Bachelorarbeit, 2014
40 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Zielsetzung und Fragestellung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Das informelle Lernen
2.1 Entwicklung des Themengebiets
2.2 Definitionen und Konzepte des informellen Lernens
2.3 Förderungsmaßnahmen für informelles Lernen
2.4 Gesellschaftliche Hintergründe für Lebenslanges Lernen
2.5 Aktuelle Programme des Lebenslangen Lernens
2.6 Kritik am Konzept des Lebenslangen Lernens
2.7 Berührungen zwischen Lebenslangem und informellem Lernen
3. Berufliche Weiterbildung
3.1 Einführung in die berufliche Weiterbildung
3.1.1 Berufliche und allgemeine Weiterbildung
3.1.2 Berufliche Weiterbildung, Fortbildung und Umschulung
3.1.3 Formale und informelle Bildungsmaßnahmen
3.2 Ziele beruflicher Weiterbildung
3.2.1 Individuelle Regulationsfähigkeit
3.2.2 Beschäftigungsfähigkeit
3.2.3 Chancengleichheit
3.3 Ansätze für informelle Weiterbildung in der Arbeit
3.3.1 Online-Communities
3.3.2 Jobrotation
3.3.3 Projektarbeit
4. Relevanz des informellen Lernens
4.1 Online-Communities
4.2 Jobrotation
4.3 Projektarbeit
5. Resümee
Die Arbeit untersucht die Relevanz des Konzepts des informellen Lernens für die berufliche Weiterbildung aus der spezifischen Sicht der Arbeitnehmer, um zu klären, inwieweit neben ökonomischen Qualifizierungszielen auch arbeitnehmerspezifische Ziele erreicht werden können.
3.3.1 Online-Communities
Es wird sich bei der Definition von Online-Communities an Fogolin & Zinke orientiert, sie verstehen diese als „informelle Personengruppen oder -Netzwerke, die aufgrund gemeinsamer Interessen und/oder Problemstellungen über einen längeren Zeitraum hinweg internetgestützt miteinander kommunizieren, kooperieren, Wissen und Erfahrungen austauschen, neues Wissen schaffen und dabei voneinander lernen“ (Fogolin/Zinke 2004: S. 15). Diese Begriffsbestimmung wird noch näher eingegrenzt, da hier nur berufsfeld- bzw. branchenbezogene oder berufsrelevante Online-Communities gemeint sind. Solche Communities werden in der Regel aus dem Eifer thematisch interessierter Menschen gegründet oder von kommerziell orientierten Anbietern betrieben. Üblicherweise bestehen die Communities solange das Interesse ihrer Mitglieder vorhanden ist und oftmals ist die Mitgliedschaft freiwillig.
Über diverse Kommunikations- und Kooperationstools wird der Austausch in den Foren technisch verwirklicht. Die vollständige Nutzung ist in der Regel erst nach einer Registrierung möglich, bei der man gleichzeitig die Kommunikationsregeln des Betreibers anerkennt. Die Unterhaltungen werden üblicherweise moderiert und finden oft asynchron statt. Hat jemand eine Frage oder Anmerkung zu einem Thema, formuliert er dies in einem Beitrag in der Community. Die anderen Mitglieder haben dann die Möglichkeit, darauf mit Lösungen, ähnlichen Erfahrungen oder eigenen Meinungen zu antworten. Moderatoren sind in der Regel die Betreiber sowie ausgewiesene Experten des jeweiligen Themenbereichs. Diese nehmen eine Kontrollfunktion wahr, strukturieren die Kommunikation und sind teilweise dazu verpflichtet, eingehende Fragen, soweit es ihnen möglich ist, innerhalb eines bestimmten Zeitraumes notfalls selbst zu beantworten. Durch Online-Communities stehen damit Lernmöglichkeiten zu Verfügung, die relativ einfach genutzt werden können. Laut Fogolin & Zinke können sie „sowohl individuelles als auch organisationales Lernen fördern und lebensbegleitendes Lernen in vielfältiger Form unterstützen“ (ebd.: S. 16).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert dessen zunehmende Relevanz im Kontext des lebenslangen Lernens und definiert die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Das informelle Lernen: Dieses Kapitel erörtert die historische Entwicklung, verschiedene Definitionen und Konzepte des informellen Lernens, beleuchtet gesellschaftliche Hintergründe und kritisiert das Konzept des lebenslangen Lernens.
3. Berufliche Weiterbildung: Das Kapitel definiert den Begriff der beruflichen Weiterbildung, differenziert zwischen verschiedenen Bildungsformen und analysiert sowohl Ziele als auch praktische Ansätze wie Online-Communities, Jobrotation und Projektarbeit.
4. Relevanz des informellen Lernens: Hier wird geprüft, ob die vorgestellten Ansätze in der Lage sind, die Arbeitnehmerziele der individuellen Regulationsfähigkeit, der Beschäftigungsfähigkeit und der Chancengleichheit zu erfüllen.
5. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die eingangs formulierte Fragestellung hinsichtlich der Relevanz informellen Lernens für die Arbeitnehmerschaft.
Informelles Lernen, Lebenslanges Lernen, Berufliche Weiterbildung, Arbeitnehmerziele, Regulationsfähigkeit, Beschäftigungsfähigkeit, Chancengleichheit, Online-Communities, Jobrotation, Projektarbeit, Kompetenzentwicklung, Weiterbildungspässe, Wissensgesellschaft, Bildungsökonomie.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung des informellen Lernens innerhalb der beruflichen Weiterbildung und dessen Eignung, spezifische Ziele der Arbeitnehmer zu erfüllen.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Abgrenzung des informellen Lernens, das Konzept des lebenslangen Lernens, die Strukturen beruflicher Weiterbildung sowie die Analyse von Arbeitsformen wie Online-Communities, Jobrotation und Projektarbeit.
Die Kernfrage lautet, welche Relevanz das Konzept des informellen Lernens für die berufliche Weiterbildung aus Sicht der Arbeitnehmer hat und ob damit arbeitnehmerspezifische Ziele erreicht werden können.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert und verschiedene Konzepte des informellen Lernens sowie Praxisbeispiele kritisch in Beziehung setzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Betrachtung des informellen Lernens, eine strukturelle Analyse der beruflichen Weiterbildung und die anschließende empirisch orientierte Evaluierung von Online-Communities, Jobrotation und Projektarbeit.
Die Arbeit charakterisiert sich durch Begriffe wie informelles Lernen, Beschäftigungsfähigkeit, berufliche Weiterbildung und die spezifischen Ansätze zur informellen Wissensaneignung im Arbeitsprozess.
Sie ermöglichen einen ort- und zeitunabhängigen Austausch von Wissen und fördern die individuelle Regulationsfähigkeit, indem sie bei komplexen Arbeitsanforderungen schnelle Unterstützung ohne direkte Vorgesetztenbeteiligung bieten.
Obwohl sie fachliche Kompetenzen fördert, ist sie hochgradig selektiv und oft zu stark auf fachspezifisches Wissen fokussiert, wodurch weitergehende Ziele wie die allgemeine Teilhabe an der Gesellschaft kaum unterstützt werden.
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