Bachelorarbeit, 2017
95 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Bachelorarbeit
2 Ausgangssituation
2.1 Die Automobilbranche in Deutschland
2.2 Relevanz des Carsharings für die deutsche Automobilindustrie
2.3 Wandel vom traditionellen Automobilhersteller zum Mobilitätsdienstleister
3 Carsharing als Beispiel der Shared Mobility
3.1 Definition und Begriffsabgrenzung
3.2 Entwicklung des Carsharings in Deutschland
3.3 Angebote im Bereich des Carsharings
3.4 Nutzungsmotive von Carsharing-Diensten
3.5 Vor- und Nachteile des Carsharings aus Nutzerperspektive
4 Carsharing – Auswirkungen auf traditionelle deutsche Automobilhersteller
4.1 Situationsanalyse
4.2 Chancen, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren des Carsharings aus Sicht eines traditionellen Automobilherstellers
4.3 Handlungsempfehlungen
5 Schlussbetrachtung
5.1 Zusammenfassung und Fazit
5.2 Ausblick
Die Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen der Sharing Economy, insbesondere des Carsharings, auf die traditionellen deutschen Automobilhersteller, um daraus Erfolgsfaktoren und Handlungsstrategien für deren Wandel zum Mobilitätsdienstleister abzuleiten.
2.3 Wandel vom traditionellen Automobilhersteller zum Mobilitätsdienstleister
„Wir sind kein Autohersteller mehr“, sagte Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche in seiner Eröffnungsrede auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) und beschrieb damit die zukünftige Ausrichtung des Daimler-Konzerns. Der Konzern reagiert somit auf den aktuellen Wandel im Mobilitätsverhalten und sieht sich nicht mehr als reinen Automobilhersteller, sondern als vernetzten Mobilitätsdienstleister, der seinen Kunden individuelle Mobilität zur Verfügung stellt.54
Neben Daimler will sich auch der bayrische Automobilproduzent BMW in naher Zukunft von einem traditionellen Automobilhersteller zu einem vernetzten und digitalisierten Mobilitätsdienstleister entwickeln.55
Bis 2020 soll laut dem United Nations Department of Economics and Social Affairs (UN DESA) die Weltbevölkerung von aktuell ca. 7,44 Mrd.56 um weitere 320 Mio. auf 7,76 Mrd. Menschen ansteigen.57 Die steigende Weltbevölkerung geht mit einer stetig wachsenden Bevölkerungsdichte in den weltweiten Städten einher. Bis 2020 werden gem. UN DESA etwa 55 Prozent der gesamten Weltbevölkerung in urbanen Gebieten leben (zum Vergleich: 1995 waren es nur 45 Prozent). Als Folge der wachsenden Bevölkerung und zunehmenden Urbanisierung steigt auch der Bedarf an Mobilität.
Besonders in Großstädten kommt es daher zu einem erheblichen Verkehrsaufkommen sowie Platzmangel. Um die Zahl der Autos in den Städten zu senken, werden daher zunehmend platzsparende Mobilitätslösungen, wie z. B. Carsharing, benötigt. Eine zunehmende Anzahl an Restriktionen (bspw. die Umweltplakette in deutschen Städten oder die City-Maut in London) und Alternativen zum eigenen Auto stellen die traditionellen Geschäftsmodelle der Automobilkonzerne in Frage und verlangen nach innovativen Angeboten für individuelle Mobilitätsanforderungen.58 Um auch ohne eigenes Auto flexibel und mobil zu sein, werden oftmals nicht nur ÖPNV-Angebote genutzt, sondern mehrere Mobilitätsangebote (z. B. ÖPNV, Carsharing, Mietfahrzeug und Leihfahrräder) miteinander vernetzt. In urbanen Gebieten entwickelt sich die Mobilität zu integrierten Mobilitätslösungen (Vgl. Abbildung 3).59
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung des Wandels von einer Besitz- zu einer Nutzungsgesellschaft ein und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Ausgangssituation: Das Kapitel beleuchtet die Bedeutung der deutschen Automobilbranche sowie die Relevanz des Carsharings und den Wandel zum Mobilitätsdienstleister.
3 Carsharing als Beispiel der Shared Mobility: Hier wird der Begriff Carsharing definiert und die Entwicklung, das Angebot sowie die Perspektive der Nutzer detailliert analysiert.
4 Carsharing – Auswirkungen auf traditionelle deutsche Automobilhersteller: In diesem Teil erfolgt eine Situationsanalyse mittels PEST-Schema und SWOT-Matrix, um Chancen, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für die Hersteller zu identifizieren.
5 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, zieht ein Fazit und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Branche.
Sharing Economy, Shared Mobility, Carsharing, Automobilindustrie, Mobilitätsdienstleister, Mobilitätsverhalten, Urbanisierung, Innovationsmanagement, Situationsanalyse, SWOT-Analyse, Strategieentwicklung, Kundenbindung, Elektrofahrzeuge, Nachhaltigkeit, Digitalisierung.
Die Arbeit analysiert den Einfluss der Sharing Economy, insbesondere durch Carsharing-Modelle, auf etablierte deutsche Automobilhersteller und deren Transformation hin zu modernen Mobilitätsdienstleistern.
Zentrale Themen sind der Wandel des Mobilitätsverhaltens, die Entwicklung der Carsharing-Branche in Deutschland, die Herausforderungen für die Automobilhersteller sowie strategische Handlungsempfehlungen.
Ziel ist es, die Auswirkungen von Carsharing auf Automobilunternehmen zu untersuchen, spezifische Chancen und Herausforderungen zu identifizieren und daraus Erfolgsfaktoren für die strategische Neuausrichtung abzuleiten.
Die Arbeit nutzt eine Situationsanalyse basierend auf dem PEST-Schema (politisch, ökonomisch, soziologisch, technologisch) sowie eine SWOT-Analyse zur systematischen Auswertung der internen und externen Faktoren.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Carsharing, den Marktstrukturen in Deutschland, einer Analyse der Vor- und Nachteile aus Nutzersicht sowie einer detaillierten SWOT-Analyse für Automobilhersteller.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sharing Economy, Automobilindustrie, Mobilitätsdienstleister, Carsharing und SWOT-Analyse charakterisieren.
Dies beschreibt die Strategie traditioneller Hersteller, sich von reinen Verkäufern von Fahrzeugen hin zu Anbietern vernetzter Mobilitätslösungen zu entwickeln, um auf das veränderte Nutzerverhalten zu reagieren.
Beim Free-Floating-Modell ist der Nutzer nicht an feste Stationen gebunden, sondern kann Fahrzeuge innerhalb eines Geschäftsgebietes flexibel mieten und abstellen, was spontanere Nutzungen erlaubt.
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