Bachelorarbeit, 2014
89 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer und empirischer Hintergrund
2.1 Geteilte Handlungen
2.1.1 Theorien zur Auswirkung sozialer Interaktionen.
2.1.2 Mechanismen geteilter Handlungen.
2.2 Geteilte Handlungsrepräsentationen in einem Task-sharing-Paradigma
2.2.1 Der Simon-Effekt
2.2.2 Das Modell der dimensionalen Überlappung.
2.2.3 Der Joint-Simon-Effekt
2.2.4 Der Handlungspartner als räumlicher Bezugsrahmen.
2.3 Das Aufgabenwechselparadigma
2.3.1 Die Operationalisierung der Wechselkosten
2.3.2 Zwei verschiedene Interpretationen der Wechselkosten
2.3.3 Das Konzept der kognitiven Kontrolle
2.4 Zusammenfassung und Ausblick auf das Experiment
3. Fragestellungen
4. Methode
4.1 Gesamtstichprobe
4.2 Experimentalbedingung A „Two-Choice”
4.2.1 Stichprobe
4.2.2 Material und Versuchsaufbau.
4.2.3 Versuchsdurchführung.
4.2.4 Versuchsdesign.
4.3 Experimentalbedingungen B und C „Go/Nogo“
4.3.1 Stichprobe
4.3.2 Material und Versuchsaufbau
4.3.3 Versuchsdurchführung
4.3.4 Versuchsdesign
5. Ergebnisse
5.1 Two-Choice Bedingung
5.1.1 Voranalysen
5.1.2 Hauptanalysen
5.2 Go/Nogo Bedingungen
5.2.1 Voranalysen „Individual Go/Nogo“.
5.2.2 Voranalysen „Joint Go/Nogo“.
5.2.3 Hauptanalyse für die Reaktionszeiten
5.2.4 Hauptanalyse für die Anzahl richtiger Reaktionen
6. Diskussion
6.1 Diskussion der Ergebnisse
6.1.1 Fragestellung A.
6.1.2 Fragestellung B
6.1.3 Fragestellung C
6.1.4 Fragestellung D
6.1.5 Fragestellung E.
6.2 Kritik an der durchgeführten Studie
6.3 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob bei Aufgabenwechsel-Prozessen (Task-Switching), bei denen keine räumliche Reiz-Reaktions-Kodierung involviert ist, soziale Effekte wie geteilte Handlungsrepräsentationen oder soziale Erleichterung auftreten. Ziel ist es, die Ursachen für Wechselkosten unter diesen Bedingungen zu identifizieren und die Gültigkeit bestehender Theorien, wie der Rekonfigurationshypothese und der sozialen Erleichterung, zu prüfen.
2.2 Geteilte Handlungsrepräsentationen in einem Task-sharing-Paradigma
Bei einem Großteil der Forschungsansätze zu geteilten Handlungen werden räumliche Reiz-Reaktionsaufgaben im Kontext des Task-sharing verwendet. Obwohl wir uns in der vorliegenden Arbeit aus verschiedenen Gründen für den Einsatz eines Aufgabenwechselparadigmas entschieden haben, besteht eine Notwendigkeit auf die Forschungen unter Verwendung des Task-sharing Paradigmas einzugehen. Dadurch können die elementaren Sachverhalte sowie die sich daraus ergebenden Fragestellungen ausführlich und nachvollziehbar dargestellt werden.
2.2.1 Der Simon-Effekt. Zunächst ist zu erwähnen, dass viele der durchgeführten Studien zu geteilten Handlungsrepräsentationen verschiedene Varianten einer Simon-Aufgabe (Simon & Rudell, 1967) verwenden. In einer Simon-Aufgabe müssen Probanden mit rechts- und linksseitigen Reaktionen auf bestimmte Attribute (z. B. die Farbe) präsentierter Reize antworten, während die Reize auf der rechten oder linken Seite präsentiert werden. Obwohl der Erscheinungsort der Reize für die Aufgabenbearbeitung völlig irrelevant ist, lässt sich ein Einfluss auf die Reaktionsgeschwindigkeit der Probanden beobachten. So ist beispielsweise die Aufgabe der Probanden, auf rote Reize mit rechtsseitigem Tastendruck und auf grüne Reize mit linksseitigem Tastendruck zu reagieren. Üblicherweise sind Reaktionen schneller und weniger fehlerhaft, wenn der Erscheinungsort des Reizes mit der geforderten Reaktion übereinstimmt. Erscheint also ein grüner Stimulus auf der linken Seite und erfordert auch eine linksseitige Reaktion, führt dies zu einer schnelleren Reaktion, als wenn auf einen roten Reiz, der linksseitig dargeboten wird mit der rechten Hand reagiert werden soll.
1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung geteilter Handlungen im Alltag und Hinführung zur wissenschaftlichen Fragestellung im Kontext von Task-Switching.
2. Theoretischer und empirischer Hintergrund: Darstellung der psychologischen Grundlagen zu geteilten Handlungen, sozialen Interaktionstheorien und dem Aufgabenwechselparadigma.
3. Fragestellungen: Herleitung der zentralen Forschungsfragen basierend auf dem Forschungsstand und der Notwendigkeit, räumliche Referenzkodierungen in Studien zu geteilten Handlungen zu vermeiden.
4. Methode: Beschreibung der Probandenstichproben, des Versuchsaufbaus für die verschiedenen Bedingungen (Two-Choice und Go/Nogo) sowie des Vorgehens bei der Datenerhebung.
5. Ergebnisse: Präsentation der statistischen Auswertungen bezüglich Reaktionszeiten und Fehlerraten in den unterschiedlichen Versuchsbedingungen.
6. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf die aufgestellten Hypothesen, kritische Reflexion des Studiendesigns und Ausblick auf zukünftige Forschungsansätze.
Geteilte Handlung, Task-sharing, Aufgabenwechsel, Rekonfiguration, kognitive Kontrolle, soziale Erleichterung, Joint-Simon-Effekt, Reaktionszeiten, Wechselkosten, Go/Nogo-Aufgabe, Handlungsrepräsentation, Ideomotorik, Aufgabenteilung, räumliche Referenzkodierung
Die Arbeit untersucht, wie sich die Zusammenarbeit mit anderen Personen auf die individuelle Leistungsfähigkeit bei Aufgabenwechseln auswirkt und ob dabei soziale Effekte oder geteilte Handlungsrepräsentationen nachweisbar sind.
Die Schwerpunkte liegen auf kognitiven Kontrollprozessen bei Aufgabenwechseln, der Theorie der sozialen Erleichterung, geteilten Handlungsrepräsentationen und der Validierung experimenteller Paradigmen in der experimentellen Psychologie.
Die zentrale Frage ist, ob bei Aufgabenwechsel-Problemen, bei denen räumliche Reiz-Reaktions-Kodierungen keine Rolle spielen, Hinweise auf geteilte Handlungsrepräsentationen oder soziale Erleichterungseffekte zu finden sind.
Es wurde ein experimentelles Design angewandt, das drei verschiedene Bedingungen umfasste: eine Two-Choice Task-Switch Bedingung sowie eine Individual Go/Nogo und eine Joint Go/Nogo Bedingung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Aufarbeitung des Forschungsstandes, die detaillierte Beschreibung der experimentellen Methodik sowie die Auswertung und Diskussion der empirisch gewonnenen Daten.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Geteilte Handlung, Task-Sharing, Aufgabenwechsel, Rekonfiguration und kognitive Kontrolle bestimmt.
Das Paradigma wurde gewählt, um die Möglichkeiten einer räumlichen Referenzkodierung auszuschließen, da diese bei anderen klassischen Paradigmen (wie der Joint-Simon-Aufgabe) als Störfaktor diskutiert wird.
Die Ergebnisse zeigen, dass Probanden in der Joint Go/Nogo Bedingung schneller reagierten und geringere Wechselkosten aufwiesen, was prinzipiell mit der Theorie der sozialen Erleichterung korrespondiert.
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