Magisterarbeit, 2001
137 Seiten, Note: 1,15
1. Fragestellung und Methode
2. Theoretische Einordnung des Wahlkampfes
3. Die These von der Amerikanisierung des Wahlkampfes
4. Das Modell des amerikanisierten Wahlkampfes in Deutschland
4.1 Die Rahmenbedingungen bundesdeutscher Wahlkämpfe
4.1.1 Wahlkampf und institutioneller Kontext
4.1.1.1 Das Wahlsystem
4.1.1.2 Die Form des Parteienwettbewerbs
4.1.1.3 Die gesetzlichen Regelungen des Wahlkampfes
4.1.2 Wahlkampf im sozialen Kontext
4.1.2.1 Wahlkampf und Wähler
4.1.2.2 Wahlkampf und Medien
4.1.2.3 Beziehungsdreieck Wähler – Medien - Politik
4.1.3 Zwischenbilanz: Der Handlungsrahmen bundesdeutscher Wahlkämpfe
4.2 Die Elemente moderner Wahlkampagnen in Deutschland
4.2.1 Kommunikation
4.2.1.1 Politische Öffentlichkeitsarbeit
4.2.1.2 Politische Werbung
4.2.1.3 Direkte Kommunikation
4.2.2 Strategie
4.2.2.1 Themenwahlkampf
4.2.2.2 Personenwahlkampf
4.2.3 Organisation
4.2.3.1 Personal und Struktur der Wahlkampfzentrale
4.2.3.2 Wahlkampfkosten
4.2.4 Zwischenbilanz: Der amerikanisierte Wahlkampf in Deutschland
5. Kleinparteien und der amerikanisierte Wahlkampf
5.1 Theoretische Einordnung von Kleinparteien
5.2 Kleinparteien in der Bundesrepublik Deutschland
5.3 Die Sonderstellung von Kleinparteien im Wahlkampf
5.3.1 Die besondere Wählerschaft von Kleinparteien
5.3.2 Das problematische Verhältnis von Kleinparteien und Öffentlichkeit
5.3.3 Der fehlende Kanzlerkandidat
5.3.4 Die Bedeutung der Koalitionsfrage für Kleinparteien
5.3.5 Organisatorische und finanzielle Besonderheiten
5.4 Die Wahlkampagnen von Kleinparteien
6. Die Wahlkampfpraxis von Kleinparteien
6.1 Die FDP im Bundestagswahlkampf 1998
6.1.1 Kommunikation
6.1.2 Strategie
6.1.3 Organisation
6.2 Bündnis 90/Die Grünen im Bundestagswahlkampf 1998
6.2.1 Kommunikation
6.2.2 Strategie
6.2.3 Organisation
7. Synthese: Kleinparteien und der amerikanisierte Wahlkampf
8. Epilog
Die Arbeit untersucht, inwieweit das Modell des amerikanisierten Wahlkampfes auf Kleinparteien in Deutschland übertragbar ist und wie diese Parteien ihre Kampagnen unter den gegebenen institutionellen und sozialen Rahmenbedingungen gestalten.
Die These von der Amerikanisierung des Wahlkampfes
Der Begriff der Amerikanisierung hat im Zusammenhang mit Wahlkämpfen in den letzten Jahren eine geradezu inflationäre Verwendung erfahren. Demnach könne man „Wahlkämpfe weder verstehen noch konzipieren, wenn man nicht bewußt die Amerikanisierung der politischen Kommunikation bejaht.“ Im Kern soll damit ausgedrückt werden, dass der Wahlkampf heute auch in Deutschland bestimmten Gesetzmäßigkeiten folgt, die früher nur aus den USA bekannt waren. Sowohl die Wahlkampagnen der einzelnen Parteien oder Kandidaten als auch das Umfeld, in dem sie sich bewegen, gleichen in vielerlei Hinsicht den Strukturen amerikanischer Wahlkämpfe.
Wie werden in den USA Wahlkämpfe geführt? Die amerikanischen ‘Campaigns’ zeichnen sich zum Einen durch ihre starke Professionalisierung des Wahlkampfmanagements aus. Begünstigt durch die Charakteristika des politischen Systems hat sich eine eigene Consultant-Branche herausgebildet, die als hochspezialisierte Experten und selbstständige Unternehmer wahlkämpfenden Parteien und Kandidaten ihre Dienste gegen Honorar anbieten. Amerikanische Wahlkampfstäbe setzen sich praktisch vollständig aus solchen Experten zusammen. Zum Zweiten bauen US-Kampagnen nahezu ausschließlich auf die Macht des Fernsehen: Alleine Bill Clinton schaltete im Präsidentschaftswahlkampf 1996 etwa 55.000 TV-Spots. Dies hat Drittens zur Folge, dass amerikanische Wahlkämpfe einen immensen Kapitalbedarf aufweisen.
1. Fragestellung und Methode: Einführung in die Problematik des Wahlkampfes, die Amerikanisierungsthese sowie die Forschungsfragen und methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Theoretische Einordnung des Wahlkampfes: Definitorische Abgrenzung des Wahlkampfes von allgemeinen politischen Wettbewerben und dessen Einordnung in den Bereich der Politikvermittlung.
3. Die These von der Amerikanisierung des Wahlkampfes: Erläuterung der Ursprünge der Amerikanisierungsthese und Diskussion der damit verbundenen Kernelemente Personalisierung, Mediatisierung und Professionalisierung.
4. Das Modell des amerikanisierten Wahlkampfes in Deutschland: Detaillierte Analyse des Modells unter Berücksichtigung der spezifischen institutionellen und sozialen Rahmenbedingungen in Deutschland.
5. Kleinparteien und der amerikanisierte Wahlkampf: Theoretische Einordnung von Kleinparteien und deren spezifische Ausgangslage in der bundesdeutschen Parteienlandschaft.
6. Die Wahlkampfpraxis von Kleinparteien: Empirische Untersuchung und Fallbeispielanalyse der Wahlkämpfe von FDP und Bündnis 90/Die Grünen im Jahr 1998.
7. Synthese: Kleinparteien und der amerikanisierte Wahlkampf: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse im Hinblick auf die Modifikation des amerikanischen Modells durch Kleinparteien.
8. Epilog: Abschließende Reflexion über die Bedeutung der wissenschaftlichen Wahlkampfforschung und die künftige Entwicklung von Kampagnenstilen.
Amerikanisierung, Wahlkampf, Kleinparteien, FDP, Bündnis 90/Die Grünen, Politikvermittlung, Professionalisierung, Personalisierung, Mediatisierung, Parteienwettbewerb, Wahlkampforganisation, Politische Kommunikation, Parteienfinanzierung, Strategie.
Die Arbeit untersucht die Übertragbarkeit des Modells amerikanisierter Wahlkämpfe auf den Parteityp der Kleinpartei in Deutschland.
Die Schwerpunkte liegen auf den Kommunikationsstrategien, der Wahlkampfstrategie und der Organisation innerhalb der Kampagnen von Kleinparteien.
Es soll geklärt werden, ob und wie Kleinparteien Wahlkampf betreiben und inwieweit sie das Modell des amerikanisierten Wahlkampfes modifizieren.
Die Arbeit nutzt qualitative und quantitative Ansätze, einschließlich der Sekundäranalyse von Datenmaterial, Literatur und Experteninterviews.
Der Hauptteil analysiert das Modell des amerikanisierten Wahlkampfes, definiert den Status von Kleinparteien und vergleicht die Praxis von FDP und Bündnis 90/Die Grünen.
Amerikanisierung, Wahlkampf, Kleinparteien, Professionalisierung, Personalisierung und Mediatisierung sind die prägenden Begriffe.
Kleinparteien verfügen über deutlich geringere personelle und finanzielle Ressourcen, was sie zu einer stärkeren Konzentration auf bestehende Parteistrukturen und den Verzicht auf große, externe Expertenstäbe zwingt.
Da Kleinparteien im deutschen System in der Regel keinen Anspruch auf den Kanzlerposten haben, sichert ihnen erst die klare Koalitionsaussage die notwendige politische Relevanz und Machtperspektive.
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