Bachelorarbeit, 2013
72 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
2 Niedrigzinsniveau auf Kapitalmärkten
2.1 Einflussfaktoren auf das Zinsniveau
2.2 Ursachen für die Niedrigzinspolitik
2.2.1 In Japan
2.2.2 In den USA
2.2.3 In der Eurozone
2.3 Wirtschaftliche Folgen der niedrigen Zinsen
2.3.1 Niedrigzinspolitik als eine Ursache der Krisen
2.3.2 Aktuelle Auswirkungen der expansiven Geldpolitik
3 Lebensversicherungswirtschaft
3.1 Produkt Lebensversicherung – Überblick
3.2 Komponenten der Lebensversicherung
3.3 Funktionen und Formen der Lebensversicherung
3.4 Kapitalbildung in der Lebensversicherung
3.4.1 Aufbau des Deckungskapitals – Deckungsrückstellung
3.4.2 Garantiezins
3.4.3 Überschussbeteiligung
3.4.4 Beteiligung an Bewertungsreserven
3.5 Kapitalanlagegeschäft bei deutschen Lebensversicherungsunternehmen
3.5.1 Grundlagen des Kapitalanlagegeschäfts
3.5.2 Anlagevorschriften und Folgen für das Kapitalanlagegeschäft
4 Auswirkungen der Niedrigzinsphase auf das Lebensversicherungsgeschäft
4.1 Auswirkungen auf das Kapitalanlagegeschäft
4.2 Auswirkungen auf die Beziehung zwischen dem Banken- und dem Versicherungssektor
4.3 Auswirkungen auf die Zinszusatzreserve
4.4 Auswirkungen auf den Garantiezins
4.5 Auswirkungen auf die Überschussbeteiligung
4.6 Auswirkungen auf den Vertrieb von Lebensversicherungen
5 Strategische Handlungsmöglichkeiten der Versicherungsunternehmen
5.1 Asset-Liability-Management
5.2 Veränderungen im Versicherungsgeschäft
6 Zukunftsszenarien für deutsche Lebensversicherer
6.1 Japanszenario – Die langfristigen Folgen der Niedrigzinsphase
6.2 Hochzinsszenario
7 Fazit und Forschungsausblick
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Niedrigzinsniveaus auf die deutsche Lebensversicherungswirtschaft und analysiert Strategien, mit denen Versicherer ihre Profitabilität unter diesen erschwerten Rahmenbedingungen erhalten können, ergänzt durch eine prognostische Szenarioanalyse.
3.4.2 Garantiezins
Ein wesentlicher Bestandteil der klassischen Lebensversicherung ist der sog. Rechnungszins, der im Sprachgebrauch auch als Garantiezins bezeichnet wird. Mit dem Rechnungszins wird das aus Sparbeiträgen angesammelte Deckungskapital über die gesamte Vertragslaufzeit verzinst. Somit stellt der Garantiezins eine verbindliche Mindestverzinsung dar, die während der gesamten Versicherungsdauer erwirtschaftet werden muss, um die vertraglich vereinbarten Leistungen bei konstanten Beiträgen erbringen zu können. Für viele Kunden gilt der Garantiezins als eines der wichtigsten Argumente zum Abschluss eines Lebensversicherungsvertrages.
Der Rechnungszins wird auf Empfehlung der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) sowie der Bundesfinanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) durch die Deckungsrückstellungsverordnung von dem Bundesfinanzministerium festgesetzt. Die Verordnung sieht vor, dass der Garantiezins 60 Prozent von der durchschnittlichen Rendite der Bundesanleihe aus den letzten zehn Jahren nicht übersteigt.
Der Hintergrund für die Begrenzung des Garantiezinses ist die Befürchtung, dass die Lebensversicherungsunternehmen durch die geringen Renditen der Staatsanleihen, in welche sie u.a. das Kapital anlegen, nicht die nötigen Erträge erwirtschaften können, um die garantierten Zinsen an die Versicherten zu zahlen. In exakter Formulierung stellt der Garantiezins also keinen Mindestzinssatz, sondern einen Höchst-Zinssatz dar, den die Versicherungsunternehmen ihren Kunden garantieren dürfen. Die den Garantiezinssatz übersteigenden Erträge schreiben die Versicherungsunternehmen jedoch den Versicherten über die Überschussbeteiligung gut.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der europäischen Staatsschuldenkrise und deren Auswirkungen auf das Zinsniveau ein, erläutert die Problemstellung und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Niedrigzinsniveau auf Kapitalmärkten: Das Kapitel untersucht die Einflussfaktoren auf das allgemeine Zinsniveau, beleuchtet die Ursachen der Niedrigzinspolitik in Japan, den USA und der Eurozone und erörtert die wirtschaftlichen Folgen dieser Entwicklung.
3 Lebensversicherungswirtschaft: Hier erfolgt eine detaillierte Darstellung des Produkts Lebensversicherung, seiner Funktionen und Formen, der Mechanismen der Kapitalbildung sowie der Grundlagen und regulatorischen Vorschriften des Kapitalanlagegeschäfts.
4 Auswirkungen der Niedrigzinsphase auf das Lebensversicherungsgeschäft: In diesem Kernkapitel werden die konkreten Folgen des Niedrigzinsumfelds auf Kapitalanlage, Zinszusatzreserve, Garantiezinsen, Überschussbeteiligung und Vertrieb sowie die Interdependenzen zum Bankensektor analysiert.
5 Strategische Handlungsmöglichkeiten der Versicherungsunternehmen: Das Kapitel diskutiert Ansätze wie das Asset-Liability-Management sowie notwendige Veränderungen im Versicherungsgeschäft, um die Profitabilität unter den veränderten Rahmenbedingungen zu sichern.
6 Zukunftsszenarien für deutsche Lebensversicherer: Basierend auf einer Analyse des japanischen Versicherungsmarktes werden mögliche Zukunftsszenarien für deutsche Lebensversicherer – sowohl bei Fortdauer der Niedrigzinsphase als auch in einem Hochzinsszenario – prognostiziert.
7 Fazit und Forschungsausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe bezüglich der Zinsänderungsrisiken und strategischer Steuerungsmodelle.
Niedrigzinsniveau, Lebensversicherung, Kapitalanlage, Garantiezins, Überschussbeteiligung, Zinszusatzreserve, Solvency II, Asset-Liability-Management, Staatsanleihen, Kapitalmarktrisiko, Renten, Bewertungsreserven, Zinspolitik, Finanzstabilität, Altersvorsorge
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des aktuell niedrigen Zinsniveaus auf die deutsche Lebensversicherungswirtschaft und identifiziert Handlungsoptionen zur Sicherung der Profitabilität.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Niedrigzinsumfeld, der Funktionsweise der Lebensversicherung, den Auswirkungen auf das Kapitalanlagegeschäft, regulatorischen Anforderungen sowie strategischen Anpassungsmöglichkeiten der Branche.
Ziel ist es, die spezifischen Gefahren der Niedrigzinsphase für Lebensversicherer aufzuzeigen und Strategien zu diskutieren, die den Erhalt des Geschäftsmodells und die Erfüllung garantierter Leistungen ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Untersuchung von Marktdaten sowie einer Szenarioanalyse, um die Übertragbarkeit japanischer Erfahrungen auf den deutschen Markt zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Auswirkungen der Niedrigzinsphase auf verschiedene Unternehmensbereiche, die Darstellung strategischer Handlungsmöglichkeiten sowie die Diskussion von Zukunftsszenarien für die Branche.
Zentrale Begriffe sind Niedrigzinsniveau, Kapitalanlage, Garantiezins, Überschussbeteiligung, Zinszusatzreserve, Solvency II und Asset-Liability-Management.
Die Lebensversicherung bietet neben dem Spar- und Entspargeschäft eine wichtige Risikovorsorge und sichert dem Kunden in der Regel eine garantierte Mindestverzinsung zu, was sie von reinen Bankprodukten abhebt.
Das Japanszenario dient als Vergleichsmaßstab, um die langfristigen Konsequenzen einer anhaltenden Niedrigzinsphase – inklusive Konkurswellen im Versicherungssektor – auf den deutschen Markt zu reflektieren.
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