse der empirischen Befragung deutscher Großpraxen und wendet das Business Model Canvas zur Ableitung von Erfolgsfaktoren an.
5. Fazit: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und identifiziert ein spezifisches Strategie-Muster für zahnärztliche Großpraxen, um im aktuellen Umfeld zu wachsen.
Wettbewerbsstrategien, Gesättigte Märkte, Zahnarztmarkt, Großpraxen, Business Model Canvas, Marktsättigung, Marktstagnation, Marktbehauptungsstrategien, Verdrängungswettbewerb, Wachstumsstrategien, Praxismanagement, zahnärztliches MVZ, Dentalmarkt, Patientenbindung, Marktentwicklung
Die Arbeit analysiert, mittels welcher betriebswirtschaftlichen Wettbewerbsstrategien Zahnarztpraxen in einem gesättigten Marktumfeld Wachstum realisieren können.
Die zentralen Themen umfassen die Marktanalyse des deutschen Dentalmarktes, theoretische Konzepte zur Marktsättigung und die empirische Anwendung strategischer Modelle auf zahnärztliche Großpraxen.
Das Ziel ist die Identifizierung eines Strategie-Musters, mit dem zahnärztliche Mehrbehandlerpraxen trotz zunehmenden Wettbewerbs betriebswirtschaftliches Wachstum erzielen können.
Die Arbeit nutzt neben einer Literaturanalyse vor allem das Business Model Canvas nach Osterwalder sowie eine quantitative, empirische Datenerhebung mittels einer anonymen Befragung unter zahnärztlichen Großpraxen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine deskriptive Marktdarstellung, die Erörterung betriebswirtschaftlicher Theorien zu reifen und stagnierenden Märkten sowie die Analyse der aus der Befragung gewonnenen Daten bezüglich Organisationsmodellen und Wettbewerbsstrategien.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Wettbewerbsstrategien, Marktsättigung, zahnärztliche Großpraxen, das Business Model Canvas und Verdrängungswettbewerb.
Das Zahnärzte-MVZ wird als eine strukturell vorteilhafte Form für zahnärztliche Großpraxen eingestuft, die ein rechtssicheres und expansionsfähiges Konstrukt bietet, dessen Potenzial jedoch aktuell noch zu wenig ausgeschöpft wird.
Aufgrund des Fachkräftemangels bei zahnmedizinischen Fachangestellten ist ein aktives Personalmarketing essentiell für das Wachstum; zudem bietet die Großpraxis jungen Zahnärzten durch die Arbeit im Angestelltenverhältnis eine attraktive Alternative zur Einzelpraxis.
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