Bachelorarbeit, 2017
67 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Vorstellung des Themas
1.2 Theoretischer Hintergrund
1.2.1 Versorgungssituation Pflegebedürftiger in Deutschland
1.2.2 Stationäre Altenpflege – Daten und Missstände
1.2.3 Fakten und Probleme der mobilen Altenpflege
1.2.4 Das Geschäft mit der Altenpflege
1.2.5 Die Altenpflegeausbildung
1.2.6 Trägerschaften der Altenpflegeschulen
1.2.7 Finanzierung der Altenpflegeausbildung
1.2.8 Altenpflegeschulen müssen werben
1.2.9 Bedarf an Nachwuchskräften am Beispiel Niedersachsen
1.3 Grundgedanke und Untersuchungsgegenstand
1.4 Methodik
2 Beruf und Berufsrealität
2.1 Der Altenpflegeberuf
2.1.1 Der Altenpflegeberuf isoliert betrachtet
2.1.2 Bildungsmöglichkeiten für Altenpflegekräfte
2.1.3 Historie des Altenpflegeberufs
2.1.4 Beweggründe für das Ergreifen des Altenpflegeberufs
2.1.5 Die Zukunft des Altenpflegeberufs
2.1.6 Die Arbeit der Altenpflegekräfte wird nicht geschätzt
2.1.7 Altenpflegekräfte leisten zu viel und verdienen zu wenig
2.2 Belastungen im Berufsfeld Altenpflege
2.2.1 Überforderte und ausgenutzte Auszubildende
2.2.2 Multiple Belastungen prägen den Berufsalltag
2.3 Wie Altenpflegekräfte selbst die Qualität ihrer Arbeit beurteilen
2.4 Hintergründe der schlechten Arbeitsbedingungen
2.5 Altenpflegekräfte sind Burnout gefährdet
2.6 Die Flucht in Nischen befeuert den Fachkraftmangel
2.7 Kurze Verweildauer im Beruf
2.8 Examinierte Altenpflegekräfte sind gefragt
3 Schluss
3.1 Darstellung der Ergebnisse
3.2 Quintessenz
3.3 Abgrenzung von bisherigen Arbeiten
3.4 Diskussion und offene Fragen
3.5 Notwendigkeit der Aufwertung des Altenpflegeberufs
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Diskrepanz zwischen den in der Ausbildung und Werbung propagierten, zumeist positiven Berufsaussichten in der Altenpflege und der empirisch belegten, oft prekären Berufsrealität auseinander. Ziel ist es, auf Basis einer Literaturanalyse die Ursachen für diese Diskrepanz zu identifizieren und die Notwendigkeit einer systemischen Aufwertung des Berufsfeldes sowie eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen aufzuzeigen.
1.2.4 Das Geschäft mit der Altenpflege
Eine Expertin der Pflegebranche, die nach zwei Jahren ihren Beruf aufgab, sagt über die Altenpflege, dass sie eine Branche sei, wo nur der Gewinn zählt. Der Mensch selbst – gleichgültig ob Pflegekraft oder Bewohner – sei teuer und dann am angenehmsten, wenn an ihm gespart werden könne (Dowideit, 2012). Die Aussicht auf Profit durch Pflege führt in einigen Ballungszentren in Deutschland zu einem Bauboom, der den Bedarf an Heimplätzen weit übersteigt. Für Menschen, die einen Heimplatz suchen, scheint dieses Überangebot vorteilhaft zu sein. Für die Einrichtungen zieht das Auslastungsproblem jedoch wirtschaftliche Probleme nach sich, die sich nachteilig für die Bewohner auswirken. Die dadurch unter Ertragsdruck stehenden Pflegeeinrichtungen sind somit zu Kosteneinsparungen gezwungen, um überleben zu können.
Da es sich bei einem Großteil der Heimkosten um Fixkosten handelt, wird neben der Rationierung von Verbrauchsgütern, wie z.B. Nahrungsmitteln und Pflegematerial, hauptsächlich bei den Personalkosten gespart. Die Kostensenkungen wirken sich negativ auf die Lebensqualität der Bewohner aus. Zusätzlich werden proportional zur Errichtung von Heimplätzen nicht genug neue Pflegekräfte ausgebildet. Dadurch leidet die Versorgung erheblich. Aufgrund der rechtlichen Lage wird jedoch kein Baustopp verhängt. Durch am regionalen Bedarf ausgerichtete Lizenzierung von Heimplätzen, vereinbaren Betreiber in Frankreich, Spanien und Italien die Angebotsqualität mit Rentabilität (Graber-Dünow, 2015). Die Heime in Deutschland werden vielfach von Finanzinvestoren aufgekauft.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Diskrepanz zwischen der demografisch bedingten Notwendigkeit von Altenpflegekräften und der Realität eines häufig als unattraktiv empfundenen Berufs, der primär mit Missständen in Verbindung gebracht wird.
2. Beruf und Berufsrealität: Dieses Hauptkapitel analysiert das Berufsbild, die Ausbildung, die vielfältigen physischen und psychischen Belastungen im Berufsalltag sowie die Hintergründe der schlechten Arbeitsbedingungen und die gesundheitlichen Risiken für die Beschäftigten.
3. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die untersuchte Diskrepanz zwischen propagierten Idealen und der Realität und diskutiert Lösungsansätze sowie die dringende Notwendigkeit einer Aufwertung des Altenpflegeberufs.
Altenpflege, Berufsrealität, Pflegenotstand, Arbeitsbedingungen, Fachkraftmangel, Burnout, Altenpflegeausbildung, Entlohnung, Pflegequalität, Stationäre Altenpflege, Ambulante Pflege, Personalmangel, Berufsaussichten, Gesundheitsrisiken, Aufwertung des Berufs.
Die Bachelorarbeit thematisiert die Diskrepanz zwischen den idealisierten Berufsaussichten, mit denen für die Altenpflegeausbildung geworben wird, und der harten, empirisch belegten Realität im Berufsalltag der Altenpflegekräfte.
Zu den Schwerpunkten zählen die Versorgungssituation, die Ausbildung, die Arbeitsbelastungen, die ökonomischen Hintergründe des "Pflegegeschäfts", die Flucht von Fachkräften in Nischen sowie das Thema Burnout und die gesellschaftliche Wertschätzung.
Das Ziel ist der analytische Vergleich zwischen den theoretisch beschriebenen, positiven Berufsaussichten und der tatsächlichen, von Missständen geprägten Berufsrealität, um Handlungsbedarfe zur Verbesserung der Situation aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, die aktuelle Beschreibungen der Situation, Studien, Expertenmeinungen und Erfahrungsberichte nutzt, um ein umfassendes Bild der Lage zu zeichnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Berufsbildes, der historischen Entwicklung und der konkreten Belastungsfaktoren, wobei ein starker Fokus auf den Arbeitsbedingungen, der Entlohnung und der subjektiven Wahrnehmung der Pflegekräfte liegt.
Die wichtigsten Schlagworte sind unter anderem Altenpflege, Pflegenotstand, Arbeitsbedingungen, Burnout, Personalmangel und die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit.
Die Untersuchung zeigt, dass nur ein geringer Teil der Pflegekräfte ihre Arbeit als gut bewertet, während die Mehrheit aufgrund von zu hohem Arbeitspensum, mangelnder Anerkennung und unzureichenden Zukunftsperspektiven von einer hohen Belastung berichtet.
Die Arbeit verdeutlicht, dass die Profitorientierung und der Aufkauf von Heimen durch Finanzinvestoren den Ertragsdruck erhöhen, was häufig zu Einsparungen beim Personal und bei der Lebensqualität der Bewohner führt.
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