Masterarbeit, 2017
71 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Veränderung des Wettbewerbsumfeldes klassischer Finanzintermediäre
2.2 Initiatoren im technologischen Wandel durch DLT
2.2.1 Blockchain
2.2.2 Smart Contracts
2.3 Modernisierungsbedarf von Banken
3 Distributed Ledger Technologien
3.1 Begriffsabgrenzungen
3.2 Überblick über DLT-Ausprägungen
3.3 Systematische Darstellung von Anwendungsbereichen und aktuellen Akteuren
3.3.1 Branchenüberblick
3.3.2 Finanzbranche
4 Kritische Diskussion innovativer Konzepte für Banken
4.1 Evaluation der Eignung von DLT-Ausprägungen für Banken
4.1.1 Vor-und Nachteile von DLT
4.1.2 Erfüllung bankspezifischer Anforderungen
4.2 SWOT-Analyse zur Ableitung von Handlungsempfehlungen
4.2.1 Chancen und Stärken
4.2.2 Risiken und Schwächen
4.2.3 Ableitung von Handlungsempfehlungen
5 Fazit
Die Arbeit identifiziert die Chancen und Risiken, die durch Distributed Ledger Technologien (DLT) für klassische Finanzintermediäre entstehen, und analysiert, wie diese Technologien zur Modernisierung und strategischen Neupositionierung von Banken beitragen können.
2.2.1 Blockchain
Blockchaintechnologie und die auf ihr laufende Anwendung Bitcoin haben seit ihrer Erfindung 2008 große Popularität erlangt. Die Idee einer digitalen Währung wurde bereits in früheren Werttransfersystemen mit kryptografischer Technik oder Zwei-Schlüssel-Technik eines privaten und öffentlichen Schlüssels erprobt. Dennoch hat die höhere Zentralisierung auf Blockchain das Interesse der Öffentlichkeit geweckt. Im Folgenden wird die Funktionsweise von Blockchaintechnologie erläutert, um darauf aufbauend Unterschiede zu weiteren Ausprägungen von DLT deutlich zu machen.
Blockchain ist eine Back-End Datenbasis, die dezentral Buch führt, d. h. Transaktionen dezentral auf mehreren Endgeräten aufzeichnet. Die Authentifizierung und Validierung von Transaktionen fußen auf dem Konsens der Blockchain-Gemeinschaft. Über allgemeingültige technische Aspekte hinaus, existieren diverse Auffassungen zur Abgrenzung von Blockchaintechnologie. In der vorliegenden Arbeit wird Blockchain als eine Ausprägung von DLT definiert, die für den Handel der Kryptowährung Bitcoin entwickelt wurde. Blockchaintechnologie basiert auf der Motivation, Vertrauen in eine zentrale Instanz durch kryptografische Technik zu substituieren und damit einhergehend FI überflüssig werden zu lassen.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung von DLT dar und umreißt die Forschungsfrage, die sich mit der Disintermediation durch technologischen Wandel beschäftigt.
2 Grundlagen: Das Kapitel erläutert die Intermediationstheorie, die Rolle klassischer Banken und die durch DLT und P2P-Finanzierung ausgelösten Veränderungen im Wettbewerbsumfeld.
3 Distributed Ledger Technologien: Hier werden zentrale Begriffe definiert und ein systematischer Überblick über verschiedene DLT-Ausprägungen sowie deren Anwendung in verschiedenen Branchen gegeben.
4 Kritische Diskussion innovativer Konzepte für Banken: Dieses Hauptkapitel evaluiert die Eignung verschiedener DL-Modelle für Banken und analysiert mittels SWOT-Analyse die Chancen und Risiken.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit für Banken, DLT kritisch zu prüfen und strategisch in ihre Geschäftsmodelle zu integrieren.
Distributed Ledger Technologien, DLT, Blockchain, Finanzintermediäre, Banken, Smart Contracts, P2P-Lending, Disintermediation, Finanztechnologie, FinTech, SWOT-Analyse, Transaktionskosten, Konsensmechanismen, Digitalisierung, Kryptowährungen.
Die Arbeit befasst sich mit dem disruptiven Potential von Distributed Ledger Technologien (DLT) auf klassische Bankgeschäfte und untersucht, wie Finanzintermediäre auf diese Herausforderung reagieren können.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der Finanzintermediation, die Funktionsweise von Blockchain und Smart Contracts sowie die praktische Anwendung von DLT in der Finanzwirtschaft.
Das Hauptziel ist es, Chancen und Risiken für Banken durch den Einsatz von DLT zu identifizieren und konkrete Handlungsempfehlungen für deren strategische Modernisierung abzuleiten.
Die Autorin nutzt eine strukturierte Analyse des aktuellen Stands der Technik und der Literatur, ergänzt durch eine detaillierte SWOT-Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken für Banken.
Im Hauptteil werden verschiedene DLT-Ausprägungen (wie Blockchain, Corda, Ripple) auf ihre regulatorische Kompatibilität und Eignung für Bankprozesse geprüft.
Zentrale Begriffe sind DLT, Blockchain, Finanzintermediäre, Smart Contracts, Disintermediation, FinTech und strategisches Bankmanagement.
Öffentliche Blockchains bieten aufgrund ihrer Anonymität und mangelnden Reversibilität von Transaktionen oft nicht die für Banken notwendige Konformität mit regulatorischen Anforderungen wie AML oder KYC.
Smart Contracts ermöglichen eine weitgehende Automatisierung von Vertragsprozessen und Zahlungsausführungen, was Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen in administrativen Abläufen verspricht.
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