Skript, 2002
148 Seiten
HISTORIE DES RECHNUNGSWESENS
EINTEILUNG DES RECHNUNGSWESENS
AUFGABEN DES RECHNUNGSWESENS
BEGRIFFLICHE ABGRENZUNGEN
BEGRIFFE DES FINANZ- UND RECHNUNGSWESENS
OPERATIONELLE ABLÄUFE DER KOSTEN- UND LEISTUNGSRECHNUNG
KOSTEN- UND LEISTUNGSDEFINITION
UMFANG VON LEISTUNGEN UND KOSTEN
DAS BETRIEBLICHE KOSTENBILD
ÜBERSICHT ÜBER DIE BETRIEBLICHEN KOSTEN
MENGENGERÜST DER KOSTEN
PREISANSÄTZE
a) Istpreise (reale Preise)
b) Verrechnungspreise (virtuelle Preise)
c) Lenkungspreise (fiktive Preise)
KOSTENGRUPPEN UND KOSTENKATEGORIEN
DIREKTE KOSTEN
GEMEINKOSTEN
SONDEREINZELKOSTEN
FUNKTIONEN UND AUFGABENFELDER DER KOSTEN- UND LEISTUNGSRECHNUNG
GESAMTZUSAMMENHANG DER KOSTEN- UND LEISTUNGSRECHNUNG
KOSTENARTENRECHNUNG
AUFGABEN DER KOSTENARTENRECHNUNG
KOSTENARTENANALYSE IM UNTERNEHMEN
ERFASSUNG DER MATERIALKOSTEN
a) Die Inventurmethode
b) Die Skontrationsmethode
c) Die Retrograde Rechnung
ERFASSUNG DER PERSONALKOSTEN
Der Zeitlohn
Fertigungslöhne
Personalzusatzkosten
ERFASSUNG DER KOSTEN VON DIENSTLEISTUNGEN
DIE ERFASSUNG DER KALKULATORISCHEN KOSTEN
A) ERFASSUNG DER KALKULATORISCHEN ABSCHREIBUNGEN
Die Abschreibungsziele
Der Abschreibungsumfang
1. Die Lineare Abschreibung
2. Arithmetisch-degressive Abschreibung, (digitale Abschreibung genannt)
3. Geometrisch-degressive Abschreibung
4. Leistungsproportionale Abschreibung
5. Progressive Abschreibung
6. Gemischt fix-variable Abschreibung (fix/leistungsabhängig)
MANAGEMENTMÄßIGE ASPEKTE DER ABSCHREIBUNG
B) ERFASSUNG DER KALKULATORISCHEN WAGNISSE
C) ERFASSUNG DER KALKULATORISCHEN ZINSEN
D) ERFASSUNG DES KALKULATORISCHEN UNTERNEHMERLOHNS UND DER KALKULATORISCHEN MIETE
DIE KOSTENSTELLENRECHNUNG
AUFGABEN DER KOSTENSTELLENRECHNUNG
DIE VERRECHNUNG INNERBETRIEBLICHER LEISTUNGEN
1. Das Kostenartenausgleichsverfahren
2. Das Kostenstellenumlageverfahren
3. Das Kostenstellenausgleichsverfahren
4. Die Mathematische Leistungsverrechnung
DER BETRIEBSABRECHNUNGSBOGEN
DIE KOSTENTRÄGERZEITRECHNUNG
AUFGABEN DER KOSTENTRÄGERRECHNUNG
GRUNDFORMEN DER KOSTENTRÄGERZEITRECHNUNG:
KOSTENTRÄGERZEITRECHNUNG AUF VOLLKOSTENBASIS
DIE DECKUNGSBEITRAGSRECHNUNG (TEILKOSTENRECHNUNG)
Begründung der Deckungsbeitragsrechnung
Referenzmodelle der Deckungsbeitragsrechnung
Durchführung der Deckungsbeitragsrechnung
KALKULATION (KOSTENTRÄGERSTÜCKRECHNUNG)
KUPPELKALKULATION
DIVISIONSKALKULATION:
Einfache Divisionskalkulation
Differenzierte Divisionskalkulation
Stufenkalkulation
Äquivalenzziffernrechnung
ZUSCHLAGSKALKULATION
Einfache Zuschlagskalkulation
Differenzierte Zuschlagskalkulation
MASCHINENSTUNDENKALKULATION
KALKULATION IM HANDEL
A. Marktorientierte Kalkulation
B. Nutzenorientierte Kalkulation
C. Lean Production Kalkulation
KRITIK DER TRADITIONELLEN KALKULATIONS- UND KOSTENABRECHNUNGSFORMEN
AUFGABEN UND BEGRIFFE DER PRODUKTIONS- UND KOSTENTHEORIE
FIXE KOSTEN
FESTSTELLUNG DER FIXKOSTEN
BEGRÜNDUNG UND VERLAUF DER FIXKOSTEN
KOSTEN DER UNTERBESCHÄFTIGUNG
SPRUNGFIXE KOSTEN
SCHEINGEWINNE UND -VERLUSTE
VARIABLE KOSTEN
METHODEN DER KOSTENAUFLÖSUNG
A) BUCHTECHNISCHE KOSTENAUFLÖSUNG
B) MATHEMATISCHE KOSTENAUFLÖSUNG
C) STREUPUNKTDIAGRAMM - METHODE
D) REGRESSIONSANALYSE
E) VERBRAUCHSANALYTISCHE KOSTENAUFLÖSUNG
STATISCHE PRODUKTIONS- UND KOSTENMODELLE
A) SUBSTITUTIONALE PRODUKTIONS- UND KOSTENMODELLE
B) LIMITATIONALE PRODUKTIONS- UND KOSTENMODELLE
Ziel dieser Arbeit ist die fundierte Einführung in die betriebswirtschaftliche Kosten- und Leistungsrechnung. Sie vermittelt die theoretischen Grundlagen und praktischen Methoden zur Erfassung und Verrechnung von Kosten, um die Wirtschaftlichkeit betrieblicher Prozesse planbar und kontrollierbar zu gestalten.
Historie des Rechnungswesens
Kaufmännische Aufzeichnungen reichen soweit zurück, wie der Mensch Schriftzeichen nutzt; zum Leidwesen der Archäologen enthalten z.B. die gefundenen Keilschrifttafeln in Mesopotamien vornehmlich Aufzeichnungen über den Geschäftsverkehr und Inventare. Zur Tempelwirtschaft des Tempels Dublal-mach in Ur wurde offensichtlich fortlaufende Inventuren, die einer monatlichen Gewinn- und Verlustrechnung ähnelten. In Elam, östlich von Mesopotamien, wurden um 3000 v.Ch. Schüsseln mit Ton versiegelt, wobei gleichzeitig buchmäßige Mengenangaben gemacht wurden. Außen auf den Schüsseln befanden sich Buchführungsbezeichnungen wie "gelagert", "entnommen", „Versendet". Derartige "Zählmarken" aus jener Zeit finden sich vom Sudan bis hin zum Indus. Auch die Knotenschrift der Inkas, die sog. Kipus, beinhaltete offensichtlich nur inventarmäßige Aufzeichnungen. Systematische buchhalterische Aufzeichnungen kannten schon die Römer; so mußten in der späten Kaiserzeit nach dem Corpus luris Civilis Bankiers Bücher führen, und zwar ordentlich; schon Cicero bezweifelte in einer Verteidigungsrede vor Gericht die Beweiskraft einer locker geführten Kladde (vgl. LV 1.89 S. 94). Im Mittelalter kam systematisches Rechnungswesen zuerst im nördlichen Italien auf: der Buchungssatz entstand z.B. in der florentinischen Finanzverwaltung; ein geschlossener buchhalterischer Kreislauf ist aus dem Jahre 1436 bekannt; wie schon angeführt wurde 1494 zum ersten Mal das System der Doppelten Buchhaltung nach dem Vorbild der venezianischen Kaufleute veröffentlicht.
HISTORIE DES RECHNUNGSWESENS: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die Ursprünge kaufmännischer Aufzeichnungen von der Keilschrift bis zum Beginn der modernen Kostenrechnung im 20. Jahrhundert.
KOSTENARTENRECHNUNG: Hier werden die Grundsätze der Kostenerfassung sowie die Analyse von Material-, Personal- und Dienstleistungskosten im Unternehmen erläutert.
DIE KOSTENSTELLENRECHNUNG: Dieses Kapitel behandelt die Bildung von Kostenstellen und die verschiedenen Verfahren zur Verrechnung innerbetrieblicher Leistungen.
KALKULATION (KOSTENTRÄGERSTÜCKRECHNUNG): Der Hauptteil widmet sich der Kalkulation von Produkten mittels Divisions-, Zuschlags- und Maschinenstundenkalkulation sowie markt- und nutzwertorientierten Ansätzen.
FIXE KOSTEN: Hier wird die Natur fixierter Kostenblöcke, deren Auflösung und der Leerkosteneffekt bei Unterbeschäftigung theoretisch und praktisch analysiert.
Kostenrechnung, Leistungsrechnung, Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung, Kostenträgerrechnung, Kalkulation, Fixkosten, Variable Kosten, Deckungsbeitrag, Betriebsabrechnungsbogen, Maschinenstundensatz, Kostenauflösung, Unternehmenserfolg, Wirtschaftlichkeit, Controlling.
Die Arbeit bietet eine umfassende Einführung in die theoretischen Konzepte und operativen Methoden der Kosten- und Leistungsrechnung in Industrie- und Handelsbetrieben.
Zu den Schwerpunkten zählen die Systematik der Kostenrechnung, Kalkulationsverfahren für Produkte und Dienstleistungen, die Kostenplanung bei Fix- und Variablenkosten sowie statistische Kostenmodelle.
Das primäre Ziel ist es, dem Leser Werkzeuge an die Hand zu geben, um Kosten systematisch zu erfassen, verursachungsgerecht zu verrechnen und fundierte Entscheidungen zur Rentabilitätssteuerung zu treffen.
Die Arbeit nutzt einen methodisch-analytischen Ansatz, der betriebswirtschaftliche Theorie mit mathematischen Modellen und praxisorientierten Fallbeispielen verknüpft.
Der Hauptteil behandelt detailliert die drei Säulen der Kostenrechnung (Kostenarten, -stellen, -träger), Kalkulationstechniken sowie Methoden zur Kostenauflösung und Produktionsplanung.
Zentrale Begriffe sind Kostenarten, Kostenstellen, Kostenträger, Deckungsbeitragsrechnung, Fixkostenmanagement und Kalkulationsschemata.
Eine getrennte Ausweisung ist notwendig, um die Bilanzierung korrekt vorzunehmen, da nur der Wert der hergestellten Waren in die Periodenbetrachtung einfließt, während noch nicht fertiggestellte Produkte als aktivierungspflichtige Bestände zu behandeln sind.
Während die Vollkostenrechnung alle Ist-Gemeinkosten auf die Produkte umlegt, berücksichtigt die Deckungsbeitragsrechnung bei Bestandsveränderungen primär die variablen Kosten, was zu unterschiedlichen Erfolgsausweisen in den Perioden führen kann.
Es bezeichnet das Phänomen, dass ein Produkt in der Vollkostenrechnung bei linearer Abschreibung unprofitabel erscheinen kann, während es bei degressiver Abschreibung als profitabel bewertet wird, obwohl die degressive Methode das Produktrisiko tatsächlich realistischer abbildet.
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