Bachelorarbeit, 2015
61 Seiten, Note: 1,8
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
EINLEITUNG
Suchterkrankungen in der Gesellschaft
Traumaerfahrungen und Suchterkrankungen
Persönlichkeitsstörungen und Suchterkrankungen als Folgen traumatischer Erfahrungen
Fragestellung und Hypothesen
METHODE
Stichprobe
Material und Messinstrumente
Durchführung
Statistische Datenanalyse
ERGEBNISSE
Allgemeine klinische Daten
Substanzanamnese
Traumaerfahrungen
Borderline-Symptomatik
Zusammenhänge zwischen Traumaerfahrungen und Suchterkrankungen
Zusammenhänge zwischen Traumaerfahrungen und Borderline-Symptomatik
Zusammenhänge zwischen Borderline-Symptomatik und Suchterkrankungen
Mediationsmodelle
DISKUSSION
Relevanz der Studie
Zusammenfassung und Interpretation der Befunde im Rahmen der Hypothesen
Bewertung der Studie im Hinblick auf ihre Stärken und Schwächen
Implikationen für die Forschung und Praxis
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Traumaerfahrungen in der Kindheit und der Entstehung von Suchterkrankungen, wobei die mediierende Rolle der Borderline-Symptomatik analysiert wird. Im Kern steht die Forschungsfrage, ob Borderline-Symptome als vermittelnder Faktor zwischen erlebten Traumata und dem Ausmaß des Suchtverlangens (Craving) fungieren.
Traumaerfahrungen und Suchterkrankungen
Der Begriff Erfahrung ist hier bewusst gewählt, weil diese das menschliche Gehirn bereits in seiner Entwicklung im Hinblick auf die Entstehung von neuronalen Netzwerken und Nervenzellenverschaltungen am nachhaltigsten wirksam beeinflusst. Erfahrungen können als subjektive Bewertungen der eigenen Reaktionen auf Umweltreize zusammengefasst werden. Auf der Grundlage dieser gemachten Erfahrungen, welche im Gedächtnis eingespeichert sind, entstehen Strategien des Denkens und Handelns (Gebauer & Hüther, 2001).
In dieser Studie liegt der Fokus auf Erfahrungen traumatischer Art, daher ist zunächst einmal zu konkretisieren, was unter einem Trauma verstanden werden kann. In diesem Sinne wird im DSM-IV-TR (Saß et al., 2003) ein Ereignis dann als potentiell traumatisch bezeichnet, wenn aufgrund dieses Ereignisses eine tatsächliche oder drohende Konfrontation mit dem Tod oder eine Gefährdung der körperlichen Unversehrtheit besteht. Das jeweilige Situationserleben wird bestimmt durch intensive Furcht, Hilflosigkeit oder Entsetzen. Die während der Exposition gemachten Traumaerfahrungen können Betroffene nachhaltig somatisch, emotional, kognitiv, behavioral oder charakterologisch beeinträchtigen (Cole & Putnam, 1992; Herman, 1992).
EINLEITUNG: Dieses Kapitel erörtert die gesellschaftliche Relevanz von Suchterkrankungen und beleuchtet den Zusammenhang zwischen Traumaerfahrungen, Persönlichkeitsstörungen und der Entstehung von Abhängigkeiten.
METHODE: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, einschließlich der Stichprobenbeschreibung, der verwendeten Messinstrumente zur Erfassung von Trauma und Sucht sowie der statistischen Analysestrategien.
ERGEBNISSE: Das Kapitel präsentiert die klinischen Daten der Probanden sowie die statistischen Auswertungen bezüglich der Korrelationen zwischen traumatischen Erlebnissen, Borderline-Symptomatik und Suchtvariablen wie Craving.
DISKUSSION: Abschließend werden die Befunde interpretiert, die Stärken und Schwächen der Studie evaluiert sowie Implikationen für die zukünftige Forschung und therapeutische Praxis abgeleitet.
Traumaerfahrungen, Suchterkrankungen, Borderline-Symptomatik, Mediation, Craving, Kindheit, Emotionsregulation, Selbstmedikation, Substanzmissbrauch, Persönlichkeitsstörungen, Psychopathologie, Klinische Psychologie.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen frühen Traumaerfahrungen und der späteren Entwicklung von Suchterkrankungen bei Patienten in suchtspezifischen Einrichtungen.
Die zentralen Felder umfassen die Auswirkungen von Kindheitstraumata, die Rolle von Borderline-Symptomen bei der Emotionsregulation und deren Einfluss auf das Suchtverlangen (Craving).
Ziel ist es zu klären, ob Borderline-Symptome eine mediierende Rolle (Vermittlerrolle) im Zusammenhang zwischen Traumaerfahrungen und Suchterkrankungen einnehmen.
Es wurde eine klinische Stichprobe von 57 Probanden mittels standardisierter Fragebögen (u.a. CTQ für Trauma, BSL-23 für Borderline, MaCS für Craving) untersucht und eine statistische Mediationsanalyse durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Sucht und Trauma, eine detaillierte methodische Beschreibung sowie die Auswertung der empirischen Daten.
Wichtige Begriffe sind Trauma, Sucht, Borderline-Symptomatik, Mediation, Craving und Emotionsregulation.
Die Ergebnisse zeigen, dass emotionaler Missbrauch in der Kindheit ein signifikanter Prädiktor für Craving ist, wobei dieser Zusammenhang durch Borderline-Symptome mediiert wird.
Es wird empfohlen, bei der Behandlung von Suchterkrankungen einen integrativen Ansatz zu verfolgen, der komorbide Störungen, die durch Traumata bedingt sind, explizit mittherapiert.
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