Bachelorarbeit, 2017
97 Seiten, Note: 1.7
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
1.3 Methodik
2 Grundlagen und Definitionen
2.1 Bedeutung der Textilindustrie
2.1.1 Die zukünftigen Textil- und Bekleidungstrends in Deutschland
2.1.2 Wertschöpfungskette
2.2 Die Rolle der KonsumentInnen
2.2.1 Veränderungen im Konsumentenverhalten
2.2.2 Besondere Bedeutung der LOHAS
2.3 CSR und Nachhaltigkeit
2.3.1 Unternehmerische Verantwortung – Hinführung
2.3.2 Nachhaltigkeit und Management
2.3.3 Definition der CSR
2.3.4 Nachhaltigkeitsberichterstattung
3 CSR in der Textilindustrie
3.1 Handlungsrahmen von CSR
3.1.1 Problemfelder in der Textilindustrie
3.1.2 CSR Maßnahmen
3.2 CSR Kommunikation von Modeunternehmen und deren Glaubwürdigkeit
3.2.1 Beispiele unternehmerischer Verantwortung in der Modebranche
3.2.2 Beurteilung externer Organisationen über CSR Maßnahmen in der Modebranche
3.2.3 Vergleich von internen Versprechen und externer Beurteilung
3.2.4 Kriterien für ein glaubhaftes CSR
4 Die Glaubwürdigkeit von CSR in der Modebranche am Beispiel Esprit
4.1 Methodik der Vorgehensweise
4.2 CSR von Esprit
4.2.1 Interne Versprechen seitens Esprit
4.2.2 Externe Beurteilung über Esprit
4.2.3 Bewertung der Glaubwürdigkeit des CSR Engagements von Esprit
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Glaubwürdigkeit von CSR-Maßnahmen in der Textilindustrie am konkreten Beispiel des internationalen Modekonzerns Esprit, um auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse soziale und ökologische Optimierungspotenziale abzuleiten.
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
Ein T-Shirt für unter fünf Euro kaufen zu können, wäre vor geraumer Zeit nahezu unvorstellbar. Heutzutage bietet die schwedische Bekleidungskette H&M genau ein solch günstiges T-Shirt an. Seit Jahren wird Alltagskleidung in Deutschland immer günstiger. Die Modewelt wird beherrscht von führenden Textilhandelsunternehmen (H&M, Zara, C&A, etc.), die nach dem Prinzip der Fast Fashion handeln. Immer informiert, stylisch und schnell sein, dem Trend ein Stückchen voraus zu sein. Das ist Fast Fashion, „[...] ein spezifisches Produktions- und Vertriebssystem für massenproduzierte Modewaren [...]“ (MKG 2015: 1), die zu Niedrigpreisen verkauft werden. Der Preis erlaubt es den KonsumentInnen sich mehr und häufiger Kleidung zu kaufen, als sie tatsächlich benötigen. Etwa vierzig Prozent der gekauften Kleidung wird nie getragen („Fast Fashion“ 2016). Die meisten Bekleidungsstücke werden in Niedriglohnländer wie China, Indien, Bangladesch oder Kambodscha kostengünstig produziert. Die teilweise unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen produzierte Ware, einschließlich Überstunden und dem Einsatz giftiger Chemikalien, werfen Schattenseiten auf die gesamte Modebranche. Betrachtet man die Preiskalkulation eines 4,95 Euro T-Shirts (Abbildung 1), so entfallen lediglich ein Prozent auf den Lohn für die Textilarbeiter in den Niedriglohnländern. Der Preis eines solchen T-Shirts setzt sich aus Transportkosten, Materialkosten, Markenwerbung sowie Gewinn und Kosten des Einzelhandels zusammen. H&M würde demnach für Rohstoff, Herstellung und Transport eines T-Shirts insgesamt etwas mehr als 1,40 Euro bezahlen (Uchatius 2010 o. S.). Warum kaufen die VerbraucherInnen ein T-Shirt, das kaum mehr kostet als ein Cappuccino? Wären die KonsumentInnen auch bereit, das Doppelte oder Dreifache des Preises zu zahlen, wenn dafür die TextilarbeiterInnen angemessen entlohnt werden würden?
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik von Fast Fashion, definiert das Ziel der Arbeit und stellt die methodische Vorgehensweise vor.
2 Grundlagen und Definitionen: Dieses Kapitel erläutert die ökonomische Bedeutung der Textilindustrie, das Konsumentenverhalten und die theoretischen Grundlagen von CSR und Nachhaltigkeit.
3 CSR in der Textilindustrie: Hier werden die Problemfelder der Branche, wie Arbeitsbedingungen und ökologische Auswirkungen, sowie verschiedene CSR-Instrumente und -Standards detailliert analysiert.
4 Die Glaubwürdigkeit von CSR in der Modebranche am Beispiel Esprit: Dieses Kapitel vergleicht die unternehmenseigenen CSR-Versprechen von Esprit mit externen NGO-Berichten mittels einer Nutzwertanalyse.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt Handlungsempfehlungen für mehr Transparenz und eine glaubwürdigere CSR-Kommunikation von Unternehmen.
CSR, Corporate Social Responsibility, Nachhaltigkeit, Fast Fashion, Textilindustrie, Esprit, Glaubwürdigkeit, Wertschöpfungskette, Arbeitsbedingungen, Umweltbelastung, Transparenz, LOHAS, Konsumentenverhalten, Nutzwertanalyse, Lieferkette
Die Arbeit untersucht kritisch, ob internationale Modeunternehmen mit ihren CSR-Maßnahmen tatsächlich gesellschaftliche Verantwortung übernehmen oder ob es sich lediglich um Greenwashing handelt.
Die zentralen Themen umfassen die ökonomischen Bedingungen der Textilindustrie, das Konsumentenverhalten (insbesondere LOHAS), verschiedene CSR-Standards sowie die Transparenz in globalen Lieferketten.
Das Ziel ist es, die Glaubwürdigkeit des CSR-Engagements von Esprit zu evaluieren, indem interne Versprechen des Unternehmens mit externer Kritik von NGOs abgeglichen werden.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und einer qualitativen Nutzwertanalyse, um die Diskrepanz zwischen Selbstbild und Fremdwahrnehmung des Unternehmens Esprit objektiv messbar zu machen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu CSR und Nachhaltigkeit, eine Analyse der Problemfelder der Textilindustrie sowie eine detaillierte Fallstudie zu Esprit anhand von ESG-Kriterien.
Die wichtigsten Begriffe sind CSR, Fast Fashion, Lieferkettentransparenz, ökologische Nachhaltigkeit und soziale Arbeitsstandards.
Die Analyse verdeutlicht, dass Esprit zwar zahlreiche Ziele und Maßnahmen definiert hat, jedoch eine erhebliche Intransparenz bezüglich der konkreten Bedingungen in den Fabriken und bei der Überprüfung von Verstößen besteht.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Esprit seine Verantwortung ernsthafter wahrnehmen muss und eine deutlich höhere Offenlegung von Informationen gegenüber der Öffentlichkeit unerlässlich ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

