Diplomarbeit, 2003
88 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Die Unternehmensrisiken, die Kreditrisiken und die Risikoprämien von Anleihen
3 Die Kreditderivate – Eine Einführung
3.1 Die verschiedenen Arten von Kreditderivaten
3.1.1 Der Credit Default Swap
3.1.2 Die Credit Spread Option
3.1.3 Der Total Return Swap
3.1.4 Die Credit-Linked Note
3.1.5 Die Exotischen Kreditderivate
3.1.6 Eine Zusammenfassung
3.2 Die Anwendungsgebiete für Kreditderivate
3.2.1 Die Arbitrage
3.2.2 Die Spekulation
3.2.3 Das Hedging
3.2.4 Die Diversifikation
3.3 Die Risiken von Kreditderivaten
3.4 Die traditionellen Produkte des Kreditrisikotransfers und Kreditderivate
3.5 Ein Fazit
4 Die Märkte für Kreditderivate
4.1 Die Entwicklung der Märkte für Kreditderivate
4.1.1 Das Globale Marktwachstum
4.1.2 Die Marktanteile
4.1.3 Die Referenzwerte
4.1.4 Die Laufzeiten
4.2 Die Marktteilnehmer und Ihre Motive
4.3 Die Marktusancen
4.3.1 Die Dokumentation
4.3.2 Die Marktstandards und Entwicklungen des Credit Default Swap Marktes
4.4 Ein Fazit
5 Die Bewertung von Credit Default Swaps
5.1 Die Bewertung von Credit Default Swaps bei vollkommenen Märkten
5.2 Die theoretischen Bewertungsmodelle
5.2.1 Das Modell von Hull/White (2000)
5.2.2 Das Modell von Jarrow/Lando/Turnbull (1997)
5.3 Die Probleme bei der Bewertung von Credit Default Swaps
5.4 Ein Fazit
6 Ein Vergleich der Risikoprämien für riskante Anleihen mit den Kosten ihrer Absicherung durch Credit Default Swaps – Eine empirische Untersuchung am deutschen Kapitalmarkt
6.1 Einleitung
6.2 Ein Überblick über die empirische Literatur zu CDS Daten
6.3 Die Vorgehensweise bei der Untersuchung
6.4 Die Datengrundlage der Untersuchung
6.4.1 Die Credit Default Swap Daten
6.4.2 Die riskanten Anleihen
6.4.3 Der risikolose Zinssatz
6.5 Die Ergebnisse der empirischen Untersuchung
6.6 Die Gründe für das Abweichen von CDS Prämie und Credit Spread
6.7 Die Probleme der Untersuchung
7 Ein Fazit & Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen den Risikoprämien für riskante Anleihen und den Kosten ihrer Absicherung durch Credit Default Swaps (CDS), mit dem Ziel, die theoretisch postulierte Übereinstimmung dieser beiden Größen empirisch am deutschen Kapitalmarkt zu prüfen und mögliche Abweichungsursachen zu identifizieren.
3.1.1 Der Credit Default Swap
Die einfachste Form der Kreditderivate ist der Credit Default Swap. Hierbei entrichtet der Risikoverkäufer, eine periodische Gebühr (Prämie), die i.d.R. in Basispunkten (bps) per annum ausgedrückt und auf den Nominalbetrag des abzusichernden Risikos berechnet wird. Im Gegenzug erhält er vom Risikokäufer eine Zahlung, falls ein vorher definiertes Kreditereignis beim Referenzschuldner während der Laufzeit des Kontraktes eintritt. Ist dies der Fall, endet der Vertrag, ansonsten erhält der Risikokäufer die periodische Zahlung, ohne eine Gegenleistung erbringen zu müssen.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Kreditrisiken und Kreditderivaten angesichts globaler Finanzmarktturbulenzen und stellt die Struktur sowie die Forschungsziele der Arbeit dar.
2 Die Unternehmensrisiken, die Kreditrisiken und die Risikoprämien von Anleihen: In diesem Kapitel werden die verschiedenen Arten von Unternehmensrisiken definiert, wobei ein besonderer Fokus auf das Kreditrisiko und dessen Ausprägungen sowie die Entstehung des Credit Spreads bei Anleihen gelegt wird.
3 Die Kreditderivate – Eine Einführung: Dieses Kapitel liefert eine grundlegende Einführung in Kreditderivate, ihre Einsatzfelder, die verschiedenen Derivatarten und die damit verbundenen Risiken im Vergleich zu traditionellen Instrumenten.
4 Die Märkte für Kreditderivate: Es erfolgt eine detaillierte Beschreibung des Marktes für Kreditderivate, inklusive der historischen Marktentwicklung, der Marktteilnehmer, ihrer Motive und der aktuellen Usancen.
5 Die Bewertung von Credit Default Swaps: Hier werden theoretische Ansätze zur Preisbildung von Credit Default Swaps diskutiert, wobei sowohl Modelle für vollkommene Märkte als auch weiterführende Bewertungsmodelle betrachtet werden.
6 Ein Vergleich der Risikoprämien für riskante Anleihen mit den Kosten ihrer Absicherung durch Credit Default Swaps – Eine empirische Untersuchung am deutschen Kapitalmarkt: Dieses Kapitel bildet den empirischen Kern der Arbeit, indem es die Vorgehensweise, Datengrundlage und Ergebnisse einer Untersuchung am deutschen Kapitalmarkt präsentiert und die beobachteten Abweichungen zwischen CDS-Prämie und Credit Spread analysiert.
7 Ein Fazit & Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsnotwendigkeiten sowie die weitere Entwicklung des Marktes für Kreditderivate.
Kreditderivate, Credit Default Swap, Credit Spread, Risikoprämie, Kreditrisiko, empirische Untersuchung, deutscher Kapitalmarkt, Arbitrage, Hedging, Bewertung, Preisbildung, Ausfallwahrscheinlichkeit, ISDA, Basis, Financial Engineering
Die Arbeit analysiert das Verhältnis zwischen der Risikoprämie riskanter Anleihen und den Kosten für deren Absicherung mittels Credit Default Swaps, um die theoretische Gleichheit beider Größen empirisch zu validieren.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen von Kreditrisiken, eine Einführung in Kreditderivate, die Preisbildung und Bewertung dieser Instrumente sowie eine empirische Untersuchung am deutschen Kapitalmarkt.
Das primäre Ziel ist die empirische Überprüfung der theoretischen Übereinstimmung zwischen der CDS-Prämie und dem Credit Spread von Referenzanleihen sowie die Identifikation und Erläuterung von Abweichungsgründen.
Es wird eine empirische Untersuchung durchgeführt, die auf der Datengrundlage von CDS-Quotes der Anbieter Bloomberg und Datastream sowie entsprechenden Anleihedaten basiert und Abweichungen mittels statistischer Kennzahlen analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Abschnitt, der Derivatarten, Bewertungsmethoden und Marktusancen erklärt, sowie einen empirischen Teil, der die Datenaufbereitung und den Vergleich der Risikoprämien deutscher Unternehmen darstellt.
Wichtige Begriffe sind Credit Default Swap (CDS), Credit Spread, Kreditrisikomanagement, Marktusancen, Basis, Arbitrage sowie die theoretische Bewertung durch Duplikationsportfolios.
Projekt Red ist eine Datenbasis von führenden Banken, die darauf abzielt, durch einheitliche Marktdaten und Referenzwerte Standards zu schaffen, Unstimmigkeiten zu beseitigen und die Markttransparenz zu fördern.
Da Kreditderivate als OTC-Verträge gehandelt werden, gibt es keine zentralen Handelsplätze, was die Beschaffung von marktkonsistenten Transaktionsdaten erschwert und zur Abhängigkeit von indikativen Broker-Quotes führt.
Die Ergebnisse für dieses Unternehmen wichen stark von einer normalen Zinsstrukturkurve ab und waren teilweise invers, was auf Probleme mit der Liquidität oder Qualität der ausgewählten Anleihen hindeutet und Verzerrungen verursachte.
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